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Bauer stellt kurz vorm Ruhestand neuen Wirtschaftsförderer ein und sagt: Wir sind mit Waldemar Link im Gespräch | Henstedt-Ulzburger

Bauer stellt kurz vorm Ruhestand neuen Wirtschaftsförderer ein und sagt: Wir sind mit Waldemar Link im Gespräch

Wirtschaftsförderer Sebastian Döll

Wirtschaftsförderer Sebastian Döll

Geht da doch noch was mit ‚Waldemar Link‘? Mit der Hamburger Medizintechnikfirma, die nach Henstedt-Ulzburg kommen wollte, aber der die Gemeinde kein Grundstück anbieten konnte? Bürgermeister Stefan Bauer sagte heute den HU-Nachrichten: „Wir stehen mit der Firma Link im Gespräch.“ Bauer verriet die News am Vormittag, biss sich ansonsten in Sachen Link aber auf die Zunge. Mehr werde er dazu nicht sagen, erklärte der Verwaltungschef, während er einen Mann präsentierte, den er frisch eingestellt hat und der an vorderster Front mithelfen könnte, den Deal einzutüten. Sebastian Döll (37) heißt der Experte, der ab sofort für die gemeindliche Wirtschaftsförderung zuständig ist. Döll, studierter Volkswirt, war in den vergangenen acht Jahren in Diensten der Hamburger Handelskammer. Welche Kriterien sind ihm wichtig bei Unternehmensansiedlungen? Döll nennt gegenüber den HU-Nachrichten drei Dinge: Die Höhe der Gewerbesteuer, welche die Firma voraussichtlich in die Gemeindekasse zahlt, die Anzahl der Arbeitsplätze, die entstehen und die Anzahl der Ausbildungsplätze, die geschaffen werden.

Die HU-Nachrichten sagen: das klingt doch schon mal nach summa cum laude, doch was treibt jemanden von der Hansestadt in die Vorortprovinz? Warum hat sich Döll als Wirtschaftsförderer in Henstedt-Ulzburg beworben? „Das hängt damit zusammen, dass es mein Wohnort ist“, lautet die überraschende Antwort. Er sei mit seiner Familie vor anderthalb Jahren in die Großgemeinde gezogen. Döll: „Ich möchte, dass es der Wirtschaft gut geht und damit der Gemeinde gut geht.“

Für Bauer war die Einstellung des neuen Wirtschaftsförderers übrigens eine seiner letzten wichtigen Amtshandlungen. Schon Anfang März will er sein Büro räumen und seinen aufgesparten Resturlaub nehmen. Erst im Mai ist er dann noch mal da – zwecks Amtsübergabe und Verabschiedung. Die soll am 28. Mai im großen Rahmen stattfinden – wo genau, steht noch nicht fest.

cm

20. Februar 2020

2 Kommentare zu "Bauer stellt kurz vorm Ruhestand neuen Wirtschaftsförderer ein und sagt: Wir sind mit Waldemar Link im Gespräch"

  1. Denart sagt:

    Ein guter Zug Herr Bauer!
    Leider kommt so eine Position Jahre zu spät.
    Wie gut hätte sich HU Als Wirtschaftsstandort etablieren können mit einer vorausschauenden und fachkundigen Unterstützung. Statt Diversifizierung mit interessanter Technologie wie jetzt Waldemar Link hätte man den Ort bedeutend interessanter machen kann für Arbeitnehmer die vielleicht auch zurückkehren möchten in ihrer Heimat. Ein großer Logistiker wird leider nie die anspruchsvollen Rahmenbedingungen bieten können.
    Technologie Unternehmen sind internationalisiert und wesentlich facettenreicher !
    Das ist leider sträflich vernachlässigt worden.

    Ihnen Herr Döll wünsche euch ein glückliches und erfolgreiches Händchen für die Ansiedlung interessante Unternehmen in unserem Ort.

  2. Rolf Michelsen sagt:

    Die Quote für Industriebetriebe in S-H liegt aktuell nur bei 15 %. Das soll lt. Landesregierung noch deutlich mehr werden. Den Industrie bringt viel Gewerbesteuer und bietet qualifizierte Jobs. Garantiert mehr als Logistik. Die Arbeitsplätze in der Logistik sind übrigens bundesweit dank Automatisierung und Technikfortschritt gesunken. Mehr hier Industrieunternehmen, auch Mittelstandesbetriebe – damit vermeidet man auch Pendlerströme.
    Die offiziele Quote der Industrie hier im Ort kenne ich nicht……optisch gesehen….huch wo denn da unten ?
    Doch wo ist dafür Platz – wenn es schon Probleme in Sachen Fa. Link gibt und ein Gartenfachbetrieb mit Tradition den Ort verlässt ?
    Wo ist denn Platz für Zukunftstechnologie hier im Ort ?
    Immer nur Reihenhäuser verkaufen wir geschnitten Brot und damit mehr Individualverkehr ist nicht nach vorne gerichtet in die Zukunft sondern Gedankengut von gestern.
    Ein Mitglied im Landesparlament erhält mtl. aktuell ca. € 8.600,00 Diäten. Da kann man doch was erwarten……..an neuen Ideen. Davon müssen hier ca. 7 Rentner oder Niedriglohnarbeitnehmer leben……

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