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Bauer kündigt Gutachten wegen Ruhestörungen durch Schützengilde an | Henstedt-Ulzburger
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Bauer kündigt Gutachten wegen Ruhestörungen durch Schützengilde an

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Bewilligten Subventionen für die Schützen – der Sport- und Kulturausschuss

Das wurde auch Zeit. Bürgermeister Bauer hat angekündigt, dem Krach des Schützenvereins auf den Grund gehen zu wollen. Ein Lärmgutachten sei beauftragt, los gehe es, wenn die Bäume entlaubt sind, sagte Bauer in der vergangenen Woche im Kultur- und Sportausschuss.

Wie berichtet hatte der Schießkrach zuletzt mehrfach für Unmut in der Bevölkerung gesorgt – der Lärm habe deutlich zugenommen, hieß es etwa im Juni bei einer IGEK-Ortsteilbeteiligung in Henstedt. Gegenüber den HU-Nachrichten hatte daraufhin der zweite Vorsitzende der Schützengilde abgewiegelt und erklärt, es sei nicht lauter als früher. Dabei ballert auf dem Schützengilde-Gelände seit einiger Zeit auch noch ein zweiter Verein auf Zielscheiben – die Großkaliber Gemeinschaft Gadeland.

Ganz interessant: die Schützen sorgen für kräftig Ärger in der Nachbarschaft – der Bürgermeister hat z.B. Lärm-Protestnoten von über 100 Anwohnern in seiner Schublade – die Bürgerinnen und Bürger dürfen den Lärm mit ihren Steuergeldern aber auch noch mitfinanzieren. 6.900 Euro spendierten die Ortspolitiker am Dienstag vergangene Woche für die Sanierung von „Pistolenständen“ der Schützengilde. 10 der 11 Abgeordneten stimmten dafür.

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5. Dezember 2018

11 Kommentare zu "Bauer kündigt Gutachten wegen Ruhestörungen durch Schützengilde an"

  1. Harald Witte sagt:

    Mensch, endlich mal wieder ein Gutachten

    • Hans Bergmann sagt:

      Na klar, ein Gutachten! Unser Bürgermeister regiert (wenn man das denn so nennen will) nicht nach Gutsherrenart sondern holt sich Rat ein von Leuten, die das Problem umfassend erkennen und lösen können. Und das sind nun mal Gutachter.
      Und genau so hangelt man sich aus der Haftung.
      Man stelle sich nur vor, der Bgm. entscheidet auf Einstellung des Schießbetriebes. Dann ist sofort das Geschrei groß und man wirft ihm Willkürlichkeit vor.
      Die Politik hat erkennbar das gleiche Problem. Es reicht der allseits zitierte „gesunde Menschenverstand“ heutzutage nicht mehr, heute wird nach Fakten regiert und die werden nun mal produziert durch Fachleute.
      Beispiel aus dem täglichen Leben: Versuchen Sie einmal, einen Baum auf dem Grundstück einer Wohnungseigentümergemeinschaft zu entfernen! Einfach mit Mehrheitsbeschluss umhauen, das geht nicht. Die Fällung eines Baumes ist nämlich eine „bauliche Veränderung“, die Allstimmigkeit braucht. Sie sind der Meinung, der Baum sei krank? Gut, dann kann gefällt werden, aber ihre persönliche Meinung hilft da nix. Was Sie brauchen ist: einen Gutachter!
      Das ist jetzt nur ein Beispiel, aber die Problematik des „sich aus der Haftung Ziehens“ begleitet uns durch das tägliche Leben.

      • Westermann sagt:

        Wenn denn nach den Gutachten wenigstens auch taten Folgen würden…

        • Rolf Michelsen sagt:

          …….nö, muss nicht sein. Das zeigt die Geschichte und Anzahl der Gutachen hier im Ort. Rat-los im Rat-haus – da sitzen Beamte – und Beamte müssen nicht…..sie können entscheiden, über neue …….Gutachter laufend befragen….damit ist man gut beschäftigt in den Amtszeiten. Europaweite, landesweite, eingeschränkte Ausschreibungen – dazu braucht man viel Zeit um das neue Gutachten zu formulieren, zu lesen und dann…..erst mal liegenlassen…..danach in das Archiv, weil zu alt und man ein Aktuelles braucht jetzt.
          Gibt es noch eine Kommune in unserem Lande, das so viele Gutachten braucht ? Ich kenne keines.
          Richtig, wovon man keine „Ahnung“ – also Wissen hat, braucht man nun mal Gutachter. Aber zu jeder Arbeit braucht man erst einmal ein Grund- und auch – Fach-Wissen…….und fremder Rat ist immer teurer, daß wisen alle. Wer was entscheiden kann und darf, ist kein Azubi.
          Und wenn nicht entschieden wird, dann verbessert sich nichts. Und durch „liegenlassen“ wurden noch nie Probleme gelöst. Nur die Aktenberge wachsen, hinter denen man sich gut verstecken kann.

  2. Dirk Barckmann sagt:

    Gutachter für HU und man hat ausgesorgt. Herrlich. Ich bin mal für ein Gutachten über Sinn und Zweck von Gutachten in HU. Mich würde mal eine Gutachtenaufstellung der vergangenen sagen wir mal 5 Jahre interessieren, samt Kosten. Übrigens … Die Bäume haben ihre Blätter verloren. Bitte mal ein Gutachten warum das so ist. Frohe Feiertage und reichhaltige Bescherung aller Gutachter.

  3. Stefan Kunze sagt:

    Also ich bin in der Beckersbergstr. aufgewachsen, die damaligen Anwohner haben sich nicht so angestellt, so wie die sich jetzt anstellen! Einfach nur furchtbar

    • Rolf Michelsen sagt:

      Kaltenkirchen hat auch einen Schützenverein nebst Schützenhaus. Bewohner im Bereich Barmstedter Straße, Alvesloher Straße etc. auch Neubürger auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses beschweren sich nicht über den sonntäglichen Lärm. Da gibt es auch Gärten, Terrassen und Balkone, die genutzt werden im Sommer, also auch sonntags.
      Die Schüsse hört man dort wie ich aus eigener Erfahrung weiß auch in ca. 2 km Entfernung, je nach Windrichtung, auch noch weiter entfernt.

  4. Jan Kundmüller sagt:

    In der Lindenstraße sind die Schussgeräusche auch noch zu hören, reflektiert vom Hochhaus.

  5. Volker Schlie sagt:

    Kleiner Scherz am Rande: man sollte sie durchnummerieren
    GutAchten, GutNeunten, GutZehnten …….

  6. Harald Witte sagt:

    Politiker und Verwaltung entscheiden ohne Konsequenzen und wir bezahlen.
    Davor kann uns nur eine Bürgerbeteiligung schützen.

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