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Für 390.000 Euro – Unternehmensberater sollen das Rathaus auf den Kopf stellen | Henstedt-Ulzburger
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Für 390.000 Euro – Unternehmensberater sollen das Rathaus auf den Kopf stellen

Die Unternehmensberater werden ordentlich Akten wälzen - Symbolbild

Die Unternehmensberater werden auch ordentlich Akten wälzen – Symbolbild

Auf zur Mutter aller Analysen. Die Rathausverwaltung soll die seit langem angekündigte Organisationsuntersuchung in Auftrag geben. Wie das Rathaus heute auf Nachfrage mitteilte, wurde gestern im gemeindlichen Hauptausschuss ein entsprechender Beschlussvorschlag ohne Änderungen angenommen. Ziel der Organisationsuntersuchung ist, dass sich kluge Köpfe des Kontinents die Abläufe im Rathaus vorknöpfen und auf ihre Effizienz abklopfen. Weil die Kosten für die Analyse mit knapp 400.000 Euro so gewaltig sind, muss der Auftrag europaweit ausgeschrieben werden. Nicht in der Summe enthalten sind die Kosten für den internen ‚Organisationsberaterbetreuer‘. Die Stelle war vor anderthalb Jahren mit einer denkbar knappen 18 zu 17 Stimmen-Mehrheit bewilligt worden und ist mittlerweile auch schon besetzt.

Bürgermeister Bauer und die ehrenamtlichen Politiker haben übrigens unterschiedliche Vorstellungen, was bei der Expertise herauskommen könnte. Der Verwaltungschef rechnet damit, dass eine zu niedrige Personaldecke festgestellt wird, die gewählten Volksvertreter gehen vom Gegenteil aus.

cm

20. November 2018

März 2017: Bauer-Dusel – 18 zu 17 Stimmen für neuen Organisationsberaterbetreuer

34 Kommentare zu "Für 390.000 Euro – Unternehmensberater sollen das Rathaus auf den Kopf stellen"

  1. Dirk Barckmann sagt:

    390.000? Mir wird schlecht. Niemand, wirklich niemand soll nochmal behaupten unsere Gemeinde ist knapp bei Kasse.

  2. Westermann sagt:

    Dafür werden anderswo ganze Häuser gebaut!!!

  3. Rolf Michelsen sagt:

    Toll ! Keine Geldmittel für die Rad- und Fußwege.
    Und Herr Holowaty träumt mit seiner FDP von der Streichung der Straßenbaukostenumlage, aber den Zuschuß vom Land aus dem Investionspaket schafft er nicht.
    Niemand weiß, was uns NETTO an Personal und Steuern insbesondere Verkehr bringt.
    Nun ja, Geld für Gutachten wurden ja in der Vergangenheit reichlichst spendiert und landen dann unbearbeitet, maximal quer gelesen, im Altpapier nach 3 Jahren und mehr….ohne sichtbare Erfolge für die Bürger.
    Wenn ich noch mal auf die Weltr komme werde ich Gutachter und bin dann lebenslang bestens beschäftigt in H-U.
    Ein Chef sollte „Organisation“ können………dazu muß man Wissen haben über die Praxis und Abläufe incl. Schwachstellen und aktiv für sichtbare Verbesserungen sorgen.
    Die Stundensätze von Beratern dürften bekannt sein. Eigenes qualifiziertes, praxiserfahreres, motiviertes, erfolgsorientiertes Personal ist im Stundenlohn immer noch niedriger. Devise: nicht jammern, anpacken. Die externen Herren Berater fahren ja edle Fahrzeuge……beseiitgen aber den Rückstau der Probleme nicht und kosten nur Zeit der Mitarbeiter für Auskünfte aller Art.

  4. G. Willsch sagt:

    Jedes kleinere und größere Wirtschaftsunternehmen steht und fällt mit seinen Mitarbeitern: hat es gute, braucht es wenige. Hat es schlechte, braucht es andere.
    Für eine öffentliche Verwaltung liest sich das etwas anders: hat sie gute Mitarbeiter, wird sie geachtet. Hat sie schlechte, braucht sie mehr.

    Um zu dieser einfachen Erkenntnis zu gelangen, bedarf es keiner Gutachten oder Analysen. So wird es auch nichts nutzen, den Zahnrädern eines Rathausapparates à la Henstedt-Ulzburg eine Ölung zu empfehlen. Wenn das Rädchen sich nicht drehen will, dann tut es das nicht. Was hingegen in der freien Wirtschaft undenkbar wäre, ist dem Amtsschimmel quasi in die Wiege gelegt.

  5. Harald Witte sagt:

    Wie der Herr so das Gescherr
    War da nicht was von Haushaltssperre????

  6. Ina Krause sagt:

    Ich frage mich, ob das Verwaltungspersonal nicht selbst gute Ideen zur (Re-)Organisation hat. Denn das sind die Personen, die am tiefsten in der Materie drinstecken. Und wer glaubt, daß Unternehmensberater Unternehmen beraten, der glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten 😉

    • G. Willsch sagt:

      Hallo Frau Krause,
      Grundsätzlich gebe ich Ihnen recht. Für die freie Wirtschaft trifft das, wenn auch mit Einschränkungen, zu.
      Sich in einer Behörde selbst zu (re-)organisieren, heißt sich persönlich zu engagieren. Persönliches Engagement zu fördern, ist aber in Behörden nicht vorgesehen. Zur Motivation werden dort nicht einmal Mitarbeiter des Monats gewählt. Warum sollte also das Verwaltungspersonal einen solchen Idealismus an den Tag legen? Auch wenn sie es nicht tun, oder sogar viel weniger, erhalten sie dennoch pünktlich am Ende des Monats ihren vorpensionalen Salär.
      Dazu fällt mir immer wieder die dreiste Aussage eines (echten) Oberamtsrates ein, der vor einem großen, öffentlichen Gremium gefragt wurde, warum er im Rahmen seines Aufgabengebietes etwas Bestimmtes nicht getan hat: „Ich muss ja nicht.“
      Das sagt so ziemlich alles aus. Gleichzeitig sind solche Personen die Vorbilder, für andere, besonders auch jüngere Behördenmitarbeiter. Das Grundproblem dabei ist, dass das Beamtenrecht eine schlechte Arbeitsmoral begünstigt. Gleichzeitig kann man einen Beamten nicht entlassen. Egal, was er tut oder nicht tut, darf er nur keine silbernen Löffel klauen.
      Daran wird auch eine Organisationsuntersuchung nicht viel ändern. Man wird zwar viel finden, was man verbessern kann. Aber die Umsetzung obliegt immer noch den Mitarbeitern der Behörde. Und das erfordert Beweglichkeit und Engagement. Womit wir uns wieder am Anfang der Betrachtung befinden.
      Will man nun wirklich eine effiziente Verwaltungsstruktur, müsste man theoretisch eine völlig neue und autark agierende ‚Parallelverwaltung‘ auf die Beine stellen. Frei von Beamtenrecht und sinnlosem Bürokratismus und mit neuen Gesichtern, die zuvor eingehend auf ihren guten Charakter geprüft wurden.
      Das ist aber völlig illusorisch. Deshalb werden unsere Politiker mit dem ‚Wenigen‘ arbeiten müssen, das ihnen zur Verfügung steht. Da muss man schon mal kleinere Brötchen backen, und schlussendlich der Realität ins Gesicht schauen.

      • Held sagt:

        und wozu gibt man dann trotzdem 390TEUR aus, wenn sich sehenden Auges nichts ändert ? Dann soll man doch gleich die mutmaßlich fehlenden Vakanzen füllen und fertig

        • G. Willsch sagt:

          Weil zu viel Wasser im Kessel ist, aber zu wenig Feuer darunter?
          Weil das böse Wort ‚Personalkosten‘ schwerer wiegt, als Gutachterkosten?
          Weil Henstedt-Ulzburg sich in Fremdbestimmung jeglicher Art gefangen halten lässt?
          Weil Geduld ein Fremdwort geworden ist?
          Weil ‚Narzissmus‘ und ‚Oberflächlichkeit‘ anstatt ‚Selbstkritik‘ und ‚Empathie‘ zusehends an gesellschaftlicher Bedeutung gewinnen?
          Oder einfach nur, weil die Vernunft auf Henstedt-Ulzburgs Straßen regelmäßig im Stau steht?
          .

          Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, was ich sehe: Henstedt-Ulzburg hat ganz erhebliche Wachstumsschmerzen.

          • Dirk Barckmann sagt:

            “ … Da muss man schon mal kleinere Brötchen backen, und schlussendlich der Realität ins Gesicht schauen. … “ Da kann man nur hoffen das sich die Verantwortlichen auch der Realität stellen.

          • Rolf Michelsen sagt:

            Haben wir eigentlich nur beamtete Mitarbeiter in unserer Verwaltung oder auch eine nennenswerte Anzahl von Angestellten im Verwaltunsbereich ? Ich weiß es nicht. Ich weiß auch nicht, wie das Zahlenverhältnis zwischen Teilzeit- und Vollzeit-Kräften ist. In jedem Fall ein Kriterium und der Organisation.
            Einer meiner besten Freunde ist Beamten eines bekannten Ministeriums in Kiel. Kürzlich habe ich ihn gefragt, ob er zwischen Weihnachten und Silvester arbeiten muss. Ich wollte mich mit ihm treffen zum Plausch. Seine Antwort war: er arbeitet nicht. Er ist im Büro.
            Da fallen mir doch gleich Beamtenwitze ein…..die ich aber für mich behalten möchte, weil sie eh bekannt sein dürften…..

  7. Thomas Jäger sagt:

    In 30 Jahren Firmengeschichte so ziemlich jede Beratungsfirma mit Rang und Namen kennengelernt. Das hat viel Geld für wenig Sachverstand gekostet. Verbesserungsvorschläge vom Mitarbeitern wurden ignoriert, der gleiche Vorschlag von einer Beratungsfirma 2 Jahre später war dann die neue Firmenphilosophie. Auf mittlerer Führungsebene sprachen wir nur noch von Beraterunwesen.Es geht nichts über kompetente, motivierte Mitarbeiter.

    • Rolf Michelsen sagt:

      Ob es hier in der Verwaltung ein Vorschlagwesen mit kleiner Prämierung gibt weiß ich nachtürlich nicht (sicher), aber wahrscheinlich nicht.
      Das Un-Wesen von teuren Beraterunternehmen kenne ich aus der Erfahrung zur Genüge.
      Altes chin. Sprichwort: der Fisch stinkt immer zuerst am Kopf.

  8. Jan Kirmse sagt:

    Schön, wie die Kommentare deutlich machen, daß das Gutachten scheinbar nötig ist. Innerhalb der Verwaltung ist man sich offenbar sicher, daß Personalmangel herrscht, während dies seitens der Gemeindevertreter wohl bezweifelt wird. Wie man dieses Dilemma alternativ auflösen soll, dazu hat sich kein einziger Kommentator konkret geäußert.

  9. M. Held sagt:

    In der Wirtschaft rechnet man Amortisationen. Wenn man hier nun 390TEUR in die Hand nimmt, welche Einsparungen stehen dem ganzen dann gegenüber bzw. welche sprungfixen Kosten fallen dann nicht an ? In der Wirtschaft sind etwa Amortisationen von 5 Jahren für solche Investitionen akzeptiert, was hier bedeuten würde, daß man ca. 78TEUR p. a. einspart bzw. nicht additiv ausgibt. Wie setzen sich diese Einsparungen zusammen ? Man gibt doch etwa jetzt nicht 390TEUR aus, und weiß nicht, was am Ende herauskommt ?

    Gruß
    Manuel Held

    • Jan Kirmse sagt:

      Seitens der Politiker dürfte die Rechnung einfach sein: wird Ineffizienz festgestellt, kann man weitere gewünschte Stellen verweigern, ab 1,5-2 nicht genehmigter Stellen wird Ihr genanntes Ziel ja bereits erreicht. Wird allerdings Personalmangel festgestellt, dann hatte der Bürgermeister Recht und das Geld ist futsch…

  10. Held sagt:

    Vielleicht sollte dann im ersten Step, bevor man das Geld ausgibt, mal intern versuchen, das Ganze zu analysieren und die Mitarbeiter befragen. Dafür gibt es diverse Instrumente: Kaizen, KVP, Workshops, usw. Das kostet fast nix und bringt schon mal eine Menge. Die 390TEUR sollten erst ausgegeben werden, wenn man intern nicht mehr weiter kommt ! Interessant wäre auch, für wie viele Manntage diese 390TEUR ausgegeben werden sollen.

    • K. Gimm sagt:

      Diese Instrumente gibt es in der Tat. Das Personal das diese beherrscht, anwenden und die Ergebnisse auch umsetzen kann, kommt allerdings nicht für eine E9 oder E10.

      You pay peanuts – you get monkeys.

      Schreibt ein paar E13+ Stellen aus, dann bewerben sich auch die richtigen Leute.

  11. Manfred Ram sagt:

    „Unternehmensberater sollen das Rathaus auf den Kopf stellen“

    Kann ich billiger machen. Her mit der Marie

    Hier zu sehen

    [URL=https://www.bilder-upload.eu/bild-17ac37-1542878671.png.html][IMG]https://www.bilder-upload.eu/thumb/17ac37-1542878671.png[/IMG][/URL]

  12. Rolf Michelsen sagt:

    DER SCHÄFER

    Es war einmal ein Schäfer, der in einer einsamen Gegend seine Schafe hütete.
    Plötzlich tauchte mit einer großen Staubwolke ein nagelneuer schwarzer JEEP Cherokee auf und hielt direkt neben dem Schäfer.
    Der Fahrer des JEEPs, ein sehr junger Mann mit Brioni-Anzug, Carutti-Schuhen, Ray Ban-Sonnenbrille und einer YSL-Krawatte stieg aus aus fragte ihn:
    Wenn ich errate, wieviele Schafe Sie haben, bekomme ich dann eines davon geschenkt ?
    Der Schäfer schaute den Mann friedlich an und dann seine grasenden Schafe. Ganz ruhig sagte er dann: Einverstanden.
    Der junge Mann parkte den JEEP, verbindet sein Notebook mit dem Handy, geht auf eine Seite der NASA, scannt die Gegend mit Hilfe seines GPS-Sateliten-Navigastionssystems, öffnet eine Datenbank mit 60 Excel Tabellen und einer riesigen Menge von Formeln. Schließlich druckt er einen 150-seitigen Bericht aus und sagt dann abschließend: Sie haben exakt 1.586 Schafe.
    Der Schäfer sagt: das ist richtig. Suchen Sie sich ein Schaft aus.
    Der junge Mann sucht sich ein Schaf aus und verlädt es in seinen JEEP. Der Schäfer schaut ihn an und fragt: wenn ich Ihren Beruf errate, begen Sie mir dann das Schaf zurück ?
    Der junge Mann überlegt selbstsicher. Klar, warum eigentlich nicht.
    Der Schäfer antwortet_ Sie sind Unternehmnensberater.. Der junge Mann ist überrascht und sagt : Sie haben Recht. Doch woher wissen Sie das ?
    Der Schäfer antwortet: erstens kommen Sie hierher, obwohl Sie niemand gerufen hat. Zweitrens wollen Sie ein Schaf dafür, daß Sie mir etwas sagen, was ich schon lange weiß.
    Und drittens habe Sie keine Ahnung war ich hier mache, denn Sie haben sich meinen Hund ausgesucht.

  13. Held sagt:

    Es war nur eine Frage der Zeit, wann dieser Witz kommt, aber wir schweifen ab:

    – wie hoch ist die geplante Einsparung
    – Sind nach der Beratung Kapazitäten vorhanden, um die Verbesserungen durchzuführen ?
    – Was verspricht man sich KONKRET und in welchem Zeitraum von dieser Maßnahme
    – welche Untersuchungen und Ansätze hat es (intern) schon gegeben
    – Was passiert, wenn man diese Beratung nicht durchführt
    – Wieviel Manntage stecken hinter den 390TEUR

    in der Wirtschaft würde man – ohne diese Fragen zu beantworten – niemals eine Kostenfreigabe bekommen. Mal abgesehen von der Frage: um Wieviel steigt der Gewinn hinterher und was hat unser Kunde davon, das spielt in Behörden eh keine Rolle….

    • Jan Kirmse sagt:

      Solche Infos bekommen Sie aber in keinem Boulevardblatt, da müssen Sie wohl eher Ihrem kommunalen Lieblingspolitiker eine eMail schreiben. 😉

      • Stephan Holowaty sagt:

        Lieblingspolitiker hin, Lieblingspolitiker her … aber ich habe schon klare Erwartungen an eine Organisationsuntersuchung:
        .
        1. Aufgabenanalyse und -kritik: Welche Aufgaben und Vorgänge werden wahrgenommen, fehlen Aufgaben und Sachgebiete, sind gar Aufgaben da, die nicht notwendig sind oder nicht in eine Gemeindeverwaltung gehören, sind die vorhandenen Aufgaben tatsächlich am besten durch eine öffentliche Verwaltung wahrnehmbar? In vielen Fällen findet man hierbei z.B. auch verselbständigte Vorgänge, die vielleicht irgendwann mal sinnvoll waren, aber schon lange nicht mehr gebraucht, aber dennoch immer noch durchgeführt werden.
        .
        2. Untersuchung der Aufbauorganisation. Beispiele: ist die Verwaltung mit ihren Aufgaben effizient organisiert, sind die Hierarchiestufen richtig organisiert, ist der Verwaltungsapparat so eingerichtet, dass er „funktionieren“ kann, gibt es organisatorische Reibungsverluste, stimmen Kommunikation und Berichtslinien?
        .
        3. Untersuchung der Ablauforganisation. Beispiele: sind die einzelnen Verwaltungsvorgänge effizient organisiert, gibt es überflüssige Arbeitsschritte, arbeiten die „richtigen“ Leute zusammen, stimmt der Informationsfluss, arbeiten IT-Systeme effizient zusammen …
        .
        4. Arbeitsplatzanalyse (Beispiele: sind für die Stellen die richtigen Fähigkeiten und Arbeitsmittel vorhanden, arbeiten Teams gut zusammen, welche positiven und negativen Faktoren gibt es z.B. hinsichtlich des „gefühlt“ sehr hohen Krankenstandes, ist die Arbeitslast pro Arbeitsplatz angemessen, wie sieht die Altersstruktur der Mitarbeiter aus?)
        .
        5. Zukunfts- und Innovationsanalyse: Beispiele: investiert die Gemeinde ausreichend in IT-Systeme und Datenverarbeitung, in fortlaufende System- und Prozessoptimierung, in moderne Arbeitsplätze und Arbeitsmodelle, in Aus- und Weiterbildung, in einen „Arbeitsplatz der Zukunft“? Sind die Arbeitsplätze attraktiv genug, um „die Besten“ für eine Arbeit in der Gemeinde zu begeistern?
        .
        6. Führungsanalyse: Werden angemessene Führungsmethoden eingesetzt, stimmen Personalplanung, Personalentwicklung und Personalbeschaffung, stimmt die Zusammenarbeit mit Personalrat und Gleichstellungsstelle?
        .
        7. SWOT Analyse (Beispiele: Wo liegen auf Basis der obigen Analysen die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der Gemeindeverwaltung? Welche besonderen Stärken gilt es zu fördern, welche Schwächen zu beseitigen?)
        .
        8. Benchmarking: Wo steht die Gemeinde mit ihren Stärken und Schwächen im Vergleich einerseits zu anderen vergleichbaren Stadt- oder Gemeindeverwaltungen, aber auch im Vergleich zu ähnlich großen Wirtschaftsunternehmen (mit ca 400 Mitarbeitenden)?
        .
        9. Massnahmenkatalog: Vorschlag von Einzelmassnahmen zur evtl notwendigen Um- oder Neuorganisation der Gemeindeverwaltung.
        .
        Ich habe bewußt keine *Methoden* aufgeführt wie zum Beispiel Interviews und Workshops, sondern Fragestellungen, deren Beantwortung ich mir von einer Organisationsanalyse erhoffe.
        .
        Bereits heute sage ich eines voraus: Jede Organisationsanalyse wird alarmiert darauf hinweisen, dass große Teile des Führungspersonals in Kürze die Altersgrenze erreichen wird.
        Einzelne Stellen können einfacher nachbesetzt werden, aber ein solch umfassender Generationswechsel muss langfristig organisiert und geplant werden. Eine solche sinnvolle Planung bedarf einer Vorlaufzeit von 2-5 Jahren und ist damit eigentlich fast schon „zu spät“.
        .
        Und für die allfälligen Kritiker: Ich bin ja nur bürgerliches Mitglied und habe an der Debatte und der Abstimmung über die Organisationsuntersuchung keinen Anteil. Dafür kann ich aber „frei“ meine Erwartungen formulieren 😉
        .
        Wenn die Studie auf diese Fragen gute und praktikable, umsetzbare Antworten gibt und daraus die richtigen Massnahmen auch umgesetzt werden, dann bin ich überzeugt davon, dass dies sehr gut angelegtes Geld ist.
        .
        Ich warte gespannt darauf, wie die konkrete Ausschreibung aussehen wird.

        • Rolf Michelsen sagt:

          Glückwunsch, Herr Holowaty ! Super formuliert in der Aufgabenstellungsidee von Ihnen. Doch ein Faktor fehlt, der entscheidend ist: Motivation und ergebnisorientierte Zusammenarbeit.
          Dann erklären Sie doch in diesem Zusammenhang mal, warum die TG für ca. € 285.000,00 saniert werden musste und nicht früher angegangen wurde ? Die Lösung: ungeklärte Frage der Zuständigkeit und Schuld auf Andere schieben neben Mangel an Aufsichtspflicht Vorgesetzter.
          Das mal so als Beispiel. Da gibt es im Bereich des „Bürgerhaushaltes“ noch sicher viele Punkte.
          Was nützt eine Organisation, wenn sich nicht funktioniert ? Beamte sind fast unkündbar. Wie das Verhältnis Beamte zu Angestellten aktuell weiß ich nicht.
          Angestellte kann man anders als Leiter erfolgsorientiert steuern. Ein guter Beamter kennt sich im Dschungel der Gesetze und Paragraphen bestens aus. Da gibt es Widersprüche, die bis zur Klärung nur Zeit kosten und nichts bringen. Stillstand ist Rückschritt – dürfte auch bekannt sein.
          Welche Fortschritte hat denn die Verwaltung aufzuweisen ? Mehr Personal etwa ? Die IT-Technik macht vieles schnelles und effizienter.
          Außedem: was haben die Bediensteten an Fortbildung wahrgenommen oder was wurde gefördert ?
          Eine Frage ist auch die Fluktuation – in jedem Unternehmen incl. Betriebskima.
          Das Thema Ausbildungspotenzial neuer Mitarbeiter (männ./weibl) fehlt Ihrem Skript.

          • Stephan Holowaty sagt:

            Herr Michelsen,
            .
            Alles was Sie anführen ist in meinem Anforderungsprofil enthalten.
            .
            Personalentwicklung und Führungsmethoden sind die hierbei „passenden“ Begriffe. Zuständigkeiten wiederum sind Gegenstand der Aufbau- und Ablauforganisation. Passt also.
            .
            Ansonsten Danke für die 285.000€, die Sie so einstreuen und mit denen Sie elegant von der Organisationsanalyse zur Sanierung der Tiefgarage überleiten. Wäre mit als nicht-Benutzer der Tiefgarage sonst fast entgangen. Dabei entspricht das ja in etwa dem Preis eines Reihenhauses … und wie der geneigte Leser weiß, gehen die in Henstedt-Ulzburg ja wie geschnitten Brot…

            • Rolf Michelsen sagt:

              Organisation ist „(fast) Alles“. Das beinhaltet auch Zuständigkeiten. Was nützt eine Analyse, wenn es schon an Basisdingen scheitert mangels Interesse ? Nach der Mentalität – muss ich ja nicht sehen, bin ja Beamter in gesicherter und fast unkündbarer Stellung, nicht nach Leistung sondern nach BAT und Berufsjahren bezahlt.
              Ganz abgesehen davon, daß für die Planung der Neubauten „Lindenstraße“ und „Kirchweg“ allein ca. € 750.000,00 ausgeben wurden (hatten Sie mir mal hier mitgeteilt) – was nützt eine Organisation im Rathaus, die keine oder schlechte Vorgaben macht und wer hält dafür dann den Kopf hin ? Für die Neubauten kam dabei ein Preis / qm € 3.300,00 aus. Was geht in den Köpfen im Rathaus vor ? Was nützt da eine Analyse ? Nur das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler……
              In H-U – weder für TG-Sanierung noch Neubau-Thema gab es irgendwelche nachträglichen Konsequenzen für die Auslöser auf den Drehstühlen und Sesseln.
              Egal ob Wirtschaftsunternehmen, Behörde oder Schiff: das „Steuer“ hat immer ein Kapitätn, der weiß was er tut, weiß was im Maschinenraum läuft oder nicht und wohin die „Reise“ geht.
              Ja, ich weiß, beinah jeder Mensch kann Abgeordneter oder Minister werden und braucht keine fachliche Qualifikation dafür, hilfreich ist immer ein Parteibuch. Da kann man als CDU-ler unter einem SPD-Miniserpräsidenten sicher der Pension entgegen sehen. Die BW wurde kaputtgespart und wird von einer Frau geleitet (ohne entsprechende Praxis vorher) – keine Angst, es gibt auch nocht andere Beispiele. Doch wenn das „Fundament“ unten nicht stimmt, was soll dann oben gesichert stehen und bleiben ?
              So mancher Minister musste schon seinen Hut nehmen weil die Adminisration versagt hat. Manchmal tut ein Wechsel gut, denn schlechter kann es ja nicht laufen….aber die Hoffnung auf ein „besser“ hat man ja…..
              Ach ja, Herr Holowayty: ich vergesse nicht das Thema Reihenhaus und geschnitten Brot…..auch nicht Ihre beiden immer noch fehlenden Antworten auf NETTO (Arbeitsplätze, Verkehrsaufkommen, Steuereinahmen netto) oder Zuschuß vom Land aus dem Sonderfond Investion für H-U, so wie es z.B. Bad Bramstedt und Norderstedt lt. Presse erhalten haben – nur H-U nicht.
              Optimaler Einsatz und sichtbare ERFOLGE für Jedermann statt Worte schmücken den aktiven Menschen……

              • Stephan Holowaty sagt:

                NETTO: das Thema ist hier und an anderen Stellen, an denen Fakten mehr geschätzt werden, schon dutzende Male hoch und runter diskutiert worden, es ist ermüdend immer alles zu wiederholen (Wirtschaftssituation 2013, als das NETTO-Grundstück verkauft wurde: damals konnten die Käufer Forderungen stellen, Wirtschaftssituation 2018, als REWE gekauft hat: da konnte die Gemeinde Forderungen stellen)
                .
                In den anderen Fragen wenden Sie sich doch bitte an den Bürgermeister Ihres Vertrauens, um zu erfragen, welche Landes-Fördermittel aus welchen Töpfen in 2018 von der Gemeindeverwaltung beantragt worden sind und wie der Kommunalpakt von der Gemeinde genutzt worden ist.
                .
                Auf die Misere bei der Bundeswehr hat jedoch weder der Bürgermeister, noch die FDP-Gemeinderatsfraktion noch irgendwelche Bauherren von Reihenhäusern in Henstedt-Ulzburg und auch kein Landtagsabgeordneter einen Einfluss. Sie als Wähler haben mit ihrem Kreuz da deutlich mehr Möglichkeiten.
                .
                Auch der Rest der von Ihnen genannten Zahlen stimmen so nicht wirklich, aber auch da … es ist Sonntag.

                • Rolf Michelsen sagt:

                  Sie machen es wirklich kompliziert – mangels Wissen und Initiative ! Seit wann müssen Bürger beim Bgm. oder GV / Ausschuß nachfragen ? Nachhilfe für Politiker geben müssen wir Wähler dort nicht. Bei Genehmigung saßen Sie doch noch hier im GV mit Mandat und haben dafür gestimmt, ohne Backroundwissen. Eindeutig Tanzfläche der Politik. Was war denn der Grund für die Zustimmung ? Nach meiner Erinneurng wurde da hinter verschlossenen Türen genehmigt. Oder irre ich mich ? Sie zählen sich doch zu den Bürgerverstehern. Die gewählten Vertreter sind die Ansprechpartner, weil sie gewählt werden wollen – zum Glück auf Zeit.
                  Das haben CDU und SPD schmerzlich gespürt.
                  Die EINFACHE Frage ist: was BRINGT uns bald und hier NETTO ? Von Forderungen habe ich KEIN Wort erwähnt. Also für Sie sehr speziell: was bringt uns NETTO an Arbeitsplätzen, Steuern, Verkehrsbelastungen `?
                  Das daran nichts mehr gerüttelt werden kann ist völlig klar. Doch im Zusammenhang mit REWE wird es interessant das zu wissen – es geht um Zukunft im Zusammenhang mit der ebenfalls beschlossenen inneren Verdichtung. Schließlich wurde REWE durchgepeitscht – ohne dieses Wissen ? Wäre erbärmlich, denn warum gab es wohl eine BI ? Dachten die Wähler weiter als die Politik ?
                  Oder reden Politik und Verwaltung nicht mehr (miteinander) über NETTO ? Sonst ist man doch im Rathaus immer bereit positive Nachrichten zu verbreiten. Und für Fototermine ist ja auch immer Zeit sich in rechts Licht zu rücken…..Eigenwerbung genannt.
                  Oder trauen Sie sich nicht im UPA-Bereich mal nachzufragen ? Und reden darüber macht auch kein Mitglied im GV oder Ausschuß ?
                  Wenn Sie als UPA-Vorsitzender auch nicht wissen, ob der Bgm. Fördermittel beantragt hat…..schließlich sind Sie für die Streichung der Straßenbaubeiträge . Und für Infrastruktur sind die Mittel ja gedacht.
                  Allerdings für eine Zukunftsplanung hatte man hier nie viel übrig, wie der Blick auf Verkehrssituation beweist – da wurde fleißig genehmigt an Neubauten – stets jahrzehntelang mit der CDU zusammen.
                  Verlegung Bahntrasse – Fläche freigehalten, Umgehungsstraßentrassen zu Gunsten von Neubauten zugebaut.
                  Nun ja, was wären Parteien ohne Sponsoren aus der Wirtschaft…..Gruß von Helmut Kohl und seinem sagenhaften Koffer ohne Gegenleistungen….auch der Mövenpick-Konzern dankt zum Thema Mwst.-Senkung von 19 % auf 7 % – dank FDP-Hilfe.

  14. Jens Daberkow sagt:

    Wahnsinn jetzt verstehe Ich warum der Fahrrad gerechte Umbau der Rüttelschwellen (Lindenstraße und An der Alsterquelle) von der BFB und CDU 2016 abgelehnt wurde Dieser war mit 84000tsd € für 7 Schwellen einfach zu billig.
    Dabei ist die Straße auf dem Rhen Teil einer Radroute des Kreises und wird von vielen Radfahrern Richtung Para genutzt.

    Der Radverkehr ist auch weiterhin Stiefkind der Politik oder wie lässt es sich erklären,dass eine Teilzeitstelle für einen Radverkehrskoordinator nicht genehmigt wird ?

  15. R. Finsterbusch sagt:

    Eine Organisationsuntersuchung unserer Verwaltung
    = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =
    Das Thema ist nicht neu und von Verwaltung, Politik und Bürgerschaft gewollt.
    Angekündigt 2016 in einer Pressemitteilung der Verwaltung.
    Hier auch der Hinweis, dass zuletzt eine flächendeckende Organisationsuntersuchung von Verwaltung und Baubetriebshof im Jahr 1991 durchgeführt wurde.
    – – –
    Im Internet präsentieren sich verschiedene Anbieter für diese Untersuchung, die diese bereits für Städte, Kreise und Gemeinden durchgeführt haben.
    Da werden zur Organisationsuntersuchung beschrieben:
    – Ziele und Vorgehen
    – Phasen
    – Methoden
    – sowie weitere Beratungsfelder, wie Organisationsentwicklung, Personalmanagement, Personalentwicklung, Seminare & Trainings genannt.
    – – –
    Und wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte, dem sei das
    „Organisationshandbuch“ des Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
    – hinterlegt im Internet – empfohlen.

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