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Bauamt genehmigt eingemauerte Terrassen auf den Pinnauwiesen – die aber wohl nie Wirklichkeit werden | Henstedt-Ulzburger

Bauamt genehmigt eingemauerte Terrassen auf den Pinnauwiesen – die aber wohl nie Wirklichkeit werden

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Der Lärmschutzwall ist auf der Skizze zu erkennen, er führt an der Hamburger Straße lang, knickt dann ab und führt dann noch ein Stück am Wanderweg entlang. Auf den Wall, so der abgelehnte Antrag,  sollte verzichtet werden, stattdessen sollten die ersten Häuser Terrassenwände bekommen

Ganz schön lang und hoch – Die Verwaltung hat den Bau von den vielleicht massivsten Terrassenwänden Henstedt-Ulzburgs genehmigt – für geplante Doppelhäuser auf den Pinnauwiesen. Doch trotz Genehmigung – die angedachten eingemauerten Terrassen werden wohl nie Wirklichkeit werden. Das kam jetzt im jüngsten Bauausschuss raus.

Was war passiert? Kurt Göttsch hatte die vier Meter langen und 2,30 Meter hohen Terrassenmauern in einem Verwaltungspapier entdeckt, wollte wissen, was es damit auf sich habe.

Die erstaunliche Erklärung von Bauamtsleiter Jörn Mohr: Die hohen Mauern sollten einen  Lärmschutzwall an der Hamburger Straße ersetzen. Der Fachmann: „Der Antragsteller wollte, dass auf den Lärmschutzwall verzichtet wird.“ Stattdessen sollten nun die hohen Terrassenmauern die Bewohner vor Verkehrslärm schützen. Den Antrag auf Weglassen des Lärmschutzwalls habe die Gemeinde zwar abgelehnt, die Terrassenmauern aber gleichwohl genehmigt, erklärte Mohr. Klar dürfte mit der Ablehnung allerdings sein: Die eingemauerten Terrassen sind nun überflüssig, werden  deswegen nicht gebaut werden.

Die HU-Nachrichten sagen: Man muss nicht jeden Irrsinn verstehen, in jedem Fall zeigt der Vorgang, dass es hinter den Kulissen offenbar Bewegung gibt, die erlaubte reduzierte Bebauung der Pinnauwiesen umzusetzen.

Zur Erinnerung: CDU und FDP hatten die Pinnauwiesen 2007 zu Bauland gemacht  die Flächen waren dadurch über Nacht Millionen wert geworden. 2015 hatten dann die Bürger Henstedt-Ulzburgs mittels Bürgerentscheid durchgesetzt, dass nur maximal ein gutes Drittel der Grünfläche bebaut werden darf. Noch etwas später war schließlich festgelegt worden, was für Wohnhäuser auf dem Areal hingestellt werden dürfen – die Ortspolitiker hatten sich auf Reihen- und Doppelhäuser verständigt – und auf einen Lärmschutzwall, der die Bewohner des zukünftigen Wohngebietes vor dem LKW- und PKW-Lärm der Hamburger Straße schützt.

Dass der auch wirklich kommt, darauf wollen Kommunalpolitiker wie Kurt Göttsch achten. Seine Ansage: „Wenn da irgendeiner einzieht, bevor der Lärmschutzwall erstellt ist, wird es Krach geben.“

cm

28. Januar 2020

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