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AKN-Express-Zug-Konzept da | Henstedt-Ulzburger
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AKN-Express-Zug-Konzept da

Neumünster Hauptbahnhof - eine AKN neben einem ICE

Neumünster Hauptbahnhof – eine AKN neben einem ICE

Mit der Bummelbahn in die Innenstadt fahren – das ist kein Naturgesetz. „Schneller in Neumünster als in Hamburg – die AKN liebäugelt mit Expresszügen“, schlagzeilten die Henstedt-Ulzburger Nachrichten vor knapp einem Jahr. Jetzt hat die Regionalbahn einen weiteren Schritt zu mehr Tempo gemacht – und die Eilzug-Idee tatsächlich zu Papier gebracht. AkN-Sprecherin Christiane Lage-Kress vergangene Woche zu den HU-Nachrichten: „Das Konzept sieht Expressverbindungen und eine Taktverdichtung vor.“ Und zwar auf der Strecke, die der AKN verbleibt, wenn in ein paar Jahren, wie von der Landesregierung gewollt, die S-Bahn die heutige AKN-Linie A1 zwischen Kaltenkirchen und Eidelstedt  übernimmt. Die neue AKN-Hauptlinie wäre dann eine durchgehende Verbindung zwischen Neumünster und Norderstedt. Auf dieser Linie würden dann zwei Arten von Zügen rollen. Einmal eine AKN, die an jedem Bahnhof hält und einmal ein Eilzug, der nur an großen Orten hält. Das jetzt vorliegende  Expresszug-Konzept nennt folgende Stationen: Neumünster, Bad Bramstedt, Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg, Ulzburg-Süd, Quickborner Straße und Norderstedt Mitte.

Und auch die exakte Fahrzeitersparnis liegt nun vor. Wer sich in Ulzburg-Süd in die AKN setzt, kann in 43 Minuten in Neumünster aussteigen, aktuell sind es 52. Minuten. Die Zahlen zeigen auch: Kommt das Expresszug-Modell, ist man zukünftig schneller in der Schwalestadt als in Hamburg. Denn dort bleibt es auch mit der S-Bahn beim Bummelverkehr. Wenn die künftige S-Bahn aus Henstedt-Ulzburg im Hamburger Hauptbahnhof ankommt, wird sie an 19 Bahnhöfen gehalten haben. Das sind genauso viele Haltestellen wie beim Status Quo.
Zwar fällt der Umsteigevorgang in Eidelstedt weg, hinzukommt aber die Unsicherheit, ob die Bahn überhaupt den Bahnhof Ulzburg erreicht. Bei Verspätungen könnte das „vorzeitige Kehren der S21 in Ulzburg-Süd“ nötig sein, um den S-Bahn-Betrieb in Hamburg nicht zu destabilisieren, hatte die Landesregierung im Oktober verkündet. Und Verspätungen könnten vermehrt auftreten, weil ein Streckenstück zwischen Ellerau und Tanneneck eingleisig bleiben soll. Dort stehen Wohnhäuser unmittelbar an der Bahntrasse.

Die HU-Nachrichten hatten über die S-Bahn-Merkwürdigkeiten im Oktober berichtet. Wichtig zu wissen: Die AKN nennt einen einstelligen Millionenbetrag als Investitionssumme für das Expresszug-Modell, unter anderem müsste zwischen Bad Bramstedt und Neumünster eine Kreuzungsstelle gebaut werden. Die Umwandlung der AKN 1 Linie zur S-Bahn soll hingegen rund 100 Millionen kosten. Die HU-Nachrichten denken: Welche Fahrzeitersparnis zwischen Henstedt-Ulzburg und Hamburg wäre möglich, wenn man das Geld in die Verwirklichung eines Express-Zugs-Modells auch auf der heutigen Linie A1 stecken würde. AKN-Sprecherin Lage-Kress betont immerhin, dass ein Eilzug-Modell unabhängig von den SBahn-Plänen umgesetzt werden könnte. Denn noch ist weiterhin nicht abschließend geklärt, ob die S-Bahn-Pläne tatsächlich umgesetzt werden.

Ob nur zwischen Norderstedt und Neumünster, oder vielleicht ja doch auch zwischen Kaltenkirchen und Eidelstedt – im aktuellen Express-Zug-Konzept der AKN steckt in jedem Falle jede Menge Komfort für die Fahrgäste drin. Wer arbeiten oder sich unterhalten lassen will, für den soll kostenloses W-LAN in der Bahn zur Verfügung stehen, wer ein menschliches Bedürfnis hat, der soll im Zug eine Toilette vorfinden. Und wer das nötige Kleingeld mitbringt, für den soll es sogar einen Erste-Klasse-Bereich geben.

Christian Meeder

3. Februar 2019

20 Kommentare zu "AKN-Express-Zug-Konzept da"

  1. Stephan Holowaty sagt:

    Ich bin immer wieder fasziniert, wie konsequent die HU Nachrichten längst widerlegte Behauptungen systematisch wiederholt.
    .
    (1) Es gibt auch im heutigen S-Bahn-Betrieb in HH standardmässige Planungen für Streckenverkürzungen im Fall von (großen) Betriebsbehinderungen. Das ist nichts besonderes für die S21.
    .
    (2) Hamburg hat jahrelang darauf bestanden, dass ein S-Bahn-Betrieb nur bei zweigleisiger Verkehrsführung stattfinden kann. Eine von S-H geforderte Überprüfung hat letztes Jahr ergeben, dass dies schlicht nicht stimmt. Stattdessen wird ein „Puffer“ in Quickborn bei Fahrten nach Norden eingebaut (3 Minuten), so wie dies heute schon bei der AKN üblich ist. Damit wird auch die Wirtschaftlichkeit deutlich erhöht.
    .
    Siehe dazu auch hier: https://wimikiel.com/2018/10/10/schleswig-holstein-und-hamburg-bringen-s-21-mit-eingleisigem-teilstueck-bei-ellerau-auf-den-weg/
    .
    Unabhängig von der S-Bahn-Planung ist das AKN-Expresszugkonzept eine attraktive Ergänzung des Regioverkehrs in der Achse Hamburg – Neumünster.

    • …..nun ja, in dem Artikel steht ja auch, daß ein evtl. Umkehren in H-U-Süd erforderlich sein könnte……dann mit Wartezeit, bis die nächste A 1 gen Norden nach H-U fährt und weiter nach Kaki.
      Und dafür dann € 100 Mio für eine nicht 100 %-prozentige Lösung…..

      • Stephan Holowaty sagt:

        Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Siehe meinen Punkt (1).

        • ….Tja, typisch Politiker ! Der von Ihnen genannte Zusatz 1) steht aber nicht in der von Ihnen genannten Quelle.Ihr Pkt. 1) ist nach meinem Wissen nirgendwo anders propagiert und bekanntgegeben worden. Oder wann wo ?
          Die Politik verspricht viel und hält wenig. Beispiel IT in den Schulen. Das gibt es Chancen Geld aus Berlin zu bekommen – abgelehnt von den Ländern. Ihre „Brandrede“ in Kiel dazu habe ich „genossen“….positive Verbesserung aber nicht in Sicht. Nicht Worte zählen, nur Taten werte Politiker…..an den werdet Ihr gemessen, nicht an der Anzahl der Fotos und Worte in den Medien. Oder warum gibt es immer mehr Protestwähler ?
          Gestritten wird dann über Mitbestimmung aus Berlin nach Grundgesetz. Und was haben die Schüler und Ausbildungsbetriebe davon ? Nichts !!!!
          Das Land S-H und insbesondere HU haben dafür kein Geld mangels Steuereinnahmen. Mit Logistik und Zweigniederlassungen erzielt man nicht genügend Einnahmen. Hier reicht es nicht mal für den Ausbau der infrastruktu, egal ob Umgehungsstraße, Rad- oder Fußwege.

          Ansonsten ist es doch egal, wo man umsteigen muss, warten darf auf den Anschlußzug – Bahnsteig H-U Süd ist genau so zugig wie Eidelstedt.
          Nur da gibt es unten wenigstens Kaffee und Zeitung – in H-U Süd nichts.
          Da schlägt sich dann so mancher schon mal in die Büsche ääääh hinter den Container——eben dörflich……mit einer Bevölkerung in Höhe einer Stadt, wo ein erster Stadtrat dem Bgm. über die Schulter schaut….was hier nicht so erwünscht war / ist. Das Gehalt dafür ist niedriger als hier die Gutachterkosten.

        • Noch ein kleiner Zusatz für Herrn Holowaty: die S-Bahn wird nicht von Hamburg oder S-H betrieben sondern von der DB (Abkürzung für Deutsche Bundesbahn offiziell – Spötter übersetzen das mit Deutsche Bummelbahn).
          Die steht für 70 % Pünktlichkeit, marodes Schienennetz, techn. Problemen mit und in den Zügen, teils mit Ausfällen. Das Leben ist „vollenZügen“ habe ich Mitte Januar genossen und auch Mitte August 2018. Es reichte mir. Da stehe ich dann lieber im Stau mit Autoradio, Thermoskanne und Keksen, Schokolade und einer netten Mitfahrerin.
          Die DB wird für min 15 weitere Jahre die S-Bahn betreiben. Die S 21 – welch ein Traum……bei dem Background.

      • H. Sazmann sagt:

        „…..nun ja, in dem Artikel steht ja auch, daß ein evtl. Umkehren in H-U-Süd erforderlich sein könnte……“

        Wie Hr. Holowaty sagt: absolut übliche Vorgehensweise, Züge auf Strecken mit dichter Taktung bei größeren Störungen vorzeitig wenden zu lassen.

        „dann mit Wartezeit, bis die nächste A 1 gen Norden nach H-U fährt und weiter nach Kaki.“

        Ulzburg Süd – Ulzburg sind bspw. im AKN-Konzept ganztägig (!) 7 Züge/Stunde vorgesehen. Im Schnitt alle 9 Minuten ein Zug. Vorzeitig wenden würde nur ein richtig verspäteter S-Bahn-Zug – gehen Sie davon aus, dass in der Regel 3-4 Minuten danach schon der nächste Zug nach Ulzburg fährt.

  2. Ich finde es auch schon heute toll, daß man mit der AKN – werktags um ca. 08.30 h – bis zum Hauptbahnhof durchfahren kann mit geänderter Streckenführung über Langenfelde.
    Warum das nicht häufiger möglich ist weiß ich nicht.
    Zumindest gibt es nach Auskunft bei der AKN keine entsprechende Gegenzug-Möglichkeit.
    Die besondere Variante könnte mit einer Fahrzeug von ca. 45 MInuten von H-U bis Hauptbahnhof sehr interessant und attraktiv sein und Verkehr von den Straßen abziehen auf den Nord-Süd-Achsen.
    Nicht jeder Fahrgast muss unbedingt die Streckenführung über Eidelstedt nehmen.
    Bei der S 21 sind längere Bahnsteige erforderlich, ein Höhenunterschied besteht bei den Triebwagen zwischen AKN und S-Bahn, was für viele Nutzer durchaus ein Problem ist.
    Fahrzeiteinsparung Kaki – Eidelstedt per S 21 – ca 3 Minuten – für € 100 Mio……?????
    Und Verspätungen bei der S-Bahn sind ja durchaus nicht überraschend in Eidelstedt.

    • H. Sazmann sagt:

      Die beiden Durchläufer der AKN zum Hauptbahnhof haben keine geänderte Streckenführung, sie nehmen ab Eidelstedt die selbe Strecke. Der erste Zug hält jedoch in der Tat nicht in Stellingen und Langenfelde.
      Hintergrund:
      Durch die entfallenden Halte ist der Zug etwa 1 Minute früher an der Holstenstraße und kommt damit rechnerisch in die Lücke vor der Linie S11 auf der gemeinsam von S11, S21, S31 und zweimal täglich A1 genutzten Strecke Holstenstraße – Hauptbahnhof (Verbindungsbahn).

      Die S11 fährt nur im Berufsverkehr bis etwa 9 Uhr. Deshalb kann der spätere Hauptbahnhof-Durchläufer überall halten, er erreicht die Verbindungsbahn erst nach Betriebsschluss der S11.

      In der Praxis reicht die Minute Abstand kaum aus, weil es keinen Puffer mehr gibt und auch die AKN gern zu spät kommt.

      „Zumindest gibt es nach Auskunft bei der AKN keine entsprechende Gegenzug-Möglichkeit.“

      Die AKN-Durchläufer fahren ab Hauptbahnhof leer weiter zum nächsten Kehrgleis und nach einigen Minuten leer wieder zurück nach Eidelstedt.

      “ Die besondere Variante könnte mit einer Fahrzeug von ca. 45 MInuten von H-U bis Hauptbahnhof sehr interessant und attraktiv sein und Verkehr von den Straßen abziehen auf den Nord-Süd-Achsen.“

      Die heute bestehenden beiden Durchläufer haben sowohl Streckenführung als auch Fahrzeit der S21.

      • „Die AKN-Durchläufer fahren ab Hauptbahnhof leer weiter zum nächsten Kehrgleis und nach einigen Minuten leer wieder zurück nach Eidelstedt.“
        ——-
        Dabei verstehe ich nicht, warum man hier keine Passagierfahrt anbietet.
        Selbst wenn es mangels Nachfrage oder Zeit nicht für Zwischenhalte reicht:
        Eine „Expressfahrt HBF-Kaki“ könnte man doch draus machen. Besser 10 Passagiere als ganz leer den Treibstoff verdieseln. Wird sicherlich einen Grund haben, er offenbart sich nur nicht so einfach.

        • H. Sazmann sagt:

          „Wird sicherlich einen Grund haben, er offenbart sich nur nicht so einfach.“

          Die AKN fährt nicht vom Hauptbahnhof non-stop durch bis Kaltenkirchen zurück. Der Zug kommt vom Hauptbahnhof leer in Eidelstedt an. Dort setzt die AKN zurück ins Kehrgleis, lässt die S21 vor und fährt anschließend wieder raus.

          Hintergrund ist die Trassenbelegung auf der Verbindungsbahn:
          Die AKN muss in Eidelstedt 1-2 Minuten nach der S21 fahren. Zwischen Hbf. und Holstenstraße ist der Slot direkt hinter der S21 bereits mit der S31 belegt. Die AKN könnte also ab Hbf erst hinter der S31 fahren, 4-5 Minuten nach der S21. Dadurch ist sie in Eidelstedt 2-3 Minuten zu spät. In der Folge würde sie auf der eingleisigen Strecke Eidelstedt-Eidelstedt Zentrum den AKN-Zug nach Hamburg blockieren, der genau in der Zeit im einglelsigen Abschnitt fährt.

          • Vielen Dank 🙂

            • H. Sazmann sagt:

              Bittesehr.
              Vielleicht noch zum Hintergrund, warum es früher mit den AKN-Durchfahrten abends vom Hbf funktioniert hat:

              Der Bereich Eidelstedt-Eidelstedt Zentrum wurde aus mir nicht bekannten Gründen 2006 eingleisig (!) neu gebaut. Ab einem 20-Minuten-Takt der AKN würde aber bei einem sauberen Fahrplan genau dort die Zugkreuzung stattfinden. Die AKN löst das Problem so, dass der Zug nach Kaltenkirchen in Eidelstedt 4 Minuten früher abfährt, als bei einem symmetrischen Fahrplan nötig. Diese 4 Minuten steht sie in Quickborn und wartet. (Grund: wiederum ein eingleisiger Abschnitt.)

              Die 4 Minuten frühere Abfahrt passt, wie oben geschrieben, nicht zur Durchfahrt ab Hbf, weil der dazu passende Slot auf der Strecke Hbf-Holstenstraße bereits mit der S31 belegt ist.

              Im 40-Minuten-Takt (spätabends und am Sonntag) gibt es keine Zugkreuzung vor Eidelstedt, deshalb muss die AKN nicht die 4 Minuten in Eidelstedt früher abfahren. Zu dieser Abfahrtszeit in Eidelstedt passend gibt es einen freien Slot ab Hbf.

              Früher fuhr die AKN abends ab 20.30 Uhr im 40-Minuten-Takt – das war also kein Problem mit den Durchfahrten ab Hbf, die um 20.25 Uhr (ab Hbf) begannen.

              Die S21 hätte übrigens das gleiche Problem. Deshalb ist ein Teil der S-Bahn-Planung der zweigleisige Ausbau Eidelstedt-Eidelstedt Zentrum, damit es dort keinen Konflikt mehr gibt. Diese Baumaßnahme ist Teil der 100 Mio. € Gesamtkosten. Die Summe umfasst auch mehrere – teure – Maßnahmen, die man so oder so bräuchte, um den Betrieb auf der Strecke zu optimieren.

  3. Hauptsache umsteigefrei. Eine höhere Taktfrequenz hilft ebenfalls, vom Auto abzulassen.
    Wenn ein paar Minuten gespart werden, umso besser.
    Ob S-Bahn, U-Bahn oder AKN dürfte dem Pendler eher egal sein.
    Schön wäre, wenn die AKN bei der weiteren Beschaffung von LINT-Fahrzeugen die Coradia iLint Wasserstofffahrzeugen nehmen würde. Sind allerdings brachial teuer. Niedersachsen hat die nun im Betrieb zwischen Bremervörde & Cuxhaven: 14 Bahnen, wo allein die Zuschüsse (!) von Land & Bund knapp 90 Mio. € betragen. Für Niedersachsen wohl auch verkappte Industriepolitik, da die Züge in Salzgitter gebaut werden. Aber der Anfang ist gemacht.
    (Quelle: ADAC Motorwelt 02/2019 S.64f.)

    • H. Sazmann sagt:

      „Schön wäre, wenn die AKN bei der weiteren Beschaffung von LINT-Fahrzeugen die Coradia iLint Wasserstofffahrzeugen nehmen würde.“

      Will sie laut ihrem eigenen Konzept.

      „Sind allerdings brachial teuer.“

      Mit dem aktuellen Wasserstoff-Zuschlag könnte man tatsächlich die Strecke mit goldenen Oberleitungsmasten elektrifizieren

  4. G. O. Klemm sagt:

    Nur ein Hinweis für alle Interessierten:
    Am Dienstag den 05. Februar findet in Ellerau im Bürgerhaus, Hojerweg 2 um 20:00 Uhr eine Info- und Diskussionsveranstaltung zum Thema S 21 -Elektrifizierung der AKN statt. Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich.
    Diese Veranstaltung wird am Donnerstag den 07. Februar in Bönningstedt im Restaurant Montenegro, Rügenberger Straße 50 wiederholt.

  5. H. Sazmann sagt:

    Das Betriebskonzept der AKN für diese Variante im Bereich H-U:

    – Die A1 Kaltenkirchen-Eidelstedt wird durch die S21 ersetzt.
    – An allen Wochentagen (inkl. Sonntags) AKN-Züge alle 20 Minuten von Norderstedt Mitte über Ulzburg Süd und Henstedt-Ulzburg bis Kaltenkirchen. Stündlich umsteigefrei weiter bis Neumünster.
    – Zusammen mit der S21 (ebenfalls alle 20 Minuten) ergibt das ganztägig 6 Fahrten/Stunde von Ulzburg und Ulzburg Süd nach Hamburg. Aus Henstedt-Ulzburg ginge es wahlweise mit einem einzigen Umstieg (via AKN+U1, in Norderstedt) oder umsteigefrei (via S21) nach Hamburg. Auf beiden Wegen entfällt je ein Umstieg gegenüber heute.
    – Die Expresslinie Norderstedt-Neumünster soll Mo-Fr von 6 bis 20 Uhr fahren.
    – 10-Minuten-Takt zwischen Norderstedt Mitte und Ulzburg Süd von Montag bis Samstag durchgehend von 6-20 Uhr.
    – 20-Minuten-Takt auf der heutigen A2 in den Tagesrandstunden und am Sonntag (heute: 40-Minuten-Takt)

    Die AKN würde 6 weitere Züge für dieses Konzept beschaffen müssen. Die bestehenden Fahrzeuge sollen mit 1. Klasse, WLAN und Klo nachgerüstet werden.

  6. …..wann die S 21 in Betrieb gehen kann nach sicherlich zu erwartenden gerichtlichen Klärungen kann wohl heute noch niemand genau sagen.
    Aber der tägliche Verkehr auf unseren Straßen dank Ein-, Durch- und Auspendlern wächst dank Wachstum nicht nur in H-U.
    Wer im Berufsverkehr morgens und nachmittags auf der S-H-Straße fährt weil ihm die A 1 nichts nützt sondern eher die A 2 und U 1 – der wünscht sich mit Hinblick auf die S-Bahn in HH-Ohlsdorf (City-Nord) durchaus eine bessere Verbindung.
    Auch nach einem Kulturbesuch am Wochenende mit Zugtakt 40 Minuten hat man keine Lust per U 1 / A 2 zurückzufahren und fährt dann nachmittags schon mal mit dem Auto Richtung Hamburg-Winterhude etc.
    Die Verbesserung im ÖPNV mit Ausbau des Parkplatz Meeschensee sollte eine Überlegung wert sein hier schon früher, also bereits vor S 21 was attraktiver zu gestalten.

    • H. Sazmann sagt:

      „Wer im Berufsverkehr morgens und nachmittags auf der S-H-Straße fährt weil ihm die A 1 nichts nützt sondern eher die A 2 und U 1 – der wünscht sich mit Hinblick auf die S-Bahn in HH-Ohlsdorf (City-Nord) durchaus eine bessere Verbindung.“

      Im Berufsverkehr fährt die Bahn schon alle 10 Minuten. Mit Inbetriebnahme der U5 wird die Verbindung in die südliche City Nord auch aus H-U deutlich besser.

      „Auch nach einem Kulturbesuch am Wochenende mit Zugtakt 40 Minuten hat man keine Lust per U 1 / A 2 zurückzufahren und fährt dann nachmittags schon mal mit dem Auto Richtung Hamburg-Winterhude etc.“

      Am Sonnabend ist schon bis 23 Uhr 20-Minuten-Takt, am Sonntag käme er spätestens mit der S21.

      „Die Verbesserung im ÖPNV mit Ausbau des Parkplatz Meeschensee sollte eine Überlegung wert sein hier schon früher, also bereits vor S 21 was attraktiver zu gestalten.“

      Sie kennen meine Meinung: Meeschensee ist haaresträubend, da wurde/wird ein Wald primär wegen einer Tarifgrenze zu einem Parkplatz versiegelt. Verbesserungen im ÖPNV sind auch vor der S21 möglich – und angesichts der sich abzeichenden Verzögerungen durch die streitlustige Bürgerinitiative angebracht. Das sind für mich aber insbesondere Verbesserungen im Gemeinde-Verantwortungsbereich:

      1. Umfeld der Bahnhöfe und Haltestellen auf Vordermann bringen: nötige Rad-Abstellanlagen bauen, Mehrkapazität dabei einplanen, defekte Teile sofort austauschen, Eindruck von Verantwortungslosigkeit und Verwahrlosung (dauer-schrottige Wartehäuschen) verhindern.
      2. Haltestellen neu einrichten: Endlich bei VHH/SVG anfragen, ob zusätzliche Bus-Haltestellen eingerichtet werden können, wo heute große Abstände zwischen zwei Stops bestehen. Beispiel: Wilstedter Straße, Höhe Immbarg.
      3. Busnetz nach 25 Jahren überplanen und Takt heutigen Bedürfnissen und der viel größeren potentiellen Nachfrage (mehr Einwohner, mehr ÖPNV-Kunden) anpassen.

      • ….mal zu Punkt 3 – Busnetz überplanen. Hier im Ort läuft das so wie vor Jahrzehnten. Wer hat denn hier im Ort mal Änderungen angestoßen – konnte über geführte Gespräche und Verbeserungen berichten ? Von Henstedt oder Henstedt-Rhen zur A 1 / A 2 ist zwar per Rad möglich, aber wenig attraktiv. Oder müssen alle Arbeitnehmer und auch Rentner jetzt auf das Rad, zu allen Tageszeiten und Jahreszeiten sowie Wetterlage ? Einkäufe per Rucksack und Getränk a la ADFC aus dem Wasserhahn ? Thema Götzberg fehlt in Ihrer Belobigung des ÖPNV. Da „hängt“ momentan ja OT Henstedt mit den Senioren-Wohnanlagen drin.
        Da tut sich nichts außer neues Baugebiet neben dem Friedhof. Anschluß an die örtliche Klinik: da tut sich nichts. ÖPNV aus Henstedt zur Klinik funktioniert im ÖPNV werktags so: mit dem Bus bis H-U, dann bis zum Rhen und ggf. zu Fuß am Markplatz. Sonntags/feiertags bitte nicht – da ist Henstedt ohne ÖPNV. Da ist es sinnlos CDU, SPD und FDP darauf anzusprechen. Schade für Reha-Teilnehmer und Besucher. Daher sind da Parkplätze knapp und Durgangsverkehr für die Bewohner der Wilstedter Straße nervig mit dem Ver- und Entsorgungsverkehr.
        WC in einem der größten Umsteigestationen in der Region: Ulzburg-Süd. Fehlanzeige. Nur Kompetenz- und Zuständigkeits-Gerangel bzw. jammern wegen Geldmitteln.
        Sichere Abstellplätze für Räder (in Sachen Diebstahl oder Beschädigung) wie in Norderstedt und m.E. hier nie auf einer Tagesordnung oder in einem Etatplan.
        Ein E-Bike kann man hier nur gesichert tagsüber am Bahnhof lassen…..Die Radwege teilweise mehr als nur sanierungsbedürftig. Die Hamburger Straße ist alles andere als komfortabel für Radfahrer und Fußgänger (mit Rollator, Selbstfahrer, Kinderwagen).
        Ihre Einschätzung der Erweiterung der Parkplaltzes Meeschensee als „haarsträubend“ zu bezeichnen hieße den gewählten Politiker in Norderstedt und H-U Fehler zu unterstellen, was seitens der Forstbehörde nicht als Fehler gesehen wurde. Ihren Protest bei Entscheidung „Meeschensee“ hate ich dabei wohl überlesen….??? Ansonsten: Fahrgeld sparen ist legitim und rechnet sich durchaus, der nicht nur Nutzer aus H-U den Platz nutzen.
        Ansonsten: in Spitzenzeiten fährt die U-Bahn alle 5 Minuten und meist 10 Minuten …..wir jubeln schon bei 20 Minuten.
        Expresslinien so schnell wie möglich zur Entlastung – und nicht verschieben bis zu dem Tag X in 20 Jahren, wenn die S 21 fertig ist.
        Alleine die Verbindung der S-H-Straße bis zur A 7 Quickborn brauchte 25 Jahre.
        Ein Hochlied auf unsere Bürokratie und Geschwindigkeit in den warmen Amtsstuben mit Oberamtsräten…..und das eigene Auto, wo man warm, trocken sitzt und wartet…..auf grün.
        Es nützt uns absolut nichts wenn hier ewig Sonntagsreden gehalten werden über Dinge, die es noch nicht gibt. Gehandelt werden muss zügig und nicht nach dem Schema: in XX – Jahren, ja dann (ist die Situation noch viel schlimmer geworden.
        Wer ein Auto hat gewöhnt sich schnell an die Komfortklasse – und ärgert sich im Stau an den Ampeln oder die Anwohner in den Schleichwegen Kirchweg oder auch Usedomerer Straße etc.
        Ich wiederhole nochmals: nicht Worte zählen – nur Taten (frei nach Cäsar).

        • H. Sazmann sagt:

          Von Landesseite wird die Verbindung nach H-U weiter ausgebaut:

          – die S21 bringt Ihnen fünf Minuten kürzere Fahrzeit und die direkte Durchfahrt in die Hamburger Innenstadt im dichten Takt
          – das AKN-Expresskonzept lässt einen 10-Minuten-Takt Kaltenkirchen-Norderstedt den ganzen Tag bis 20 Uhr abends erwarten, dazu schnellere Züge nach Neumünster und schließlich
          – wird die in Hamburg neu geplante U5 an der Sengelmannstraße direkt mit der U1 verknüpft, wie schon die U1 mit der U3 an der Kellinghusenstraße. Sie haben direkten Übergang am gleichen Bahnsteig. Das reduziert die Fahrzeit von H-U in die südliche City Nord, in viele Teile Winterhudes, von Barmbek-Süd, der Uhlenhorst über St. Georg bis zum Hauptbahnhof enorm. Rechnen Sie mit 10 bis teilweise 20 Minuten schnellerer Fahrt. Im Berufsverkehr wird der ÖPNV zu vielen weiteren Zielen konkurrenzlos schnell sein: beispielsweise von Meeschensee bis direkt vor Kampnagel in Winterhude nur 39 Minuten. Oder bis direkt vor’s AK St. Georg in 44 Minuten.

          Das ändert natürlich nix, wenn man in H-U kaum zum Bahnhof kommt. Und die Dorfpolitik dann auch noch für 7.000 Euro Steuergelder je Pendler Parkplätze in den Wald roden lässt, die damit auch noch direkt neben der AKN-Strecke (10-Minuten-Takt, freie Sitzplätze) über die verstopfte Hamburger Straße zum Meeschensee rollen sollen. Weil das Ticket ab Meeschensee 25 Euro billiger ist pro Monat. Ineffizienter kann man Steuern kaum ausgeben.

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