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Bürgervorsteher ruft zur Demo gegen AFD auf | Henstedt-Ulzburger

Bürgervorsteher ruft zur Demo gegen AFD auf

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Protestplakat gegen die AFD

Protest gegen rechts am kommenden Freitag vor dem Henstedt-Ulzburger Bürgerhaus. Dort will die Hamburger AFD ihre Wahlkampf-Abschlussveranstaltung abhalten. Zahlreiche Bürger wollen der Partei klarmachen, dass sie sich das nächste Mal lieber einen anderen Ort suchen soll. Unter dem Motto: „Keine AFD in HU“, ruft ein breites Bündnis zum Demonstrieren vor dem Veranstaltungsort auf, losgehen soll es um 17 Uhr.

Wie breit ist das Bündnis? Superbreit, neben den Jusos will selbst die CDU Flagge zeigen: „Die CDU Henstedt-Ulzburg ist selbstverständlich dabei“, heißt es bei den Christdemokraten. Auch Bürgervorsteher Henry Danielski wird erwartet, er rief gestern im Ratssaal zu einer großen Beteiligung auf.

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19. Februar 2020

48 Kommentare zu "Bürgervorsteher ruft zur Demo gegen AFD auf"

  1. Reinhard Föh sagt:

    Neulich habe ich den Bürgervorsteher noch bei einer Propagandaveranstaltung für sein eigene Partei (CDU) gesehen und zwar Plüschappelhemd höchstselbst on top auf Körper ! Für den politisch angestrebten Erfolg muß man eben auf allen Hochzeiten mittanzen. Da kann auch ruhig in der eigentlich neutralitätsgebundenen Position eines Bürgervorstehers sein. Macht doch nix. Onegemeindegroßrising.sh. CDU steigt auf !

    • Benno Colmorgen sagt:

      Herr Föh, sind Sie evtl. Mitglied der AfD? Dann wäre es schön, wenn Sie sich outen, damit man Ihre Kommentare besser einordnen kann.

      • Harald Witte sagt:

        Das ist die niedrigste Stufe von Demokratie Herr Dr. Colmorgen !
        Sie diffamieren die Person, damit über das Thema nicht mehr gesprochen wird !

        • Benno Colmorgen sagt:

          Nein, Herr Witte, ich diffamiere Herrn Föh nicht. Oder sehen Sie die Offenlegung der Zugehörigkeit zu einer Partei als Diffamierung an?

          PS: Da ich nicht promoviert habe, bitte den Dr. Titel weglassen; der steht mir nicht zu.

  2. Reinhard Föh sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Colmorgen, ich glaube nicht, daß gerade meine letzten Kommentare irgendeine Affinität zur Alternative für Deutschland aufweisen. – ich hoffe, daß deren Inhalt auch Ihrem Demokratieverständnis entspricht,- sonst sollten Sie mal den Kern Ihrer Ansichten mit uns öffentlich teilen.

    • Benno Colmorgen sagt:

      Sehr geehrter Herr Föh, ein einfaches Ja oder Nein hätte mir gereicht.

  3. Claus Miotk sagt:

    So wie oben Herr Föh es schon erwähnt, es kann nicht sein in einer Demokratie, das eine neutralitätsgebundene Person sich auf eine Seite stellt.
    Es kommt mir so vor, als wenn es nur noch die Seite oder die andere Seite gibt und entweder ist man für den einen oder den anderen…..es gibt keine Mitte mehr.

    • Reinhard Föh sagt:

      …ich würde Ihre Aussage noch etwas einengen : “ vom formierten Mainstream werden abweichende Meinungen nicht mehr zugelassen „.

  4. Harald Witte sagt:

    Mit diktatorischen Mitteln versuchen Altparteien und Mitläufer für die Demokratie zu demonstrieren.
    Da frage ich mich doch, welche Demokratie?
    Sind es nicht die Altperteien, die am Bürger vorbei entscheiden und ausschließlich zum eigenen Vorteil und Lobbygruppen politik machen?
    Nein, ich bin kein AfD Anhänger ! AfD=trojanisches Pferd der CDU
    Ich bin nur ein besorgter Bürger, der nach umfangreichen Recherchen festgestellt hat, das wir von den Altperteien gegeneinander aufgehetzt werden !

    Würden die Altperteien für den Bürger politik machen, hätte die AfD keine Chance.
    Ergo, liebe Altparteien:
    Macht endlich politik für Demokratie und für den Bürger !

  5. Heinrich Winckelmann sagt:

    Es erscheint mir fraglich, ob ein Bürgervorsteher in Ausübung bzw Ausnutzung seines Amtes für oder gegen ein Partei agieren darf. Als Privatmann sicherlich. Er hat jedoch lt. obigen Artikels im Ratssaal zu einer großen Beteiligung aufgerufen.
    Das empfinde ich als.demokratisches no – go.
    Sollte mich ein Kommentator aufgrund meiner Argumentation in die Nähe von Rechtsextremismus rücken wollen, empfände ich das ebenfalls als no-go.
    Das ist immer dann ein argumentativer Trick, wenn das Demokratieverständnis getrübt ist.
    Toleranz in einer Demokratie bedeutet immer auch “ erleiden “ und „ertragen „. Bis die Grenzen der Rechtsstaatlichkeit erreicht sind.
    Es ist nicht die Aufgabe eines Bürgervorstehers die Grenzen der Rechtsstaatlichkeit individuell zu definieren. Dafür haben wir Justiz und Verfassungsorgane.

    Fraglich ist , ob hier eine strikte Trennung von Privat und Amt überhaupt möglich ist.

    Das sind die Aufgaben eines Bürgervorstehers.
    Der Bürgervorsteher ist der Vorsitzende der Gemeindevertretung und wird aus ihrer Mitte gewählt. Er ist wie die anderen Gemeindevertreter ehrenamtlich tätig. Zu seinen Aufgaben gehören:

    Vorsitz der Gemeindevertretung, Einladung zu Sitzungen und Leitung der Versammlung
    Sprecher der Gemeindevertretung
    Er vertritt die Belange der Gemeindevertretung gegenüber dem Bürgermeister und in gerichtlichen Verfahren
    Er ist Ansprechpartner für die Bürger für Anfragen an die Gemeindevertretung
    Er vertritt bei öffentlichen Anlässen gemeinsam mit dem Bürgermeister die Stadt oder die Gemeinde
    Einberufung und Leitung von Einwohnerversammlungen die Aufgaben eines Bürgervorstehers:

  6. Britta de Camp-Zang sagt:

    Sehr geehrte Herren,
    nicht in seiner Funktion als Bürgervorsteher, sondern – so habe ich es wahrgenommen – als Privatperson hat Henry Danielski kundgetan, dass er an der Demo teilnehmen wird und sich freut, wenn er viele der Anwesenden dort wiedersieht.

    In gleicher Weise, nämlich als Privatpersonen, äußerten sich sowohl die anwesenden Kandidaten für das Bürgermeisteramt als auch – wieder meine persönliche Wahrnehmung – die Mehrheit der anwesenden Bürgerinnen und Bürger Henstedt-Ulzburgs durch ihren lauten und anhaltenden Beifall.

    Wenn Sie sich hier für Meinungsfreiheit und Demokratie stark machen, dann gestehen sie bitte auch anderen Menschen zu, ihre Meinung GEGEN RECHTS in Form einer Protestaktion zu äußern (Art. 8 GG Demonstrationsrecht).
    Es wird niemandem die Teilnahme vorgeschrieben.

    Genau wie Herr Danielski freue auch ich mich, wenn möglichst viele Menschen an der Demo GEGEN RECHTS / GEGEN eine AfD im Bürgerhaus Henstedt-Ulzburg teilnehmen!
    Aufgerufen wird zum FRIEDLICHEN PROTEST am kommenden Freitag, 21.02.2020, um 17 Uhr vor den beiden Eingängen zum Bürgerhaus.

  7. Heinrich Winckelmann sagt:

    Nur, die Mehrheit der anwesenden Bürger im Ratssaal repräsentiert noch lange nicht die Bürger von HU.. Als kleines Wunder erscheint mir, dass die Bürgermeister- Kandidaten als Privatleute im Ratssaal auftraten. Dann scheint ja das Ganze eine heimelige Privat – Party gewesen zu sein.
    Selbstverständlich gestehe ich jedem das Recht zu, eine, friedliche Demonstration zu machen. Woraus haben sie geschlossen, dass ich dieses nicht tue. Ist das wieder ein argumentativer Trick, mir zu unterstellen, ich würde – wem auch immer – nicht das Recht auf eine friedliche Demonstration zuzugestehen ? Allein, mich verbal aufzufordern, ein demokratisches Recht zuzugestehen, ist – ehrlich gesagt – unverfroren.. Als hätte ich es verweigert. Aber das scheint leider heutzutage eine generelle verbale Trickkiste zu sein..
    Ich schlage vor, jedem Ortspolitiker eine weiße oder gepunktete Handfahne zu geben. Die er dann immer erheben kann, wenn er als Privatmann spricht. Gepunktet für Privat – weiß für Amt.
    Dann erkennt man auch bei einer Demo – Teilnahme, in welcher Eigenschaft er anwesend ist.

  8. Harald Witte sagt:

    Ich halte den Aufstand gegen „Rechts/AfD“ für Heuchelei !
    Wenn ein Bürgervorsteher im Ratssaal zu etwas aufruft, tut er das als Amtsträger.
    Eine Demo gegen eine demokratisch gewählte Partei ist alles andere, aber nicht demokratisch !
    Eine Partei wie die AfD existiert nur, weil die anderen Parteien unfähig sind !

    • Christoph Abel sagt:

      Eine AfD existiert nur weil sie die Geschmack mancher Wähler trifft.
      .
      Warum sollte man nicht gegen eine demokratisch gewählte Partei demonstrieren dürfen? Also ja, „demokratisch“ ist eine solche Demo technisch gesehen nicht. Sie ist allerdings auch nicht vegan, lila oder konvex – Demonstrationen haben nicht den Anspruch demokratisch zu sein, das macht irgendwie auch keinen Sinn. Demostrationen sind als Mittel der Meinungsäußerung ein Werkzeug in den meisten Demokratien und der Anspruch eine Meinungsäußerung demokratisch legitimieren zu müssen würde die Meinungsfreiheit massiv beschneiden.

  9. Wir Bürger von Henstedt-Ulzburg können ja wohl noch für oder gegen was auch immer demonstrieren, was uns in der Gemeinde passt oder nicht. Die Afd mag irgendwo eine gewählte Partei sein, in Henstedt-Ulzburg ist sie es nicht, zum Glück. Und wer sich die Spielereien und Äußerungen etlicher Afd-Vertreter in Parlamenten und auf Veranstaltungen zu Gemüte führt, dem kann auffallen: Die sind zwar demokratisch gewählt, aber kandidieren offenbar gar nicht, um sich demokratisch zu betätigen, sondern um den Demokratiebetrieb zu stören, ad absurdum zu führen, von innen zu schwächen. Wer also die Demokratie verteidigen möchte, tut es eben gerade nicht, indem ausgerechnet die Demokratie-Aushöhler gegen Kritik verteidigt werden. Aber man kann natürlich immer gegen alles sein, und sei es gegen das Dagegensein gegen die Demokratieaushöhlung. Aber nur bis zu dem Zeitpunkt, wo die Demokratie dann fertig ausgehöhlt und unwirksam ist, danach baut dann Afd&Co. unsere Gesellschaft um, das ging 1933 auch recht fix. Morgen ist eine gute Möglichkeit, den Anfängen zu wehren. Herr Danielski vollzieht offenbar den obigen Gedanken ‚über Bande‘ und ruft somit völlig zu recht zur Teilnahme auf, als Repräsentant eines demokratischen Gremiums.

    • Harald Witte sagt:

      Zur Geschichte, das ging 1933 nur mit Hilfe von SPD und FDP.
      Und nach dem 2.WK bestand die CDU fast ausschließlich aus NS und SS Leuten !

      • Jan Kirmse sagt:

        Damit liefern Sie ja gerade selbst das beste Argument, warum es sehr wohl richtig ist, wenn die AfD „ausgegrenzt“ wird.

      • Wenn ich nicht komplett fehlinformiert bin, sind die Nazis mit ihrem Ermächtigungsgesetz durchgekommen, weil alle anderen Parteien es „unterstützt“ haben (mit Einschüchterungskulisse von SA-Leuten, die hinter ihnen im Saal standen, somit in Anführungsstriche gefasst…). Und allein die SPD hat dagegen gestimmt und ihr Vorsitzender Otto Wels hat sodann die letzte Rede im nominell demokratischen Gremium gehalten. Sehr mutig…
        Und danach gab es kein Halten mehr: Diktatur im Sauseschritt. Diesmal leisten wir den zivilen & friedlichen (!) Widerstand entsprechend früher.

        Demo Freitag, 21.2.2020, ab 17 Uhr, Bürgerhaus Henstedt-Ulzburg

      • Dietmar Bittner sagt:

        Ihr geschichtlicher Beitrag zum Verhalten der SPD im Jahr 1933 ist wohl nur Ihrer
        ungenügenden geschichtlichen Bildung anzulasten, sonst würde man sich so nicht über diese Partei äußern!!!

        Aber Herr Schneider hat ja in seinem Beitrag schon richtigerweise den geschicht-lichen Verlauf bzw. Ablauf in der damaligen Zeitspanne ansatzweise dargestellt.

        Trotzdem rate ich Ihnen sich einmal mit der vorhandenden, vielfältigen Literatur dieser Zeit zu beschäftigen.Falls Sie das nach diesen unqualifizierten Äußerungen überhaupt noch können.

      • G. Willsch sagt:

        Wir, die wir jetzt, hier und heute leben, können den geschichtlichen Zeitgeist der Jahre 1933-1945 nur theoretisch erfassen. Deshalb empfinde ich es als problematisch, entsprechende Vergleiche – egal aus welchem (politischen) Blickwinkel – zu ziehen.
        Das nun diese, uns heute bestimmende Demokratie nur ein Produkt aus den Erfahrungen einer äußerst fragwürdigen politischen Vergangenheit Deutschlands ist, ist m.E. eine Art demokratische Weiterentwicklung, um genau das zu verhindern, was bis 1945 aus einer Demokratie heraus möglich war, und auf erschreckendste Weise umgesetzt wurde.

        Dennoch hätte seinerzeit aus einer linken Position heraus, ebenfalls etwas ähnliches entstehen können. Es hat schlichtweg nur mit der Form und Art der Demokratie zu tun, sowie der Personen, die sich der Möglichkeiten eigennützig bemächtigen, die die jeweilige Demokratieform zulässt.

        Um es auf den Punkt zu bringen: Chaos bringen die Menschen, die intelligent und rücksichtslos machtsüchtig sind.
        Diese gilt es schlichtweg zu entlarven – egal aus welcher politischen Richtung sie Einfluss nehmen.

    • Detlef Kleinelsen sagt:

      Ich befürchte wir stehen schon lange nicht mehr am Anfang. Umso drängender ist Handeln gefragt – von allen die gerne und fest auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen. Es geht ums Eingemachte ! Bis Freitag !
      P.S. Das Lesen von Geschichtsbüchern soll immer mehr in Mode kommen, hab ich mir sagen lassen…

  10. Britta de Camp-Zang sagt:

    Sehr geehrter Herr Witte, sehr geehrter Herr Winckelmann,
    ich war schon wieder einen Tag weiter und nahm an, es sei die Veranstaltung im Bürgerhaus gemeint.
    Nichtsdestotrotz bin ich mir sicher, dass Herr Danielski auch im Ratssaal seine ganz persönliche Meinung äußerte. Sollte er vergessen haben hinzuzufügen, dass es sich um seine private Meinung handelt, so sehen Sie ihm dieses bitte nach!
    Ich verstehe Sie, finde jedoch, dass Sie in diesem Fall ein wenig zu kritisch sind.
    Sie stimmen mir sicher zu, dass es schwerwiegendere Dinge gibt:
    Wie viele, teils rassistischen und faschistischen Äußerungen von AfD-Politikern/-innen musste die nicht AfD-wählende Bevölkerung bereits hinnehmen, die – erst als sich öffentlicher Protest auftat – im Nachhinein von denselben AfD-Politikern/-innen kurzerhand als missverstanden dargestellt wurden?
    Aussagen öffentlich wirksam machen bevor dann geraume Zeit später zurück gerudert wird – hier ist eine kritische Sichtweise angebracht und gerade da sehe ich die Tricksereien.

    Ich bin nicht unverfroren, ich benutze auch keine argumentativen Tricks um hier irgendjemanden vorzuführen. Das sind Unterstellungen, mit denen Sie mich (gewollt?) beleidigen. Da bin ich auch nicht mehr bereit, mich an der hier geführten Diskussionen zu beteiligen. Schade, denn Ich empfand die Beiträge zu anderen Themen, auch „wenn es mal heiß her ging“ bisher immer überwiegend konstruktiv und informativ.
    Einen solchen Diskussionsstil – und das ist auch wieder meine ganz persönliche Meinung – haben AfD-Politiker/-innen „salonfähig“ gemacht. Sie sehen, ich spreche hier ausdrücklich nicht von den AfD-Wähler/-innen.
    Ich habe mich in diesem Forum bisher immer ehrlich, wertschätzend und empathisch gegenüber Schreibenden mit anderer Meinung verhalten, daran werde ich mich auch weiterhin halten und ich erwarte es gleichfalls von den anderen Teilnehmer/-innen.

  11. G. Willsch sagt:

    Naja, dann dürften bei schlechtem Wetter zum Abend hin alle roten Regenschirme in Henstedt-Ulzburg ausverkauft sein. 🙂
    Und wehe, da taucht einer mit einem blauen Regenschirm auf … 😉

  12. Wo bleiben die grünen Regenschirme?

  13. R. Finsterbusch sagt:

    Aus der Geschichte lernen?
    Zum Verhältnis von Historie und Politik in Deutschland nach 1945
    Von Heinrich August Winkler
    Quelle: https://www.zeit.de/2004/14/winkler
    Ein Vortrag, gehalten am 26. März 2004 auf dem Symposium „Vom Nutzen und Nachteil der Historie für die Politik – Geschichte und deutsche Politik nach 1945“ zum 85. Geburtstag von Helmut Schmidt in Hamburg.
    – – –
    Hier nur einmal ein paar Auszüge:

    „Kritische Aneignung der deutschen Geschichte im ganzen statt Verkürzung des historischen Horizonts: Das sollte eine der Folgerungen aus dem Umgang mit der deutschen Geschichte nach 1945 sein“.
    – – –
    „Das Dritte Reich droht zu einem unerklärlichen Mythos zu werden, wenn über den Weg in die nationalsozialistische Diktatur kaum noch etwas gewusst wird“.
    – – –
    „Ohne einen Minimalkonsens in Sachen der eigenen Geschichte könnte eine Demokratie gar nicht bestehen“.
    – – –
    „Wir sind durch die Geschichte nicht determiniert, wohl aber durch sie geprägt. Ohne Kenntnis der fortwirkenden Vergangenheit bleibt die Gegenwart ein Buch mit sieben Siegeln. Aus der Geschichte lässt sich keine politische Nutzanwendung von Fall zu Fall ableiten, wohl aber Orientierung gewinnen.“

  14. Tina Jordan sagt:

    Nicht hier aufregen -sondern:Geht doch alle zur Gegendemo am Freitag!

  15. Britta de Camp-Zang sagt:

    Obwohl die AfD soeben ihre heutige Veranstaltung im Bürgerhaus Henstedt-Ulzburg abgesagt hat – aufgrund der zu erwartenden massiven Gegenproteste und mit einer sehr leicht durchschaubaren Begründung – wird es eine FRIEDLICHE DEMO GEGEN RECHTS in Henstedt-Ulzburg, heute um 17 Uhr vor dem Bürgerhaus geben!
    Lasst uns gemeinsam in einer Schweigeminute der schrecklichen Geschehnisse in Hanau gedenken!

  16. G. Willsch sagt:

    Wie ich eben hörte, hat die AfD die Veranstaltung im Bürgerhaus für heute Abend abgesagt.

    Das lässt insbesondere die Anwohner und mit Sicherheit auch die Polizei mächtig aufatmen.

  17. Besser ist es. Aber wir müssen feststellen: Das Ganze hat erhebliche Störwirkungen auf das Gemeindeleben. Muzo hat geschlossen, andere Raummieter sind ausgewichen, Unruhe insgesamt. Soweit es um politische Gruppierungen geht, die nicht mit Bezug zu Henstedt-Ulzburg im Bürgerhaus tun wollen, müssten wir diesen Unruhefaktor mit Blick auf die Benutzungsordnung nochmal reflektieren. Mal schauen, ob die Verwaltung zu einem der nächsten Termine FWA schon was vorschlagen kann, ist leider recht kompliziert, die ganze Materie.

  18. Britta de Camp-Zang sagt:

    Heute, um 17 Uhr, wird es am Bürgerhaus trotz Absage der AfD einen öffentlichen Protest GEGEN RECHTS geben.
    Schweigeminute, evtl. Lichterkette, das Aufstellen von Windlichtern als Ausdruck der Trauer um die Opfer in Hanau – derzeit wird an einem FRIEDLICHEN PROGRAMM gearbeitet.
    Gerade wurde aus dem Rathaus bestätigt: Der große Saal im Bürgerhaus steht den Bürgerinnen und Bürgern für eine anschließende FEIER zur Verfügung!
    Natürlich auch ohne Anwesenheit der AfD soll FLAGGE GEGEN RECHTS gezeigt werden!
    Neben entsprechenden Plakaten bitte windgeschützte Kerzen zum Aufstellen an einem geeigneten Ort, der wegen des Windes unbedingt abseits des Bürgerhauses liegen sollte und uns ganz sicher noch aufgezeigt wird, mitbringen! Danke! Ich hoffe, die Beteiligung bleibt – wie erwartet – riesig!

    • wolfgang sievers sagt:

      An dieser Stelle mein ganz dickes DANKE, meine Hochachtung und Respekt an und für alle die sich engagiert haben!

    • A.Simader sagt:

      Erst Schweigeminute als Ausdruck der Trauer für die Opfer von Hanau – dann Party mit Tanz- passt irgendwie nicht zusammen!?

      • Detlef Kleinelsen sagt:

        Die Demo war ein voller Erfolg – die AFD hatte abgesagt. Das war eine Feier wert und hat vielleicht dazu beigetragen, die Gemeinde in dieser wichtigen Frage zusammen zu halten. Ich hätte mir allerdings gewünscht (und erwartet), daß die einzelnen Vertreter der Parteien, die BM-Kandidaten und, selbstkritisch hinzugefügt, auch wir Bürger nach dem tollen Zusammenhalt draußen uns auch drinnen mehr ausgetauscht hätten. Gelegenheit war ja nun da. Dazu hätte man sich natürlich bewußt verteilen müssen und das Gespräch suchen müssen – und keine Grüppchenbildung z.B. durch die Parteienvertreter im Bürgerhaus machen sollen. Das fand ich allerdings schade und eine verpasste Chance. Vielleicht sollte wir uns das mal als Anregung nehmen, auch ohne vorherige Demo im Bürgerhaus zu treffen um bewußt Ausstausch in politischen Themen zu pflegen – gerne auch mit gemischten Teilnehmern aller Parteien in Henstedt-Ulzburg. Koordiniert durch die Bürgermeisterin / Bürgermeister ?

    • Detlef Kleinelsen sagt:

      AFD und tschüss nun also auch in Hamburg. Die Räume werden enger für die AFD, konnte man auch gerade im Fernsehen feststellen…😉

  19. Rolf Michelsen sagt:

    Gut, daß es hier möglich war sich gegen eine Partei, also die AfD, deutlich zu artikulieren.
    Doch so eine Demo ist für mich nur wie eine Bekämpfung von Synthomen, aber nicht gegen die Ursache. Wer daran teilnimmt macht es nicht im Auftrag einer Partei sondern als mündiger Wähler. Welches Amt oder Ehrenamt man hat spielt hier keine Rolle.
    Politiker dürfen sich auch frei und öffentlich äußern, damit der Wähler weiß wie ggf. seine Partei oder die anderen demokratischen Parteien darüber denken.
    Kernpunkt ist zweifelsfrei, daß sich die Anhänger der AfD stark vermehr haben. Neuerdings äußerte sich „der große Friedrich (Merz)“: er würde die Anzahl der AfD-Wähler halbieren können. Nur wie, sagt er nicht. Vorsätze sind gut, aber man muss sich auch umsetzen und durchsetzen können. Kluge Sprüche helfen nicht dabei und sind nichts als Wahlkampf um ggf.einen Posten zu bekommen, egal in welcher Funktion. Schlaue Reden kommen nicht an.
    Im Dieselskandal hielt sich die „Partei-Prominenz“ dezent zurück. Warum wohl ?
    Es ist in unserem Demokratie- und Rechtsstaat bisher nicht möglich gewesen die AfD zu verbieten. Sie sitzen in einigen Gremien, vornämlich in den neuen Bundesländern.
    Wer in den neuen Bundesländern unterwegs war sieht fernab der Touristenorte weniger Bewohner, verfallene Häuser – ein Gefühl „abgehängt“.
    Unzufriedene Bürger wählen Protestparteien. Wir hier hatten mal die „Piraten“ im Landtag – zwischenzeitlich verschwunden. Umweltbewußtsein fing an als die Grünen mit Turnschuh, Jeans oder Strickzeug, revolvierendem Mandat in das Bundesparlament einzogen. Welch ein Wunder, danach entdeckten Politiker die „grüne Seele“ der Wähler. Das revolvierende Mandat ist abgeschafft und der Top-Mann wurde später zum bestgekleidesten Politiker gewählt.
    Nun ja, so ein Job in Berlin bedeutet ja auch mtl. ca. € 10.800,00 – mit steigender Zahl der „Empfänger“. Das Thema Reduzierung wird erfolgreich verschoben.
    Unzufriedene Wähler, Populisten und geschickte Agitatoren ermöglichten die Entwicklung 1918 bis 1933. Populisten gibt es heute in anderen Ländern, wie ich finde zu erfolgreich.
    Der alte Preuße „Friedrich der Große“ hat mal verkündet: dem Volk aufs Maul schauen.
    Wer da nicht am Volk bleibt, den kann eine böse Überraschung treffen.
    Das bedeutete hier auch im Ort mehr Parteien und die CDU verlor Direktmandate.

    • Solche Links sind ohnehin mit Vorsicht zu „genießen“;
      was wollen Sie mit diesem kruden Verschwörungstheoretiker
      + verfolgten Paranoiker bei Menschen mit gesundem Menschenverstand
      provozieren?

    • C. Ipsen sagt:

      1. hat diese Seite kein Impressum.
      2. ist sie eindeutig rechtsradikal.
      Was hat dieser Link also bei einem Artikel zum Thema AfD verloren?
      Die AfD will sich doch von soetwas abgrenzen – oder?

    • Ingo Ranz sagt:

      Herr Miotik,

      das ist nicht ihr Ernst, dass sie den „Artikel“ nochmal verlinken?

      Das ist ganz schön frech!

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