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Rewe plant mit Robotern – Kisdorf: Henstedt-Ulzburg verhält sich wie Trump | Henstedt-Ulzburger
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Rewe plant mit Robotern – Kisdorf: Henstedt-Ulzburg verhält sich wie Trump

Wie nachhaltig ist der Keil, den Rewe in die nachbarschaftlichen Beziehungen der Gemeinden treibt?

Wie nachhaltig ist der Keil, den Rewe in die nachbarschaftlichen Beziehungen der Gemeinden treibt?

Arbeitswelt der Zukunft in Henstedt-Ulzburg. Rewe Logistikleiter Matthias Bähr hat jetzt bei einem Branchentreffen angekündigt, alle neuen Logistikzentren der Firma ‚roboterready‘ zu bauen. „Alle Logistikzentren werden für den späteren Einsatz von Robotern vorbereitet sein“, sagte Bähr bei einem Branchentreffen im nordrhein-westfälischen Hamm. Insgesamt will die Supermarktkette sieben neue Warendrehscheiben hochziehen, eines dieser neuen automatisierten Zentren soll in Henstedt-Ulzburg entstehen.

Noch ist die Robotertechnik nicht ausgereift genug. Wenn das jedoch der Fall sein sollte, wäre Rewe mit seiner ‚Roboter-ready-Maßnahme‘ vorbereitet. Die Frage ist nur, wie es dann tatsächlich aussieht mit den versprochenen Arbeitsplätzen. Über 900 Mitarbeiter hatte Rewe-Sprecherin Daniela Beckmann für den Standort in der Großgemeinde angekündigt. Heute blieb sie allerdings wortkarg, reagierte nicht auf eine Anfrage der HU-Nachrichten.

Während sich Rewe wiederholt gegenüber den HU-Nachrichten ausschweigt, wächst woanders der Unmut, wenn es um die Warenversandfabrik geht. Für Kisdorfs Bürgermeister Raimer Wisch verhält sich die Großgemeinde wie US-Präsident Donald Trump. Die Gemeinde verfahre nach dem Motto „Henstedt-Ulzburg first“, habe er Stefan Bauer bereits im Sommer wissen lassen. An seiner Haltung habe sich nichts geändert, so Wisch zu den HU-Nachrichten. Was Wisch fuchsteufelswild macht: Das von Rewe versprochene Laster-Durchfahrverbot durch die Ortsmitte soll erst nach der Abzweigung Richtung Kisdorf gelten. Die Kreuzung Gutenbergstraße/Hamburger Straße/Ulzburger Straße soll zudem extra ausgebaut werden, damit die LKWs ohne lange Wartezeit in Richtung Kisdorf dieseln können. Nach bisheriger Rewe-Tourenplanung sollen täglich 58 Laster durch die Nachbarkommune rollen. Wisch hält das noch für deutlich untertrieben und wundert sich zudem über Worte von Henstedt-Ulzburgs Bürgermeister in der vergangenen Woche im Ratssaal. „Von Anfang an stehen wir mit Kisdorf in einer guten Diskussion“ hatte Bauer dort gesagt, und tags darauf in einer Pressemitteilung erklärt, „dass sich die Gemeinde im Dialog mit seinen Nachbarkommunen – insbesondere Kisdorf – befinde, wie verkehrliche Auswirkungen gemeinsam bewältigt werden können“.

Wisch weist diese Darstellung komplett zurück. Kisdorf sei vor vollendete Tatsachen gestellt worden, ein echter Dialog habe nie stattgefunden. Und weiter: Die geschmeidigen Worte in der Pressemitteilung, dass man sich insbesondere mit Kisdorf im Dialog darüber befände, wie man die verkehrlichen Probleme lösen könne, sind in keiner Weise von der Henstedt-Ulzburger Verwaltung an uns herangetragen worden.“

In zwei Wochen will das Gemeindeparlament das Rewe-Bebauungsplanverfahren abschließen –  rechtzeitig bevor die Bürger bei der Kommunalwahl ein Wörtchen mitreden könnten. Sollte in 14 Tagen der Satzungsbeschluss bestätigt werden, will Kisdorf die Gemeinde vor Gericht bringen: „Wenn das Planfeststellungsverfahren kommt, müssen wir klagen“, so Bürgermeister Reimer Wisch.

Gernot Willsch/Christian Meeder

8. März 2018

31 Kommentare zu "Rewe plant mit Robotern – Kisdorf: Henstedt-Ulzburg verhält sich wie Trump"

  1. R. Krünkelfeld sagt:

    War mir grad nicht sicher, ob ich den „Postillon“ lese oder doch wieder nur bei den HUN….als Satireblatt nicht schlecht, aber auf Dauer immer nur die gleiche Leier und damit langweilig.

    Ich würde mich hier mal über objektiven Journalismus freuen.

  2. Hier ein Link auf eine Suchseite: http://bit.ly/2oPWN9F
    Dort Fund Nr. 3 (Rewe plant Milliardeninvestitionen…). Dann kann man den referenzierten Artikel auch lesen (weiter unten: Roboter werden kommen).
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    „Große Potenziale sieht [der Rewe-Vertreter] Bähr vor allem noch in der Automatisierung der Be- und Entladevorgänge an der Rampe. Dadurch ließe sich noch erheblich Zeit einsparen. „Im Lager sind wir auf einem guten Weg“…“
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    Bedeutet dann wohl: Die besetzten Jobs ziehen erst mit her, was Pendelverkehr zur besten Rushhour bedeuten könnte, denn nur wenige Mitarbeiter wohnen in H-U. Und werden dann nicht mit arbeitssuchenden Einwohnern der Umgebung neu besetzt, sondern nach und nach wegrationalisiert. Wodurch auch an der Rampe dann also Zeit eingespart wird=Mehr Ladevorgänge in gleicher Zeit. Und damit könnten die 888 LKW-Fahrten pro Tag dann doch eher das untere Ende der Bandbreite markieren.
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    Sie machen sich unseren Wohnort ungeniert Untertan, indem sie wertlose „Glasperlen“ bieten, obwohl offensichtlich lange klar ist, das soviele Jobs wie angekündigt hier nicht arbeitsmarktwirksam werden. Die Durchfahrtsperre wurde auch schon ausgehöhlt. Gewerbesteuern gibts eh nur 10% des üblichen Ertrags pro Flächeneinheit. Die Befürworter haben bislang immer noch den zusätzlichen Lohnsteueranteil betont. Nur, Roboter erhalten keine steuerpflichtige Vergütung… und 15% von nix sind 0 €, wenn ich mich nicht verrechnet habe.
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    Dafür muss man Leute finden, die bereit sind, alte Fehler zu wiederholen: goo.gl/images/7FbgeK
    Das Bild oben im Artikel passt wirklich gut zur Situation. Hier schon die neue Hintergrundmusik in den Märkten, demnächst … youtu.be/r-qJxTlozYc?t=2m (Achtung, rein spekulativ, so wie das mit den Robotern! 🙂 )
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    Das trojanische Pferd steht schon vor dem Tor. Am 20.3.2018 soll es durch die Gemeindevertretung herein geholt werden. Will jemand antike Fehler wiederholen und es reinlassen? Mal schauen, wer so alles zustimmt.

  3. R. Finsterbusch sagt:

    Auch die Kommunalaufsicht teilte die Meinung, dass eine Lösung nach jetzigem Stand schwer vorstellbar ist, da laut Aussage des Bürgermeisters Herrn Wisch die Gemeinde Kisdorf einer Umgemeindung der erforderlichen Flächen nicht zustimmen wird. „Vor einer Lösung stehen ein Planfeststellungsverfahren und ggf. auch Enteignungsverfahren, die auch rechtsmittelbehaftet sind.“

  4. Westermann sagt:

    Wenn ich 888lkw durch 100 Rampen teile, so komme ich je Rampe auf ca. 9 lkw pro Tag. Wer plant denn ein Lager, dessen Rampen am Tag nur für eine Schicht belegt werden??? Für mich sind diese Zahlen daher weit untertrieben!!,!

    • Westermann sagt:

      PS.. Wenn ich für 1 lkw 1stunde ansetzen… Und dass ist großzügig. Meist geht es schon in 30 bis 40 min

  5. Rolf Michelsen sagt:

    Eine Klage, die Zeitverzögerung bringt, seitens Kisdorf war doch schon lange zu erwarten. Wenn ich mir jetzt diesen Artikel, insbesondere die Worte aus Kisdort deute, dann scheint ja hier die Elite von HU nicht gerade Wert auf gute Nachbarschaft zu legen. Oder deutlicher: wird hier „gelogen“ bzw. der mündige Wähler mit alternativen Fakten versorgt ?
    Die vollmundige Verkündung zum Jahreswechsel unseres Bgm., die Sache REWE bis zu Kommunalwahl „einzutüten“ wird wohl kaum klappen. Das wird wahrscheinlich die neue GV auch noch beschäftigen. Das klingt alles nicht nach Profi-Handeln.
    Fakt ist, daß REWE scheibchenweise einige Zusagen zurückzieht oder jetzt an die Öffentlichkeit tritt mit neuen aktuellen Planungs- und Weiterentwicklungsplänen. Man denke an das quasi fast aufgehobene Durchfahrverbort von REWE-LKWs in Bezug auf Ladungen von Sub-Speditonen aus dem In- und Ausland. Das Schweigen von Frau Daniela Beckmann spricht für sich. Seriös sieht für mich anders aus.
    Die in der Presse einst zu lesenden zu erwartenden Steuereinnahmen von € 800.000,00 sind auch schon relativiert worden unter Berücksichtiung der zu leistenden Abgaben von HU im Finanzauslgleich. Nur dazu schweigen die Befürworter.
    Das man das Thema Logistikbranche, also hier NETTO und REWE belastungs- und ertragsmässig zusammen sehen muß wird ausgeblendet.
    Oder wer erklärt mir mal was NETTO für den Ort HU insgesamt bringt. Die Befürworter in der Politik müssten das ja aus dem Handgelenk beantworten kennen, wenn sie wirklich alle Fakten kennen und berücksichtigt haben…….
    Falls nicht: dann haben wir keine Kompetenzteam“, sondern……(zensiert).
    Das Kollege Roboter immer mehr manuelle Arbeitplätze kostet ist auch nicht gerade neu. Andere Unternehmen praktizieren das schon. Selbst in der Medizin gibt es Roboter. Selbstfrahrende LKW’s in ca. 10 Jahren keine Raritäte mehr. Aber die Hallen von REWE und NETTO werden hier über Jahrzehnte stehen und der Ort wird durch Verdichtung noch wachsen.
    Qua Vadis, HU ! Da kann man nur froh sein, nicht hier als Kind auzuwachsen in einem Ort, wo eine Grünfläche nach der nächsten betoniert wird.
    Seltsam, auf den Pinnau-Wiesen war auch noch kein Bagger oder Bauschild zu sehen…… Dabei war die Entscheidung doch einst so eilig….

    • Das mit den tollen Jobs ist mindestens seit Juni 2017 eine bewusst gestartete Nebelkerze.
      https://www.google.de/amp/s/amp.diepresse.com/5232415
      ——
      Der letzte Absatz ist hier aufschlussreich: Der Rewe International-Chef Hensel im Interview zur Automatisierung in Österreich. Und mit Verweis auf das Nachbarland (uns):
      „Eine Vollautomatisierung der österreichischen Lager, die diese Frage hinfällig machen würde, ist anders als bei der Rewe-Mutter in Deutschland [!!] aber nicht in Planung, sagt Hensel. Das Umsatzpotenzial sei in Gebieten wie dem Ruhrpott einfach höher, wodurch sich die Investition dort rechne. Die Automatisierung einfacher Tätigkeiten werde zukünftig aber möglicherweise eine Notwendigkeit. …“ Tja, viele sagten mir beim Unterschriftensammeln:Eigentlich auch nicht happy mit den LKW-Fluten, spekuliere aber auf einen Job im Lager. Das könnte ins Leere laufen. Die LKW bleiben und werden mehr, dank Automatisierungs-Rendite.

      • Jens Daberkow sagt:

        Auch vollautomatisierte Lager müssen ständig gewartet werden und dafür benötigt man Fachkräfte.
        Auch das händische Kommissionieren wird nicht komplett verschwinden.
        Dafür wird es dann einen Teil weniger Qualifizierte Kräfte geben.

        Das Regional Zentrum besteht ja auch nicht nur aus Auslieferungslager sonder was scheinbar vergessen wird auch aus Verwaltung und Schulungscenter

        • Klar, auf 0 Arbeitsplätze gehen die auch mit der Automatisierung nicht runter. Aber die Jobs ziehen ja ganz überwiegend erstmal mit pendelndem Stelleninhaber her. Und dann liegt die ganze Hoffnung auf der Fluktuation: Erst durch Neubesetzungen haben Einwohner aus Henstedt-Ulzburg die Chance, da in Lohn und Brot zu kommen. Nur wenn die Arbeitnehmer zunehmend in unserer Gemeinde ansässig sind, fließt dem Rathaus der Lohnsteueranteil zu.
          —-
          Wird die Fluktuation aber nicht durch Nachbesetzungen ausgeglichen, sondern durch Umstrukturierung mit dem Endzustand, dass das verringerte Personal Kollege Roboter zur Seite gestellt bekommt, dann platzen sie, die großen Jobträume.
          —-
          Digitalisierung schafft sogar viele neue Jobs, bei meinem Arbeitgeber sind hunderte Stellen für Programmierer und Datenbankspezialisten offen. Das ist auch bei Rewe nicht anders. Nur halt in Köln, Ilmenau und Sofia/Bulgarien. https://www.rewe-digital.com/kontakt-anfahrt.html

          Es gibt gute Seiten: Amazon wird an weiterer Monopolisierung gehindert, viele Jobs für Ingenieure und wir brauchen bald keine Freizeit mehr in Supermärkten verbaseln.

          Aber irgendwo muss auch die Schmuddelecke hin. Diese Rolle ist uns zugedacht. Ausweislich oben verlinkter Aussagen des Rewe-Managers ist das mit dem Robotereinsatz schon Juni 2017 klar gewesen. Als Rewe für Henstedt-Ulzburg die bunte Projektinfoseite mit den wohlklingenden Jobzahlen gestartet hatte. Und die Befürworter unsere Warnungen vor Robotern und Onlinesupermarkt als Hirngespinste abgetan haben.
          —-
          Wird man sich bis 20.3.2018 (GV-Sitzung zum Durchwinken) darüber klar werden, das man getäuscht wurde? Wird es auf den letzten Metern gestoppt? Der Bürgermeister erklärte seine Zustimmung trotz gegenteiliger Wahlversprechen mit „fortentwickelten Erkenntnissen“. Jetzt haben sich die Erkenntnisse erneut fortentwickelt. Mal sehen, zu welcher Fortentwicklung des Abstimmverhaltens das führt zwischen UP-Ausschuss und Gemeindevertretung.

        • klaus worthmann sagt:

          Hallo Jens.

          Glaubst du wirklich, dass die Wartungsarbeiten von hier ansässigen Firmen bzw. Fachkräften durchgeführt werden????
          Üblicherweise, schon alleine aus Garantie-/Gewährleistungsgründen, werden damit Fachkräfte der jeweiligen Hersteller- bzw. Servicevertragsfirmen beauftragt. Dieses ist bei solchen Firmen eigentlich weltweit üblich, da auch die Fachkenntnisse bei externen Facharbeitern zu den automatisierten Anlagen fehlen. Nehmen die Firmen tatsächliche Kräfte außerhalb der Serviceverträge, erlischt der Garantie-/Gewährleistungsanspruch.
          Auch das Schulungszentrum dürfte überwiegend sowohl bei den Unterrichtenden als auch bei den zu Unterrichtenden nicht mit Personen aus Henstedt-Ulzburg besetzt/belegt sein. Was letztendlich bleibt, ist die Verwaltung, wobei aber bei der Besetzung, der nicht bereits mitgebrachten Arbeitsplätze auch hier gilt: Eignung und Befähigung und nicht Wohnort.

          • Jens Daberkow sagt:

            Es werden zum ständigen Betrieb der Anlagen Fachkräfte benötigt um Störungen zu beseitigen und den reibungslosen Betrieb zu Gewährleisten. Es kann sich auch Rewe nicht Leisten möglicherweise Tagelang auf den Hersteller zu warten wenn die Anlage steht.
            Fachfirmen werden zum Aufbau und Inbetriebnahme bzw für die Wartungsintervalle hinzukommen

            • Naja, vielleicht stationert Fa. Kuka hier 5 Leute fürs Arge.
              Das mag schon sein.

            • klaus worthmann sagt:

              Moin Jens.
              Gerne nochmals. Bei Störungen dieser Anlagen dürfen die Kunden ausschließlich nur Fachkräfte der Hersteller-/ Servicevertragsfirmen beauftragen. Zu diesem Zweck unterhalten diese Servicefirmen technische Außendienstmitarbeiter, die auch bei Störungen von heute auf morgen erscheinen, und zwar nicht nur bei Aufbau- oder Wartungsintervallen. Sollten Arbeiten von nicht zertifizierten Fachkräften durchgeführt werden (bsw. Auswechseln von Kleinteilen oder anderen Schrauben o.ä.) erlischt im Regelfall die Garantie/Gewährleistung und die dazu vorgesehenen Außendienstler werden im Regelfall keine weiteren Arbeiten an dieser Anlage mehr durchführen, da sie bzw. die Herstellerfirma dann die Garantie/Gewährleistung für nicht zugelassene Teile übernehmen würden. Dieses Risiko gehen die Herstellerfirmen i.d.Regel nicht ein. Da ich selbst jemanden in der Familie habe der diese zertifizierten Arbeiten durchführt, kann ich das (glaube ich jedenfalls) auch beurteilen. Für kleinere andere Arbeiten außerhalb der Anlagen werden im Regelfall 1-2 Betriebstechniker vorhanden sein, die sich sofort um die Störung (Glühbirnenwechsel, kleinere Reparaturen o.ä.) kümmern. Externe Firmen sind dann dafür nicht notwendig und würde auch zu lange dauern. In diesem Bereich wird für ortsansässige Firmen wohl nicht viel abfallen.

              • Jens Daberkow sagt:

                Dann würde die Firma wo ich tätig bin Tagelang Maschinen und Hochregal Ausfall beklagen wenn dem so wäre.Wir haben einen Maschinenpark mit zahlreichen neuen Maschinen und unsere Haustechniker warten und reparieren diese auch in Absprache mit dem Hersteller.

              • Unterm Strich ist doch die Frage, warum man auf Roboter setzt. Um z.B. 100 gering bezahlte angelernte Arbeitskräfte durch 100 besser bezahlte qualifizierte Kräfte zu ersetzen? Sicher nicht. Dann hat man einen eigenen kleinen Wartungstrupp für die regulären Arbeiten, der Automatisierungshersteller entsendet ggf. auch noch ein paar Spezialisten für kompliziertere Fälle. Und ansonsten legt man wichtige Infrastruktur doppelt aus. Zudem gibt es auch noch die statistische Prozesslenkung (SPC): Laufendes Messen von Maschinenparametern mit direkter Auswertung und Warnautomatik. Entwickeln sich Toleranzen im Zeitablauf ungünstig, geht im Leitstand die gelbe Warnlampe an. Dann rückt der Wartungstrupp mit dem Ersatzteil an.
                —-
                Der Punkt ist doch, das nur vorübergehend die Jobs in dem in Aussicht gestellten Mengengerüst kommen, ganz offensichtlich aber recht kurzfristig nicht etwa für Neubesetzungen frei werden, sondern in größeren Teilen sukzessive wegfallen. Und das planvoll ab 06/2017. Mit uns Hinterwäldlern kann man es ja machen 😉

    • Dirk Meissner sagt:

      Moin Herr Michelsen,
      eine evtl. Klage von Kisdorf bringt aber nur eine Zeitverzögerung im Ausbau der Kreuzung, hat aber sicherlich keinerlei Auswirkung auf den Baubeginn des Monumental-Baues.
      Und kurz noch zu den Pinnau-Wiesen,im Hauptausschuss am 13.03. Dienstag um 18.30 unter TO 3.3 “ Klage gegen den Bürgerentscheid 2015… jetzt wird die Rechtmäßigkeit angezweifelt… warum erst jetzt und nicht schon damals?

      • Das setzte natürlich voraus, eine GV-Zusammensetzung zu „haben“, die mehrheitlich für eine Rolle rückwärts zu begeistern ist. Insofern drücke ich dem grünen M die Daumen, hier den richtigen Riecher zu haben. Und uns, das die Klage dennoch zurückgewiesen wird.

      • Martin Becker sagt:

        Unsere gewählten Vertreter wollen also auch hier den ausdrücklichen Willen der Wähler ignorieren? Das muß irgendwie publik gemacht werden, über die HUN hinaus, damit diese GV und in der Folge auch dieser Bürgermeister klar abgewählt werden.

  6. Rolf Michelsen sagt:

    Ich bin mir (leider) völlig sicher: REWE wird „durchgewunken“.Das einige Informationen vom Sommer 2017 gegenüber der Bevölkerung (Veranstaltung mit Speis und Trank im Bürgerhaus) sich heute als falsch erwiesen haben stört hier weder die Bau- und Stau-Parteien noch den Bgm. Man nennt es „weiterentwickeln“ und starr wie ein Esel an der Grundsatzentscheidung festhalten. Neue Tatsachen bzw. Korrekturen werden ignoriert. Sonst wäre ja das viele Geld für die Anwälte seitens REWE vergeblich gewesen.
    Allein die Ausgabe in Millionenhöhe für das Super-Abwasserrohr unter den A 7- Zubringer wäre ja überdimensioniert. Man schafft erst einmal Tatsachen……
    Die größte wirtschaftliche Entscheidung, Ansiedlung von NETTO und REWE, in der Gemeinde stand in keinem Wahlprogramm bei der letzten Kommunalwahl. Die Mandatsträger fühlen sich wie Fürsten im Mittelalter als einzig kompetent und der lästige Bürger darf ja mal von Periode zu Periode entscheiden. Hinterher sieht das alles anders aus….
    Eine geplante Bürgerentscheidung mit viel Geld – von REWE – zu verhindern wird sich sicher rächen.
    Das Verwaltungspersonal von REWE hier im Ort ist nur ein kleines Zweigbüro. Die Entrscheider und Manager sitzen in der Zentrale weit weg. Genau wie die Experten für das Computerprogramm – dank Datenfernbetreuung kein Thema hier teure Spezialisten zu suchen.

  7. Jens Daberkow sagt:

    Ich denke ich ziehe mich aus diesem Wahlkampfforum vorerst zurück.
    Interessante Themen können zur Zeit sowieso nicht angesprochen werden.

  8. Henning Siemund sagt:

    Laut statista.de, einer der erfolgreichsten Statistikdatenbanken der Welt [1], beträgt das Automatisierungspotenzial in der Logistik-Branche 60% [2], d. h. 60% der Arbeitsplätze können künftig durch Automatisierung wegrationalisiert werden. Von den ca. 20 neuen Arbeitsplätzen für Ulzburger, die das GGR-Gutachten prognostiziert [3, Folie 101], bleiben dann also noch ganze 12 über. Kein großer Wurf für Ulzburg. Unter diesem Gesichtspunkt: Grob fahrlässig, der Ansiedlung zuzustimmen.

    Quellen:

    [1]http://m.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/statista-balken-die-die-welt-beschreiben-a-1055683.html

    [2]https://de.statista.com/infografik/8751/durch-automatisierung-gefaehrdete-arbeitsplaetze/

    [3]http://gewerbe-hu.de/wp-content/uploads/2017/07/GGRSUAuswirkungsanalyseREWEHenstedt-Ulzburg25072017.pdf

    • Henning Siemund sagt:

      Kleine Korrektur (nach einer Tasse Kaffee klappt es dann auch endlich mit den Grundrechenarten) :

      Bei 20 prognostizierten neuen Arbeitsplätzen für Ulzburger und einem Automatisierungspotenzial von 60% verbleiben sage und schreibe 8 (a c h t) neue Arbeitsplätze für Ulzburger.

  9. Dirk Meissner sagt:

    Dies würde aber auch ein „wollen“ voraus setzen, es wird aber weiterhin an den Plan festgehalten die „goldene Kuh“ nach HU zu holen. Denn immerhin sponsort der Konzern ja schon diverse Verbände, Vereine und andere soziale Organisationen, zu gern möchte man da glauben, dass nun für HU eine Zeit voller Wohlstand abrechnen wird. Und wenn nicht…. „dann war es halt ein Sch….Vertrag. Wäre ja nicht der erste….

    • Rolf Michelsen sagt:

      ….wenn dann die großen LKW von REWE und NETTO (Anlieferer aus dem In- und Ausland, aus nah und fern, direkte Großanliefeurngen oder auf Verteilertour) durch den Ort rollen, meist über die beiden Nord-Süd-Achsen und div. Schleichwege sowie die PKW-Flotten in der Rush-Hour dürfte ja auch die Frage der Instandsetzung bzw. Kosten für die stärkere Abnutzung ein Thema sein. Einstweilen ist ja noch die Regel, daß die Straßenanwohner zur Kasse gebeten werden. Das kann sowohl für Gewerbe als auch Privat für die einzelnen Zahler sehr teuer werden.
      Nach meinem Wissensstand brauchen ja unsere „Logistiker-Firmen“ dafür nicht zahlen.
      Ob das auch den Politikern klar ist weiß ich nicht.
      Die Leute aus dem Kirchweg haben ja schon zahlen dürfen…..
      Alles, was an der Hamburger Straße und u.a. Norderstedter Straße, Kiefernweg beheimatet ist wird begeistert sein, nicht nur über den Lärm und die (Diesel-)Abgase.
      Aber bald sind ja Wahlen…..ob alle Befürworter, die ca. 2.000 Unterschriften ignoriert haben, wieder in der GV sitzen bleibt abzuwarten.
      Die Straßen auf einem Niveau von 1900 sind so schmal wie seit ewigen Zeiten. Aber die Staus (Zeitverlust, Umweltbelastung) sind schon heute enorm hoch.
      Und zum Thema NETTO auch Belastung wird geschwiegen seitens der Entscheider.
      Zusammenhänge sehen, hinterfragen, klären – nicht gewollt. Nur durch diese für mich jämmelriche Taktik seit 40 Jahren keine Umgehungsstraße (mehr möglich).
      Wenn schon jetzt Vereine und Verbände gesponsert werden ist das nur eine abzugsfähirge Ausgabe von der Steuer für die Logistiker. Das kann nur die Steuerlast der Firma reduziern, nicht den Etat der Anlieger. Absolut unausgewogen.
      Wenn REWE wirklich so ein „goldenes Huhn“ ist, warum haben sich dann andere Kommunen nicht beworben und gekämpft ? Waren die etwa schlauer wie unsere Politiker ? REWE scheint ja nur HU als Objekt genommen zu haben, mit allen Mitteln des Rechtswesens, weil man keine Alternative fand.

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