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Angst vor Mehrverkehr auf dem Rhen – Kommunalpolitiker verweigern Zustimmung zum Kreuzungsumbau für Wagenhuber – Göttsch: Müssen Versprechen einhalten | Henstedt-Ulzburger
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Angst vor Mehrverkehr auf dem Rhen – Kommunalpolitiker verweigern Zustimmung zum Kreuzungsumbau für Wagenhuber – Göttsch: Müssen Versprechen einhalten

Kreuzung Norderstedter Straße /Schleswig-Hostein-Str.

Kreuzung Norderstedter Straße /Schleswig-Hostein-Str.

Dicke Überraschung im Ratssaal. Die Ortspolitiker haben in der vergangenen Woche einem Umbau der Kreuzung Norderstedter Straße/Schleswig-Holstein Straße zur Realisierung der Wagenhuber-Siedlung die Zustimmung verweigert. Aus Angst, dass dann noch mehr Kraftverkehr durch den südlichen Ortsteil geschleust wird. „Alles, was zu einer zusätzlichen Belastung Rhens führt, ist mit uns nicht zu machen“, sagte SPD-Fraktionschef Horst Ostwald. Und weiter: „Wir wollen durch Wagenhuber keinen Mehrverkehr auf den Rhen.“ Kräftiges Kopfschütteln auch bei Kurt Göttsch von den Grünen. Er in der Bauausschuss-Sitzung: „Wir wollen den Verkehr aus dem Rhen herausholen, durch so eine Lösung kriegen wir mehr Verkehr in den Rhen rein.“ Göttsch später dann zu den Henstedt-Ulzburger-Nachrichten: „Mit einem Ausbau der Kreuzung können wir unser Versprechen gegenüber den Rhenern nicht einhalten, dass wir den Durchgangsverkehr raushalten wollen. Mit uns wird es deswegen keine Abbiegespuren an der Kreuzung geben.“

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Kein Ausbau der Kreuzung Norderstedter Str./Schleswig-Holstein-Str. damit nicht noch mehr Austos dort durchflutschen können findet etwa Kurt Göttsch. Stattdessen soll der Verkehr über Hamburger Str. und Kiefernweg fahren. Die Route soll aber zunächst ertüchtigt werden

Die HU-Nachrichten hatten im April von den Ratshausanstrengungen berichtet, die Kreuzung Norderstedter Straße/Schleswig-Holstein Straße auszubauen, um den Bau der Großwohnsiedlung Wagenhuber möglich zu machen – nachdem die Gemeinde mit der Winke-Winke-Lösung Schiffbruch erlitten hatte. Vergangene Woche meldete Ortsplaner Duda nun Vollzug, erklärte: „Wir bekommen das D hin, wenn wir die Schleswig-Holstein-Straße doppelspurig ausbauen und Abbiegespuren einrichten.“ Mit D meinte Duda die Verkehrsqualität der Kreuzung, die derzeit beim schlechtesten Wert F liegt. Doch Zurückweisung des Ausbauantrags auch von Jens Iversen (BFB) und Folker Brocks (CDU). Beide lehnten einen alleinigen Umbau der Kreuzung ab und warnten vor einer „Insellösung“ bzw. vor „Flickschusterei“: Hundert Meter weiter befinde sich mit dem Knotenpunkt Ulzburger Straße/Schleswig-Holstein-Straße schon die nächste Problemkreuzung, ein Gesamtkonzept müsse erst einmal her, so die beiden Politiker in ähnlichen Wortbeiträgen. Brocks: „Wir brauchen eine Gesamtmaßnahme von A-Z.“

Gegenwind also von vielen Seiten zum Antrag des Bürgermeisters dem Knotenpunkt zusätzliche Abbiegespuren zu verpassen. Bauers Kreuzungs-Ausbauplan wurde deswegen nicht zugestimmt, sondern nur zur Kenntnis genommen.

Verabredet wurde stattdessen, dass der Verwaltungschef sich mit der Nachbarkommune über eine Ertüchtigung der Schleswig-Holstein Straße sowie der Hamburger Straße, die auf Norderstedter Gebiet Ulzburger Straße heißt,  austauschen soll. „Gegenstand des Abstimmungsgesprächs soll der Abschnitt zwischen den Knotenpunkten Schleswig-Holstein-Straße/Oststraße und Hamburger Straße/Schleswig-Holstein-Straße/Kothla-Järve-Straße unter Einbeziehung der Hamburger Straße/Ulzburger Straße (L326) bis zum Kiefernweg sein“, heißt es im Beschluss. Die Idee: Der Durchgangsverkehr soll nicht durch Rhen hindurch über die Norderstedter Straße, sondern ‚außenrum‘ geführt werden.

Fazit: Bleibt die Mehrheit der Politiker hart und verweigert einen Ausbau der Kreuzung, könnte sich die Wagenhuber-Bebauung einstweilen erledigt haben. Davon geht  etwa CDU-Gemeinderat Andre Martin aus. Er sagte: „Die Verknüpfung mit einem Gesamtkonzept ist unglücklich, dann sehen wir in den nächsten fünf Jahren keine Bebauung auf dem Wagenhuber-Gelände.“

Ortsplaner Volker Duda ist noch pessimistischer, rechnet mit deutlich mehr als fünf Jahren. Seine Prognose: „Ich werde den Umbau der Kothla-Järve -Kreuzung in meiner beruflichen Praxis nicht mehr erleben.“ Dem Vernehmen nach muss der Ortsplaner noch gut 15 Jahre bis zum Renteneintritt arbeiten.

Christian Meeder

27. Juni 2019

23 Kommentare zu "Angst vor Mehrverkehr auf dem Rhen – Kommunalpolitiker verweigern Zustimmung zum Kreuzungsumbau für Wagenhuber – Göttsch: Müssen Versprechen einhalten"

  1. H. Sazmann sagt:

    Der Knoten hat vom Rhen kommend keine Abbiegerspuren. In der Grünzeit kommen heute offenbar nicht genug Kfz über die Kreuzung. Da geradeaus nur der Linienverkehr durchfahren darf und es einen größeren Anteil Links- wie Rechtsabbieger gibt, wird man durch eine ausreichend lange zweite Spur das Problem schon lösen können, weil deutlich mehr Kfz in der gesetzten Grünzeit durch den Knotenpunkt kommen und damit die rechnerische Überlastung („F“) behoben wird.

    Den nächsten Knoten muss ich mir ansehen, wenn ich A befürchte, dass dort das nächste Nadelöhr entsteht oder B durch eine Kapazitätsausweitung an dieser Stelle die Verkehrsnachfrage auf der Norderstedter Str. Rhen -> Norderstedt in der Spitzenstunde so weit sinkt, dass der Bau der Abbiegerspur überflüssig wird. Sonst nicht.

  2. Guten Morgen,
    was ich immer schon mal sagen wollte: Die Beiträge in der Printausgabe von Ann-Kristin Fromme, gestern im Briefkasten ( Natur erleben in HU) sind KLASSE !! Weiter so!

  3. Peter Borchert sagt:

    Mein Dank an die Gemeindevertreter, die sich von der Vernunft leiten lassen, der Empfehlung der Verkehrsplaner des Verkehrsstrukturplanes zu folgen und den Durchgangsverkehr um den Ortsteil Rhen (Norderstedter Str.) über den Kiefernweg, die Hamburger Str./Ulzburger Str. und Schleswig-Holstein Str. abzuleiten.
    Die Planer des Verkehrsstrukturplanes haben bei ihren Vorschlägen ohnehin mehr eine ganzheitliche städtebauliche Betrachtungsweise aufgezeigt, die insbesondere auch die verkehrliche Belastung und mögliche Entlastung der Norderstedter Str. mit Grundschule, Gemeinde-Kita, Kirchen-Kita und Kirche und die Wohngebiete berücksichtigt. Die Verkehrsuntersuchung für die Wagenhuber-Bebauung zielt primär lediglich auf die Verkehrsabwicklung für das neue Baugebiet ab. Das ist mir im Rahmen der derzeitigen Grundsatzdiskussion über die Verkehrswende in Verbindung mit dem C0²-Klimawandel zu wenig.
    Dieses geplante, in hohem Maß verdichtete Baugebiet am äußersten Siedlungsrand gelegen, dem Verkehrslärm und -abgasen insbesondere des Schwerverkehrs auf der Schleswig-Holstein Str. ausgeliefert und ohne einen adäquaten AKN-Anschluss dürfte auch nicht den umfänglichen Zielen des künftigen IGEK entsprechen.
    Im Verkehrsstrukturplan ist auch der Vorschlag der verkehrlichen Ertüchtigung der Einmündung Kiefernweg/Hamburgerstraße und des Knotens Ulzburger Str./Schleswig-Holstein-Str./ Kohtla-Järve-Str. in Verbindung mit der Entlastung des Rhen enthalten.

    • Jens Kressin sagt:

      Hallo Hr. Borchert,
      das Argument des angeblich fehlenden adäquaten AKN Anschlusses kan ich niht nachvollziehen.
      Ich gehe von der Wagenhuber Kreuzung bis AKN Haslohfurt ca 12 Minuten,und ich bin fast 70, das finde ich durchaus angemessen.
      Und , wenn ihr Argument zu befolgen wäre, hätte man alle Siedlungsgebiete zwischen „Rhener Kehre“, „Heidelweg“ und „An der Alsterquelle“ gar nicht bebauen dürfen, oder ?

  4. Tolle Idee für die Rhener den Verkehr abzuleiten. Frage ist nur ob die Entscheider wissen was sich so morgens zwischen ca. 7 – 8 h im Südteil von H-U abspielt. Das gilt auch nachmittags ab ca. 15 h in umgekehrter Verkehrsflut.
    Besonders bei schlechtem Wetter. Da staut es sich dann auf der Hamburger Straße morgens im Bereich ab SHELL-Tankstelle beginnend und dichter werdend ab Ampel Kiefernweg.
    Da die Abbiegespur zur S-H-Straße zu wenig Staufläche links bildet kommt es dann auch zu längeren Wartezeiten für Rechtsabbieger dort oder geradeaus.
    Ortskundige biegen dann schon mal ab SHELL-Tankstelle links ab oder spätestens ab Ampel Kiefernweg um dann später rechts abzubiegen in die Norderstedter Straße.
    Ganz Schlaue biegen anschließend dann ab trotz der Holperschwellen „An der Alsterquelle“ und fahren dann über die Wilstedter Straße Richtung Tangstedt / Wilstedt / Kreuzung Ost-Straße weiter.
    Das liegt u.a. nicht nur an den Durch- und Auspendlern sondern auch an den immer zahlreicher werdenden LKW-Zügen, nicht nur von der hier steigenden Flut in Zukunft der Orts-Logistiker und deren Zulieferer. Denn auch aus Kaki-Süd – dem Gewerbegebiet – kommt viel Durchgangsverkehr.
    Nachmittags staut es sich ab ca. 14.30 h beginnend aus Richtung Süden auf der Hamburger Straße in der Mitte von Ulzburg-Süd.
    Und Ulzburger ? Die Hamburger Straße wird auch immer mehr frequentiert von LKW-Zügen und Aus- und Durchpendler. Kürzlich bei einer Unfallsituation auf der A 7 wurde die Verkehrsflut stärker und einige Bogen dann links ab Richtung Alveslohe und damit wohl auch eine Anzahl über die Usedomer Straße. Aber das Thema war hier ja schon mal….
    Der Schleichweg Kirchweg ist bei akuter Lage eine gern genutzt Umgehung der Hamburger Straße. Die neuen Wohnungen im Bereich Lühmann-Park werden ihr übrigens demnächst tun.
    Die innerörtliche Verdichtung spürbar in Ulzburg fördert ja auch die Verkehrsmengen.
    Sind die Ulzburger, die mit der Verkehrsflut auf der Hamburger Straße weniger „wertvoll“ als die Rhener ? Was tut man denn für die dortigen Anwohner, die auch mehr werden ?
    Die Leier ÖPNV und Rad macht es auch nicht besser auf den Fuß- und Radwegen. Und der ÖPNV wird auch jährlich teurer.
    Norderstedt hat nun insgesamt 3 Verkehrsachsen in Nord-Süd-Richtung – die neue Variante ab Bereich “ Am Umspannwerk“ entlastet sichtbar die Ulzburger Straße. Allerdings wird dort demnächst viel gebaut wo jetzt noch gründe Flächen sind. Ach ja, da sind auch gleich große Kreisel für LKW-Züge entstanden – sollten sich unsere „Experten“ mal ansehen, wie groß man soetwas bauen sollte – und das Thema hier in Henstedt leiste und endgültig beerdigen – zu Lasten der Investoren und Baumfällerfreunden an der besagten Kreuzung.
    Und was tut unsere Gemeinde an NEUEN Straßen – außer in Wohngebieten mit EH, DH und ETW ?

  5. Es kam parteiübergreifend die Erkenntnis auf, das man nicht wieder nur rund um ein Baugebiet planen sollte, sondern ein ganzheitliches Konzept braucht. Und deshalb wurde der Bürgermeister beauftragt, den kompletten Abschnitt Betonwerk bis Kreuzung Oststraße mit Norderstedt zu bereden. Den Verkehr nach Henstedt-Ulzburg hinein wird das kaum reduzieren, aber dann wenigstens steuerbar machen, wenn die Nachbarn mitziehen.
    —-
    Die Bereitschaft, für die Bürger im Ganzen zu arbeiten, statt nur einen Bauherrn glücklich zu machen, steigt erkennbar. Bislang wurde die WHU für solche Zielsetzungen immer als Verhinderer oder gar Zerstörer hingestellt.
    —-
    Schön, das wir mit dem Ziel, unser aller Lebensqualität zu schützen, so langsam durchdringen.

    • Dirk Meissner sagt:

      Ich bin bestimmt kein Investoren Vertreter aber hätte man das nicht auch vorher klären können? Ist doch hirnrissig, zuerst den ganzen Aufwand, mit B-Plan, vorstellen der Bebauung, Bürgerbeteiligung, wiederholte Präsentation der Änderungen und dann… wer soll das denn noch ernst nehmen? Was ist denn das für eine Planung… dann hätte Wagenhuber auch einen Windpark drauß machen können…. oder ne Shisha Bar….

      • ….zumindest ist ja die Pumpstation auf dem Rhen – mit Hinblicke auf das Baugebiet Wagenhuber – für viel Geld neu gestaltet worden, für einen Bedarf, der in den nächsten 15 Jahren oder länger dort nicht zu erwarten ist.
        Die Taktik erst mal handeln und dann erst (nach-)denken und evtl. klären ist ja hier sehr verbreitet.
        Dies Taktik des voreiligen Handelns ist ja nicht neu…….kostet ja nur Steuergelder…..

        • Bernd Utecht sagt:

          So werden Fakenews verbreitet

        • @Rolf Michelsen „Die Taktik erst mal handeln und dann erst (nach-)denken und evtl. klären ist ja hier sehr verbreitet.“ q.e.d.

          Klaus-Peter Eberhard
          Fraktionsvorsitzender FDP H-U

        • Bernd Utecht sagt:

          Ein Beweis dafür, dass man nicht zu allen Themen Kompetenz besitzt, man sollte manchmal lieber schweigen, weil Schweigen Gold ist. Wurde schon oft angeregt, aber leider nicht immer beachtet..

    • Jens Kressin sagt:

      Hallo Hr, Schneider,
      den 1 Absatz kann ich ja nioch verstehen , aber im 2.Absatz : was soll diese Polemik.::statt nur einen Bauherren glücklich machen“??
      Dieses Baugrundstück , wie immer das beplant wäre, würde m.E. eigentlich ihre „Zielsetzngen“ gut efüllen, denn
      – keine Innenverdichtung
      – in Randlage, ohne erkennbar mehr Verkehr in Richtung HU Zentrum zu leiten
      – bereits ein oberflächenversiegeltes Grundstück, also keine zusätzliche „Vernichtung“
      von Grünflächen für Neubauten .
      „Die Bereitschaft,für Bürger im Ganzen zu arbeiten“: die hätten Sie bzw. die WHU schon seit langem gehabt, denn sie hatten ja komfortable Mehrheiten. Die Ableitung des Verkehrs von der Nordersteder Strasse zum Kiefernweg hätten Sie schon lange in Angriff nehmen können. Z.B. durch eine Begrenzug der Norderstedter auf 7,5 T. ! Dann würden weder die Wentzel noch die Müller Kieslaster da durchdonnern. Von allein kommen diese Unternehmen ja nicht auf den Gedanken, und die jeweiligen LKW Fahrer schon garnicht,denen geht das völli am A..vorbei. Zudem hätten harte regulierende Massnahmen zur Ableitung ganz sicher viel UNMUT bei den Henstedtern Bürgern hervorgerufen, denn die gehören sicher zu den Hauptnutzern der Norderstedter Strasse. Aber davor schreckt eben auch die WHU zurück; und ,notabene, die GRÜNEN von Hr.Göttsch auch ; für die gilt das hier gesagte ebenso.
      Ich wüde in der Bebauung schon eine gute Möglichkeit sehen, Wohnraum zu schaffen.
      Das jetzt über eine Verkehrsproblem zu verhindern, das mit dem Baugebiet an soichnichts zu tun hat, halte ich für bigott. Sie haben dazu eine andere Meinung,ok.
      Aber für mich bleibt diese Partei ( un die daraus abgespaltenen GRÜNEN) weiterhin eine „Verhinderer“ Partei, und keine „Ermöglicher“ ( engl: enabler)

      • Die Gemeinde kann auf den Straßen leider nicht schalten & walten, wie es genehm ist. Einfach 7,5t vorschreiben wäre ja eine tolle Lösung dafür, sämtliche LKW direkt auf die Autobahn zu verweisen, aber übergeordnete Stellen reden da auch noch ein gewichtiges Wörtchen mit.

      • K. Honerlah sagt:

        Hallo Herr Kressin, gesucht und gefunden. Die WHU hat bereits im Mai 2013 den Antrag auf Prüfung gestellt, ob der Schwerlastverkehr (ab 3,5 Tonnen) aus der Norderstedter Straße heraus gehalten werden kann. Antwort der Verkehrsbehörde, nein, geht nicht. Auch darüber kann sich Politik nicht hinwegsetzen. Wir können jetzt ein neues Lärmgutachten beantragen (Achtung, Gutachten!) und prüfen lassen, ob sich die Gesundheitsgefährdung der Anwohner seitdem noch erhöht hat und die Verkehrsbehörde nun anders entscheiden würden.
        Damals wie heute würden wir eine derartige Regelung begrüßen und würden dies auch bei Unmutsäusserungen anderer nicht unterlassen.

        • Jens Kressin sagt:

          Guten Tag Fr. Honerlah,
          wenn das so ist, dann geht der Punkt an Sie.

        • Jens Daberkow sagt:

          Prüfanträge stellen und ein Nein bzw ein geht nicht.
          Für mich sollte die Antwort eigentlich heißen wie es funktioniert damit man endlich einmal weiter kommt.
          Gerade der Rhen mit seinen vielen sozialen Einrichtungen braucht viel weniger Autoverkehr.
          Darum liegt es näher die Durchfahrt baulich so unatraktiv zu machen das es einfach keinen Spaß macht den Rhen als Abkürzung zu nutzen. Das würde allen zu Gute kommen die dort zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind.
          Denn es fehlen auch gute und sichere Radwege bzw Radfahrstreifen und so kommt es wie es kommen muss.Radfahrer fahren falsch oder zu schnell auf dem GEH/Radweg(der die min.Anforderung nicht erfüllt um Radweg sein zu dürfen). Fußgänger beschweren sich immer öfter, da mit der Elektrifizierung der Fahrräder auch immer mehr Radfahrer schneller unterwegs sind. Einbau von Querungshilfen aber auch Berliner Kissen in dem Tempo 30 Bereich könnten da hilfreich sein.Es sollte also geprüft werden wie es machbar ist und nicht warum es nicht machbar ist.

          • Christian Schäfer sagt:

            Hallo Herr Daberkow,

            die Norderstedter Straße ist eine Sammelstraße und wird diese Funktion auch behalten müssen. Daher gelten auf dieser Straße auch Einschränkungen, was Temporeduzierungen und LKW Durchfahrtsverbote angeht. Dagegen können wir als Kommune rein gar nichts machen, das ist Bundesrecht, das gilt z.B. auch für die von Ihnen geforderten Berliner Kissen, die dürfen dort nicht hin.
            Über alles andere lässt sich natürlich reden, das andere hingegen zu fordern ist unredlich, weil rechtlich nicht machbar. Das haben wir inzwischen, unter anderem auf die WHU Anfrage hin, mehrfach schriftlich. Außerdem gibt es auf dem Rhen auch nennenswerten Quell- und Zielverkehr und der muss vernünftig abfließen können.
            Querungshilfen z.B. oder eine Radwegverbreiterung hingegen sind möglich und sinnvoll.
            Bleibt also vor allem, den Verkehr um den Rhen herumzuleiten und genau das ist jetzt (endlich) Mehrheitsmeinung.
            Und davon ab: Unattraktiver als z.B. die Wilstedter Straße jetzt ist, kann man eine Straße gar nicht gestalten, das hält aber trotzdem viele nicht davon ab, sie als Abkürzung zu benutzen. Doch hier ist hoffentlich bald Land in Sicht.

            Grüße

      • A.Simader sagt:

        Hallo Herr Kressin,
        Politik ist der Versuch, das Mögliche zu realisieren. Leider ist das nicht immer so einfach, wie Sie sich das vorstellen.
        Sie können sicher davon ausgehen, daß die Bereitschaft, für Bürger im Ganzen zu arbeiten, bei den meisten Freizeitpolitikern vorhanden ist. Nur darf man nicht die Wünsche bzw. Maßnahmen von hinten aufzäumen und dann später feststellen, daß voreilige Entscheidungen zur Katastrophe führen.
        Das gilt auch fürs Bauen. Erst muß eine vernünftige Infrastruktur geschaffen werden ( und das in Absprache mit der übergeordneten Kreisbehörde und den Nachbargemeinden), die Einwände der Nachbarn in Bezug auf Lärm- und Umweltbeeinflussung müssen berücksichtigt werden usw.
        Und mehr Bewohner erzeugen auch mehr Verkehr.
        Das alles hat nichts mit einer Wählergemeinschaft „der Verhinderer“ zu tun.
        Meine Empfehlung: Bevor Sie solche Anschuldigungen niederschreiben Gehirn einschalten!

        • Jens Kressin sagt:

          Schön, dass Sie die Bereitschaft der Freizeitpolitiker , für alle Bürger zu arbeiten, den meisten dieser Politiker attestieren. Das sehe ich auch so und ich habe da auch großen Respekt vor, das gilt für alle.
          Aber das Statement von Hr. Schneider klingt eben anders!Nämlich so, als ob bisher nur die WHU diese Zielsetzung gehabt habe ..“Die Bereitschaft, für die Bürger im Ganzen zu arbeiten, statt nur einen Bauherrn glücklich zu machen, steigt erkennbar. Bislang wurde die WHU für solche Zielsetzungen immer als Verhinderer oder gar Zerstörer hingestellt.“…
          Und das finde ich einfach frech, deshalb auch die Frage an ihn, was dieses Polemik soll.
          Was meine Einschätzung dieser Partei betrifft, da erlaube ich mir tatsächlich, eine eigene Meinung zu haben. Dass das Ihrer Meinung nach nur dann der Fall sei kann, wenn man “ ..sein Gehirm nicht einschaltet“, nun ja, auch Sie haben das Recht auf eine eigene Meinung; aber das sagt doch aus, dass Sie keinen Respekt vor der Meinung anderer haben.

          • „…deshalb auch die Frage an ihn…“

            Na, ich wollte doch lobend hervorheben, das es auch manchmal in die richtige Richtung geht. Kirchweg Ecke Lindenstraße ist nun leider wieder ein Gegenbeispiel oder auch, die Linde abzusägen nur um wenige Wohnungen mehr unterzubringen. Zudem obliegt es eines jeden Fantasie, sich den Schuh anzuziehen. Und ja: Auch das ist nur eine Meinung. Wie überhaupt alles hier 😉

  6. Kurt Göttsch sagt:

    @ Herr Kressin, ich bin immer überrascht, wie einzelne Bürger unsere angebliche Haltung zur Verkehrsproblematik „Rhen“ kennen oder bewerten. Ich lade Sie gerne ein, mit mir und unseren Fachleuten , die Themen Verkehr auf dem Rhen zu erörtern. Wo können wir uns trefffen. Senden Sie gerne eine PN , ich würde mich dabei natürlich auch für Ihre Vorschläge interessieren. ,

    kurt. goettsch@gruene-hu.de

  7. K. Honerlah sagt:

    Eine städtebaulich vernünftige Nutzung des Wagenhuber-Geländes begleitet die WHU durchaus positiv. Und das seit Jahren; nicht jedoch die zunächst geplanten Hochhausbauten am Rande des Ortes, von denen unsere Ortsplanung nicht einmal sagen konnte, welche Verkehre hierdurch erzeugt würden. Der Verkehr eines Baugebietes muss auch auf die Straßen abfließen können. Hier sieht der Landesbetrieb Straßenverkehr bei der derzeitigen Planung ein Problem, nachdem nun ermittelt wurde, wie viele Fahrzeugbewegungen durch die geplanten Wohneinheiten erfolgen werden. Das hat folglich sehr wohl mit der Wohnbebauung zu tun.
    Über diese Einwände können wir uns nicht einfach hinwegsetzen, das hieße to enable chaos. Jetzt muss nach Lösungen zusammen mit Norderstedt gesucht werden.

  8. Ja, man kommt aus dem Staunen nicht heraus…..
    Da wird Wagenhuber geplant, ohne die Verkehrsfrage vorher mit der Landesbehörde mal zu klären. Zahlreiche Sitzungen der Gremien – und nun erst einmal „Stillstand“ – lt Herrn Duda wohl für so ca. 15 Jahre bis zu Pensionierung. Tagungzeit reine Zeitverschwenung.
    Der Kreisel „bei den Linden“ kann nicht so groß gebaut werden (sofern die Kirche hier nicht ein Teil ihres Grundstückes dafür freigibt), so daß auch Gelenkbusse und LKW-Züge hier passieren können. Das versschweigen die tapfer Kämpfer der Stau-und Baupartei. Die Thematik wurde lange diskutiert mit dem „Kreisel-Papst“ aus Ahrensburg (der in seiner Heimat nur einen Kreisel im Wohngebiet vorzuweisen hat). Der Verkehr dort fließt jeweils wechselnd schwerpunktmässig in Nord-Süd-Richtung bzw. umgekehr. Die Ost-West-Verkehrsflut hält sich im Rahmen des Bedarf der Anwohner, zumal dort Einzelhandel nur minimal vorkommt, erst am Kreisel Dorfstraße / Norderstedter Straße.
    Für Geradeausverkehr bedarf es keinen Kreisverkehr, auch nicht für den geringen Querverkehr. Für die Fußgänge und Radler ist eine Druckknopfampel vor Ort, die selten genutzt wird. Stau in Ost-West-Richtung – nie gesehen mehr als 2 – 3 Fahrzeuge.
    Schon vor längerer Zeit ist dort das Thema „Ampel“ wochenlang Thema gewesen und begraben worden, nur wird eine uralte Sache – zum Profit des Investor wieder hervorgeholt.
    Sie es 2 oder 3 Wohnungen wert mehr zu bauen, wenn die Linden gefällt werden ? Was haben die Anwohner davon und was der Investor bzw. die Spendenkassen der Parteien ?
    Zwei oder 3 Wohungen mehr lösen hier nicht den Bedarf an Wohnungen entscheidend. Da gibt es neben Wagenhuber schon andere Idee, halbfertig und in keiner Weise im Planungs- oder Entwicklungsstadium. Die Wahrscheinlichkeit ist bei der Bauwut zahlriecher Politiker ist hier durchaus gegeben.
    Vor einiger Zeit kam das Thema auf dem Tisch hinter der Feuerwache auch Wohnbauten zu errichten – mit Vorschlag der SPD eine Zufahrtsstraße über noch landwirtschaftliche Flächen zu erstellen und an die Norderstedter Straße anzubinden. Also noch weiter mehr Fahrzeuge in Zukunft.
    Man gegreift auch der letzte Politiker, nicht nur nach neuem Stand lt. IGEK, daß die Infrastrukutr incl. Rad- und Fußwege ausgebaut werden muss samt Straßen ?
    Das Thema „Grüne Gemeinde“ – nicht nur Fridays for Future – ist im Kern eine Sorge der Bürger, die gewachsen ist.
    An die Herren der CDU, FDP, BfB und SPD. Geben Sie mal – endlich – Antwort auf die Frage, warum in den letzten Jahren hier weder das Thema Rad- und Fußweg auf die Tagesordnung und der NEUBAU von Straßen (mit Ausnahme Anwohnerstraßen wegen Neubauten wie z.B. Usdomer Straße ) auf die Tagesordnung kam.
    Jede Partei, die hier nicht den Mut zu den Fehlern der Vergangenheit gerade zu stehen und entsprechend zu handeln, die denkt und agiert nicht im Sinne der Bürger sondern von Investoren. Beweisen Sie mir gerne – darüber würde ich mich freuen – durch Beweise das Gegenteil. Oder wollen Sie weiterhin in und mit Ihrer Lieblingstätigkeit bei Neubauprojekten – nicht nur wegen Wagenhuger – den Ja-Arm zu heben fortfahren. Danke im voraus.
    Bedenken Sie dabei – so meine Empfehlung – den Wandel der Stimmen der Wähler weg von den sogenannten Volkspartien, die von Ihnen nicht geliebt wurden, evtl. nur als Mehrheitsbeschaffer.

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