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Verkehrsärger in der Usedomer: Bürger zeigen Rathaus wegen Untätigkeit an | Henstedt-Ulzburger
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Verkehrsärger in der Usedomer: Bürger zeigen Rathaus wegen Untätigkeit an

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Die Anwohner wollen, dass sich schnell etwas ändert in der Usedomer Straße

Bei den einen dauert es etwas länger, bei anderen geht es schneller. Blick auf ein Dutzend im Stich gelassene Anwohner der Usedomer Straße, denen jetzt der Kragen geplatzt ist. Weil Bürgermeister Stefan Bauer und Ordnungsamtschef Joachim Gädigk den Verkehr vor ihren Häusern für kein Problem halten, ist die Usedomer Straße heute Schlagzeile in den Henstedt-Ulzburger Nachrichten. Anwohnerin Andrea Schmalfeld: „Wir gehen an die Öffentlichkeit in der Hoffnung, dass wir endlich Gehör finden.“

Was ist los in der Usedomer Straße? Anwohner Fred Pohl: „Hier zu wohnen macht schon lange keinen Spaß mehr. Im Sekundentakt rasen hier Autos vorbei.“

Dazu muss man wissen: Die Usedomerstraße geht von der Kadener Chaussee ab und verläuft parallel zur Hamburger Straße. Die 30’er-Wohnstraße dient deswegen vielen Autofahren bei Stau auf der Hauptverkehrsachse als Ausweichstrecke um in Richtung Ortsmitte zu gelangen. Seit der mehrwöchigen Vollsperrung der Hamburger Straße vor ein paar Jahren habe der Verkehr noch einmal deutlich zugenommen sagt Pohl. Der Anwohner: „Viele haben dann erst so richtig gemerkt, wie schön man hier durchfahren und der Hamburger Straße ausweichen kann.“

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Der Bericht stammt aus der aktuellen Druckausgabe, die vergangenen Donnerstag erschienen ist

Klar ist: die Wohnstraße ist aufgrund ihrer Lage vom gemeindlichen Mehrverkehr der letzten Jahre besonders betroffen, die Anwohner der Usedomer Straße schultern zu einem Gutteil die Folgen einer fehlgeleiteten Gemeindepolitik. Gerd Mahn, der seit 1992 an der Usedomer Straße wohnt, beschreibt die Ortsplanung so: „In Henstedt-Ulzburg wurde und wird einfach drauflos gebaut, ohne die verkehrlichen Konsequenzen zu berücksichtigen.“ Und Fred Pohl schimpft: „Der Verkehr wird immer mehr und jetzt wollen sie noch Rewe bauen, dabei fahren jetzt schon zig Sprinter durch die Usedomer.“

Doch was muss nach Meinung der Anwohner passieren?

Anliegerin Petra Paschke: „Klar, die Usedomer ist ne Straße und hier darf jeder lang fahren, Aber es geht darum, dass hier ordentlich gefahren wird, dass man das Gefühl hat, man kann trotzdem sicher über die Straße gelangen, obwohl so viel Verkehr ist.“ Ihre Idee: „Am besten ist, hier kommen Hubbel hin, damit man langsam fahren muss – wie es sie im Kirchweg gibt oder in der Schulstraße.“ Nachbarin Andrea Schmalfeld äußert sich ähnlich moderat: Sie sagt: „Dass wir den Verkehr nicht schnell ändern können, ist uns ziemlich klar. Aber klar ist für uns auch, dass es so nicht weitergehen kann. Die Usedomer Straße ist eine 30er Zone, rechts und links gehen Spielstraßen ab. Wenn auf der Hamburger Straße Stau ist, wird es hier gefährlich. Hier muss durchgesetzt werden, dass nur 30 gefahren wird und rechts vor links gilt und das muss viel stärker kontrolliert werden.“

Die Anwohner haben ihren Ärger über die Verkehrssituation in ihrer Wohnstraße natürlich auch schon ins Rathaus getragen. Und eine Antwort bekommen. Joachim Gädigk, Ordnungsamtschef und damit Verantwortlicher für Verkehrsfragen im Rathaus, hat sich schriftlich geäußert. Zum Erstaunen der Anlieger erklärt der Oberamtsrat allerdings, dass alles seine Ordnung habe und er nichts zu tun gedenke. Bei der Auswertung der Verkehrsunfälle im Gemeindegebiet sei der Bereich der Usedomer Straße bisher immer unauffällig gewesen, es bestehe deswegen kein Handlungsbedarf, schreibt der Behördenleiter. Nicht einmal auf eine einfache Maßnahme wie die Erneuerung der Tempo-30-Bodenmarkierungen will sich Gädigk einlassen. Markierungen auf der Fahrbahn seien heutzutage unüblich und nicht notwendig, findet Gädigk und weist auch die Verantwortung von sich, die Einhaltung der Verkehrsregeln überwachen zu müssen. Dafür sei nicht er, sondern die Polizei zuständig belehrt er die Anwohner. Immerhin, Gädigs Vorgesetzter, Bürgermeister Bauer, erklärt, dass er Mitteilungen über das gehäufte Auftreten von Rasern an die Polizei weiterleite, Handlungsbedarf für die Usedomer Straße sehe aber auch er nicht. Von der Gemeinde durchgeführte Messungen hätten keine Auffälligkeiten ergeben, was Geschwindigkeitsübertretungen angehe, so Bauer zu den HU-Nachrichten.

Die Anlieger geben sich mit solchen Erklärungen nicht zufrieden.  Anwohnerin Petra Paschke: „Wir haben das Ordnungsamt angezeigt wegen Untätigkeit. Der Verkehr und die Raserei haben solche Formen angenommen, dass man das nicht mehr verantworten kann.“ Fred Pohl: „Ich hab das Gefühl, dass sie sich im Rathaus einfach dumm stellen. Wie kann man mehrere tausend Autos jeden Tag durch eine Wohnstraße jagen lassen.“ Eine Rückmeldung auf die Anzeige gibt es auch schon. Pohl: „Die Staatsanwältin hat mir gesagt: ‚Nehmen Sie sich einen guten Anwalt‘.“

Christian Meeder

3. Dezember 2018

23 Kommentare zu "Verkehrsärger in der Usedomer: Bürger zeigen Rathaus wegen Untätigkeit an"

  1. Gerd Weßeling sagt:

    Moin ,
    habe großes Verständnis für die Beschwerde der Anwohner der Usedomer Straße .
    Hier im Brombeerweg haben wir auch so ein Raserproblem und es wird von der Gemeinde NICHTS unternommen.
    Hier hat die Gemeinde es geschafft aus einen Verkehrsberuhigten Bereich ,also Schrittgeschwindigkeit 4-7kmh , eine Rennpiste zu machen.
    Hamburger Straße abbiegen in den Brombeerweg, Hundert Meter weiter kann man auch in den Birkenhof abbiegen . Ist aber für viele Fahrzeughalter eine Zumutung weil dort der Verkehr durch eine Ampel geregelt wird und ich mich eventuell zu Hause rechtfertigen muß warum ich 10 Sekunden zu spät dran bin.
    Vom Bürgermeister kam sogar die Antwort “ was wollen sie denn sie wohnen doch da wie in einem Paradise.
    Jo ,hat er Recht , ich muß meine Kinder verstecken damit sich hier einige Autofahrer im Verkehrsberuhigten Bereich austoben können .
    Es gibt hier nicht mal einen Bürgrersteig wie es die Strassenverkehrsordnung vorschreibt!
    Am Ortseingang Henstedt-Ulzburg befindet sich doch ein Hinweis das Ortsfremde sich in einer Familiefreundlichen Gemeinde befinden : ) Sollte man so schnell es geht entfernen .
    Ich kämpfe hier seit 10 Jahre und es hat sich nichts geändert.Auch habe ich Hubbel vorgeschlagen…
    Habe im August sogar die pressestelle.kiel.lpa@polizei.landsh.de kontaktiert.
    Die haben es sogar weitergeleitet und es gab einen Anruf einer Polizeidiensstelle das man sich drum kümmert …. das war am 18.08.2018 nichts ist geschehen !!! Dein Freund und Helfer!!
    Ich drücke den Anwohnern der Usedomer Staße die Daumen .
    Viel Erfolg bei Ihrer Klage.
    MfG
    Gerd Weßeling

    • H. Sazmann sagt:

      “ Hier hat die Gemeinde es geschafft aus einen Verkehrsberuhigten Bereich ,also Schrittgeschwindigkeit 4-7kmh , eine Rennpiste zu machen.“

      Die Gemeinde oder eher Ihre autofahrenden Nachbarn und Mitbürger?

      „Es gibt hier nicht mal einen Bürgrersteig wie es die Strassenverkehrsordnung vorschreibt!“

      Sind Sie sich sicher, dass Sie die Rechtslage kennen? Oder einfach logisch herangegangen: Das ist ein Verkehrsberuhigter Bereich. Ist es sinnvoll, in einem verkehrsberuhigten Bereich einen Extra-Bürgersteig zu bauen?

      „Habe im August sogar die pressestelle.kiel.lpa@polizei.landsh.de kontaktiert.“

      Das ist eine politische Frage, über die die Gemeinde entscheidet. Schreiben Sie Ihren Gemeindevertretern, überzeugen Sie diese, dass in Ihrer Straße Handlungsbedarf besteht. Der Polizei wird das ziemlich egal sein.

      • Gerd Weßeling sagt:

        Schrittgeschwindigkeit – Rennpiste:

        Recht haben Sie mit Nachbarn und Mitbürger, da brauchen wir gar nicht lange rumdiskutieren.
        Diskutiert man da mit einem “ Raser“ wird man auch noch angepöbelt .
        Paketzusteller , Handwerker usw.

        „Bürgersteig“ mal vorbei kommen und sich den ansehen, ich bin ja auch verpflichtet im Winter den Weg Schnee-und Eisfrei zumachen.
        Der wird hier teileise sogar zum überholen benutzt ,

        Pressestelle Kiel :
        Die habe ich nur kontaktiert weil ich einen Bericht im Internet gelesen habe wo man die Polizei gelobt hat mit Blitzmarathon für ordenliche Sicherheit zu sorgen.
        Ich habe da nachgefragt warum man so eine Aktion nicht auch mal vor Schulen , Kindergarten und in Verkehrsberuhigten Bereich starten könnte.

        Schreiben Sie Ihren Gemeindevertretern:
        Habe ich schon längst gemacht ….gleiche Antwort wie die Anwohner der Usedomer Straße erhalten.
        Unabhängig davon wohnen hier auch Gemeindevertreter…

        Sehr geehrte/r Frau/Herr Sazmann,

        Gerne lade ich Sie an einem Wochentag mal zu einer Tasse Kaffee hier im Brombeerweg ein : ) .
        Sie können mich ja über meine Email Adresse erreichen.

        MfG
        G. Weßeling

        • Gerd Weßeling sagt:

          Nachtrag:
          Strassenverkehrs-Ordnung ( StVO )
          Anlage 3 ( zu §42 Absatz 2 ) Richtzeichen

          Verkehrsberuhigter Bereich das Schild steht wenn man von der Hamburger Str. in den Brombeerweg reinfahrt,circa 20 Meter auf der rechten Seite
          Dieses Schild steht da 24 Stunden an 365 Tage und beim Schaltjahr 366 Tage.
          Laut Straßenverkehrsordnung 4 bis 7 kmh Schrittgeschwindigkeit .
          Mal drüber nachdenken, passiert da etwas das kann man nicht mehr rückgängig machen.
          Unsere Kinder sind das größte Potenzial was wir haben und das sollten wir schützen .

          Sollte da etwas passieren bin ich auch gespannt drauf was unsere Gemeindevertreter den Eltern dann erzählen. Oft genug wurde darauf hingewiesen und sie haben nichts unternommen.

          Sehr geehrte/r Frau/Herr Sazmann,
          meine Einladung steht immer noch ,gibt auch ein Stück Kuchen

          • H. Sazmann sagt:

            Moin Herr Weßeling,

            ich kenne den Brombeerweg. Die Frage ist nur: Was will man da noch machen? Es gibt keinen Durchgangsverkehr. Alles, was da durchfährt, kommt vom Wohngebiet Birkenhof oder will dorthin. Die Straße ist als verkehrsberuhigter Bereich ausgeschildert und auch so gebaut. Höchstgeschwindigkeit: Schrittgeschwindigkeit. Und wer da durch fährt, ist auch noch höchstwahrscheinlich Ihr Nachbar, man kennt sich also.

            Soll die Gemeinde die Straße komplett autofrei machen? Das wäre vielleicht möglich. Dann wäre aber Ihre Nachbarschaft auf den Barrikaden. Im Birkenhof hatte zu meiner Zeit fast jede Familie einen ansehnlichen Fuhrpark im Carport stehen, und wenn der Carport nicht reichte, parkte man damals bereits die Straße zu. Autofrei birgt also ein gewisses Konfliktpotential.

            Blitzen könnte man auch. Die Frage dabei ist, ob Ihre offenbar nicht besonders weitsichtigen Raser-Nachbarn sich davon beeindrucken lassen, wenn einmal pro Jahr ein unbekannter Wagen vor Petersens Haus steht und für den kurzen Sprint auf 30 Sachen im Worst Case doch tatsächlich 35 Euro fällig werden.

  2. Stephan Krause sagt:

    Es ist überall mehr Verkehr geworden, auch in der Schulstrasse, Lindenstrasse, Kirchweg etc… So ist das halt, wenn es immer mehr Menschen und immer mehr Verkehr gibt …

    • Susanne Dellin sagt:

      Ich kann den Ärger der Anwohner auch sehr gut verstehen. Was ich nicht verstehen kann, warum nicht geblitzt wird und das regelmäßig. Das spült Geld in die Kassen und Bußgelder scheinen noch eine Wirkung zu haben. Die Usedomer Str. ist kein Einzelfall. Auf der Hamburger Str. wird oft spät abends gerast, selbst LKW`s treten ordentlich auf`s Gaspedal.
      In Norderstedt beispielsweise wurde mit fest installierten Blitzstationen gut aufgerüstet. Was hindert unsere Gemeinde daran auch mit Blitzerstationen aufzurüsten?
      Ich wünsche den Anwohnern, dass sie ihr Ziel erreichen und die Gemeinde endlich aus ihrem Schönheitsschlaf erwacht.

      • H. Sazmann sagt:

        „In Norderstedt beispielsweise wurde mit fest installierten Blitzstationen gut aufgerüstet. Was hindert unsere Gemeinde daran auch mit Blitzerstationen aufzurüsten?“

        Norderstedt darf mit Sondergenehmiung selbst blitzen. Henstedt-Ulzburg nicht. In Henstedt-Ulzburg sind weiter allein der Kreis und die Landespolizei zuständig.

        • Susanne Dellin sagt:

          Ja und? Dann sollen die Verantwortlichen auch eine Sondergenehmigung erwirken und dafür sorgen, dass Blitzer aufgestellt werden. Selbst in Dörfern gibt es die feste Blitzer. Wie heißt es so schön? Wo ein Wille ist…ist auch ein Weg.
          Kann doch nicht so schwer sein.

          • H. Sazmann sagt:

            Das „Sonder“ in „Sondergenehmigung“ bedeutet, dass es nicht die Regel ist.

            “ Selbst in Dörfern gibt es die feste Blitzer. Wie heißt es so schön? Wo ein Wille ist…ist auch ein Weg.“

            Was spricht dagegen, zunächst den Kreis und die Landespolizei um Hilfe zu bitten, bevor es ein eigener Dorf-Blitztrupp werden muss?

  3. Kurt Göttsch sagt:

    Auf Grund einer Nachfrage zu der in der HU N erwähnten Klage ,

    „Wir haben das Ordnungsamt angezeigt wegen Untätigkeit“

    habe ich von der Verwaltung erfahren, dass keine Klage vorliegt.
    .
    Kann mir das jemand erklären ?

  4. Hartmut Vogt sagt:

    Ich kann die Gemeinde nicht verstehen wenn sie hier nichts unternehmen will. Hier wird eine 30ger-Zone, die auch Schulweg von Grundschulkindern ist, von vielen Verkehrsteilnehmern als Umgehung für die Hamburger Straße genutzt und mit 50km/h und mehr befahren. Das die Gemeinde hier Geschwindigkeitskontrollen nicht für erforderlich hält ist mir unbegreiflich. Man sagt einfach: ‚ es ist kein Unfallschwerpunkt‘, ich Frage aber: MUSS ERST ETWAS PASSIEREN????
    Ich würde vom Bürgermeister gerne einmal wissen was er Eltern sagt wenn ein Kind hier zu Schäden kommt. Würde mich über eine Antwort freuen Herr Bauer.
    Anwohner der USEDOMER wenn Ihr wegen Eurem berechtigten Anliegen auf die Straße geht, laßt es mich wissen, ich bin dabei!

  5. Jörg Säger sagt:

    Das ist die Kehrseite von dem gewollten aber unkontrollierten Wachstum der Gemeinde. Es ist ein altes Problem was sich immer mehr verschärfen wird. Vor einigen Jahren war hier der Kirchweg Thema, das was jetzt über die Usedomer Straße geschrieben wird, ist vom Problem her dasselbe Schicksal welches der Kirchweg täglich erleidet. Zwischen der Straße Am Bahnbogen und der Bahnhofstraße werden die damals befürchteten Zustände immer schlimmer. Wer abends, zwischen 17:00 und 18:00 als Fußgänger die Straße queren möchte, benötigt ein Übermaß an Geduld oder Mut zum Risiko.
    Ich selber sehe die „Bremshügel“ als fehl platziert, sie befinden sich an den Kreuzungen und Einmündungen, wo größtenteils rechts vor links gilt. Dort bremsen die meisten ohnehin ab. Ich denke, dass eine wirkliches Resultat nur erreicht werden kann, wenn die Straßen so verbaut werden, dass an den Engpässen immer nur ein Fahrzeug vorbei kommt. Dann ist die Straße schnell unattraktiv für den Durchgangsverkehr.

  6. Sönke Carstensen sagt:

    Scheint tatsächlich so, dass erst etwas schreckliches passieren muss
    bevor Maßnahmen ergriffen werden.
    Bei uns am Trotz beginnt „die Avus“ in die neuen Wohngebiete.
    Es gibt hier viele Kinder, zudem ist es ein sehr beliebter Schulweg,
    gefühlte ein bis zweihundert Kinder fahren hier jeden Tag entlang.
    Tatsächlich muss wohl erst eins unterm Auto liegen, bevor etwas
    passiert. Traurig, dass es so ist und ich hoffe es kommt nicht dazu.
    Hoffentlich kommt es endlich zu präventiven Maßnahmen und die
    „Raser“ bekommen „saftige Bescheide“.
    Sollte etwas „schreckliches“ passieren, würde ich die Verantwortlichen
    durch alle Instanzen zur Verantwortung ziehen.

    Das könnte durch sehr einfache Maßnahmen verhindert werden ❗️

    • H. Sazmann sagt:

      „Sollte etwas „schreckliches“ passieren, würde ich die Verantwortlichen
      durch alle Instanzen zur Verantwortung ziehen.“

      Das wird die Staatsanwaltschaft freundlicherweise für Sie erledigen, wenn sie das für angebracht hält. Bis dahin können Sie ja schon einmal zu Ihren offenbar zahlreichen rasenden Nachbarn gehen und das freundliche Gespräch suchen. Mutmaßlich 99 % der Autofahrer durch den „Trotz“ wohnen ja bei Ihnen um die Ecke.

  7. F. Lücke sagt:

    Der Artikel und die Leserkommentare sprechen für sich. Als Anwohner des Kirschenwegs auf dem Rhen kann ich nur mitempfinden, dass viele Henstedt-Ulzburger mit der hiesigen Verkehrspolitik unzufrieden sind. Der Kirschenweg ist zwar eine 30er Zone, wird aber als Umgehung der renovierungsüberfälligen Wilstedter Str. und der vielfrequentierten Norderstedter Str. von vielen PKW und LKW genutzt. Geschwindigkeiten von gefühlten 80 kmh sind keine Seltenheit. Bremshügel würden hier als Geschwindigkeitsreduzierung – wie bereits An der Alsterquelle praktiziert – helfen. Verkehrskontrollen wurden im Kirschenweg nach meinen Erfahrungen nicht durchgeführt.

    Fazit: Es muss erst etwas sehr Schlimmes passieren bis die Verantwortlichen reagieren.

    • Stefan Kubath sagt:

      Im Kirschenweg kann aufgrund der Enge und der dort parkenden Autos gar keine Geschwindigkeit oberhalb von 30 km/h erreicht werden. Es ist aber ein Thema der gesamten Gemeinde, dass der Verkehr immer mehr auf die Nebenstraßen verlagert wird. Von der Schleswig-Holstein-Str. auf die Wilstedter Str. von dort auf Immbarg und Kirschenweg ….. Gleiches in Ulzburg und Henstedt. Das überfällige Verkehrskonzept ist immer noch Theorie – hier ist die Gemeindeverwaltung und die Politik gefragt- ; da wo Bürger und Anwohner eingebunden werden, wird schnell von Seiten der Gemeindeverwaltung ein Riegel vorgeschoben, wenn es dann um weitere Schritte geht. Im Versenden von Gebührenbescheiden für „fällige“ Strassenausbaubeträge an die Anwohner ist die Gemeinde aber fix. Hier wird es Zeit dass die Politik der Gemeindeverwaltung endlich das „Stop“ verordnet. Eine Gemeinde im Grünen ? Naja Außenrum schon; eine kinderfreundliche Gemeinde ? Das war wohl mal, wenn Kinder nicht mehr sicher zur Schule oder Kindergarten kommen können.

      • F. Lücke sagt:

        Nehmen Sie sich die Zeit, die Geschwindigkeiten im Kirschenweg zu kontrollieren, wenn die nachtsparkenden PKWs der Anwohner längst vor den Betrieben stehen.

  8. Arne Neitzke sagt:

    Ich liebe ja auch den Ausblick Richtung Gut Kaden, aber die abgelehnte Umgehungsstraße vom Beckershof Richtung Gewerbegebiet und die damit verbundene Einbahnstraßenregelung für die Wohnstrassen westlich der Hamburger Straße wäre nach wir vor die Lösung für Sicherheit und Wohnqualität in Ulzburg.

    • Rainer Adlig sagt:

      …kostet ein Vermögen, zerstört Grünflächen, und zieht noch mehr Verkehr aus den umliegenden Gemeinden an…

    • Susanne Dellin sagt:

      Die Einbahnstraßenregelung wurde uns Anwohnern schon vor Jahren versprochen, noch von den damals amtierenden Bürgermeister. Alles verpufft nach Jahren. Ist man ja gewohnt von Politikern.

  9. Vivian Stockmar sagt:

    Ich kann den Ärger sehr gut nachvollziehen!
    Ich selber wohne in einer direkten Nebenstraße der Usedomer.
    Der Verkehr ist hier, insbesondere zu Stoßzeiten deutlich intensiver geworden. Wer ordentlich fährt wird von hinten oft gedrängelt. Auch überholt würde ich schon.. links vorbei an der Insel und fast den entgegenkommenden mitgenommen.
    Leider wird so schnell nichts passieren, da die Herrschaften im Rathaus nicht persönlich betroffen sind.
    Es ist traurig.
    Generell ist die Verkehrssituation in Henstedt-Ulzburg eine Katastrophe! Kann mich nur anschließen.

  10. Rolf Michelsen sagt:

    …..Raser im Brombeerweg…..das können ja wohl nur Anwohner sein….und nun schimpfen einige Nachgarn über ihre Mitbewohner; mit denen man im Sommer im Garten sitzt und grillt. Die Anzahl der Handwerker, Kurierdienste (dank Online-Bestellungen); Besucher dürften sich, da es sich um eine Anliegerstraße ohne Gewerbe handelt, in Grenzen halten.
    Hier wohnt auch Prominenz der CDU – die schweigen wohlweislich. Aber Bürger dürfen ihre gewählten Vertreter höflichst ja mal ansprechen und die mal um Lösung bitten bzw. nachfragen (oder einfach weiterhin wählen trotzdem).
    Wie schön nur, das die Pinnau-Wiesen noch nicht bebaut sind – da wären es noch ein paar Autos mehr. Reden wird darüber mal in ca. 5 Jahren, wenn wieder neu geplant und beschlossen werden kann nach Recht und Gesetz (und Mehrheiten).
    …..Raser Maurepassstaße kurz vor Schulbeginn….da sind dann Mütter mit dem „Mama-Taxi“, Schüler mit eigenem PKW, Lehrer – alle in der letzten Minute zur Schule…..
    ….Kirchweg ist die „inoffizielle Ausweichstrecke“ wenn es sich auf der Hamburger Straße schon mittags wieder staut.
    ….Kreuzung Lindenhof / Hamburger Straße – da staut es sich dank Ampelschaltung mittags bereits bis fast zur Kadener Chaussee – das sieht ja kein Amtsrat in der Verwaltung.
    Samstags so ab ca. 11 h besondeers . séhr ungünstig für Linksabbieger Alter Burgwall, An der Pinnau, Krambekweg.
    ….Kirschenweg (bin ich fast werktäglich mittags) ist Rasen kaum möglich. Es wird dort gebaut, PKWs stehen am Fahrbahnrand, Lieferdienste sieht man auch…
    ….Usedomer Straße ist die inoffizielle Ausweichstrecke für Kurierdienst, Handwerker und Einheimische, weil es sich auf der Hamburger Straße staut. Fahrer im Dienst jeglicher Schattierung haben es eilig, weil unter Zeitdruck.
    …Wilstedter Straße ist Schleichweg wenn die S-H-Straße überlastet ist (huch, hier keine Beschwerden, da wohnt doch von der FDP…….!!!)
    –WARUM DAS ALLES SO IST ? Weil die Politik es so wollte – besonders Dank an CDU und FPD; ein Garant für Investoren für Wohnneubauten aller Art. Nur an den Ausbau der Infrastruktur dachte man dort nicht – es kostet nur Geld. Fuüwge und Radwege dto. Umsteigen auf das Rad – hier kein Ausweg, allein schon wegen des zunehmenden Gewerbevekehrs und Durchpendler.
    Alte Volksweisheit: Unrecht Ding gedeihet nicht…… auch wenn man die Rechte von Bürgern dadurch ausklinkt in Sachen „Grüne Gemeinde lt. Webesprospekt und baut, baut, baut, baut – nur ETW, RH, DH, EH – nur keine Sozialwohnungen. Da spendiert die Gemeindekasse Mietzuchüsse…..oder läßt Wohnungen planen pro qm € 3.200,00 dank Fußbodenheizung und Edelkeramik.
    Hätte man – rechtzeitig – an eine Umgehungsstraße gedacht und nicht nur davon „geschwafelt“ wäre die Situation so nicht und umumkehrbar (dank fehlender Finanzmittel) entstanden.

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