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Keine Wiedereinführung von heulenden Sirenen: Entscheidung vertagt | Henstedt-Ulzburger
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Keine Wiedereinführung von heulenden Sirenen: Entscheidung vertagt

Hauptausschussitzung am Dienstagabend

Hauptausschussitzung am Dienstagabend

Wie die Henstedt-Ulzburger Nachrichten Mitte Dezember berichteten, wurde aus Feuerwehrkreisen angefragt, „ob“, so protokollgemäß, „zur Alarmierung der Feuerwehr wieder Sirenen installiert werden können“. Als Hauptgrund wurde damals dabei die Nutzung der Sirenen als Rückfallsystem für die Einsatzpieper, über die die freiwilligen Brandbekämpfer per Signal aus allen Ortsteilen im Einsatzfall zusammengetrommelt werden.

Dafür sollten nun in der jüngsten Hauptausschussitzung auf Antrag der WHU die Weichen gestellt werden. So sollte die Verwaltung zunächst beauftragt werden, Kosten und Möglichkeiten zur flächendeckenden Ausstattung des Ortes mit Sirenen zu prüfen. Als Gründe dafür nannte die WHU neben der Rufunterstützung der Feuerwehr auch die Möglichkeit von Großschadensereignissen in den Gewerbegebieten und auch auf der zukünftig 6-spurig geführten Autobahn A7.

Mit großer Gegenliebe begegnete man dem Antrag allerdings nicht. So betrachtete Rudi Hennecke von der SPD ein Sirenensystem mehr unter dem Aspekt des Katastrophenschutzes, der in den Aufgabenbereich des Landes und des Kreises fiele. „Warum sollen wir in Vorleistung gehen, wenn Kreis und Land zuständig sind?“, meinte Hennecke.

Rudi Hennecke sieht Land und Kreis in der Verantwortung

Rudi Hennecke möchte den Gemeindesäckel nicht mit Ausgaben für ein Sirenensystem belasten

Auch FDP-Mann Klaus-Peter Eberhardt äußerte sich skeptisch. Seiner Meinung nach können die Bürger die Sirenensignale nicht deuten. Ebenso bemängelte er, dass Gehörlose durch ihr Handicap von akustischen Warnsystemen ausgeschlossen seien.

Bürgermeister Stefan Bauer teilte die Meinung der WHU ebenfalls nicht. „Wir hatten in der Vergangenheit keine Katastrophen“, so der Verwaltungschef, der sich jedoch dafür aussprach, andere Backupsysteme zu prüfen, um der Feuerwehr eine Rückfallstufe zu ermöglichen.

Letztlich entschloss man sich auf Empfehlung von Horst Ostwald (SPD) dazu, den Antrag zu vertagen, um das Thema „Sirenen“ in den jeweiligen Fraktionen gründlich zu betrachten.

Ob und wann nun der Sirenen-Antrag wieder auf den Tisch kommt, steht somit vorerst in den Sternen. Allerdings sind die Aussichten dafür ohnehin nicht unbedingt rosig. So äusserte sich auch der Ausschussvorsitzende des Feuerwehrausschusses, Bernd Utecht, gegenüber den Henstedt-Ulzburger Nachrichten wie folgt: “Die Feuerwehr benötigt heute keine Sirenen für die Alarmierung.“

gw

15. Februar 2018

34 Kommentare zu "Keine Wiedereinführung von heulenden Sirenen: Entscheidung vertagt"

  1. Bernd Utecht sagt:

    Der Redakteur behauptet eindeutig etwas, was nicht von der Feuerwehr so gefordert wird. Im Feuerwehrausschuss wurde das Thema bereits schon besprochen. Der Gemeindewehrführer Herr Knoll fordert keine Sirenen für die Feuerwehr, wenn der Bund, das Land oder der Kreis der Meinung ist, welche zu bauen, dann sollen sie es. Das jetzige Alamierungssystem ist ausreichend. Herr Knoll wünscht sich jedoch ein zweites Alamierungssystem als Rückfallebene, weil die Pieper nicht überall, insbesondere Arbeitsplätze, nicht benutzt werden dürfen. Die Verwaltung sieht das vor und wird in der nächsten Feuerwehrausschusssitzung berichten.

    BERND UTECHT Ausschussvorsitzender des Feuerwehrausschusses

    • Gernot Willsch sagt:

      Hallo Herr Utecht, wie mit Ihnen besprochen, habe ich den Text angepasst.

  2. Peter Pfefferkorn sagt:

    Vielleicht ist der Verweis in die Fraktionen der richtige Weg: wenn die geschilderten Äußerungen einiger Politiker stimmen, zeugt das von einer unglaublichen Unwissenheit beim Katastrophenschutz (KS). Denn darum geht es bei neuen Sirenen, nicht nur um die Feuerwehralarmierung.
    Vom Bund wird tatsächlich ein „modulares“ System zur Warnung bei Katastrophen empfohlen, eben nicht nur Sirenen oder nur Handy-App oder nur Radio. Leider ist der KS Ländersache, und im Gegensatz zu anderen Ländern, die den Neuaufbau von Sirenen wollen und finanziell unterstützen, setzt unser Land einseitig auf das Radio.
    Ich hoffe nach eingehender Weiterbildung innerhalb der Fraktionen also auf einen neuen Antrag für einen Aufbau von Warnlautsprechern/-sirenen (wie Norderstedt sie jetzt hat), im Sinne eines Bevölkerungsschutzes. Und ganz nebenbei vielleicht auch als Backup für die Feuerwehr.

    • K. Honerlah sagt:

      Danke, Herr Pfefferkorn, unser Antrag bezog sich in der Tat primär auf die Alarmierung der Bevölkerung (https://www.w-h-u.de/uploads/media/WHU-Antrag-Sirenen_2018-01-30.pdf). Die Kommune ist für den zivilen Bevölkerungsschutz bei Großschadensereignissen (Einsätze unterhalb der Katastrophenebene) verantwortlich, ansonsten ist es Verantwortung des Landes und der Kreise. Wir hatten erinnerbare Vorfälle bereits mit zwei Großbränden einer Reifenfabrik und dabei Glück mit der Windrichtung sowie Austritt gefährlicher Flüssigkeiten auf anderem Gewerbegrundstück….. Die Durchsage, die Fenster und Türen zu schließen etc., kam jeweils durchs Radio; wesentlich effentiver wäre eine Sirenenwarnung gewesen, denn wer hört jederzeit NDR 2?. Derartiges kann sich stets wieder ereignen. Hamburg will z.B. flächendeckend die Sirenenwarnung einführen und hält die Bevölkerung offensichtlich auch – was das Erkennen der zwei bis drei Alarmsignale anbelangt – für lernfähig. Auch für die Feuerwehr eignet sich die Sirenenwarnung als weiteres Rückfallsystem, wenn andere Alarmierungen fehl schlagen. Aber die Alarmierung der Feuerwehrleute ist bei diesem Antrag ein Nebenaspekt.

  3. Dietrich Adam sagt:

    Hallo , Herr Eberhardt .
    Für wie dumm halten Sie eigentlich die Bürger wenn sie ihnen die Deutung der Sirenensignale absprechen ? Zweitens : Wie haben die Gehörlosen von den Sirenensignalen erfahren , als es diese noch gab ??
    Nur mal so gefragt .

    • Jan Kirmse sagt:

      Also ich kenne deutlich mehr Menschen, auf die die Aussage von Herrn Eberhard zutrifft, als umgekehrt! Wobei das auch schlicht eine Altersfrage sein könnte.

    • Ich war noch junger Erwachsener, als Sirenen noch erklangen (als Testlauf oder Samstags um 12Uhr um den damals so frühen Geschäftsschluss zu markieren). Damals war es denkbar, das man seine Nachbarn kannte und sogar dort nochmal geklingelt hätte (und die Türklingel bei Gehörlosen hatte noch eine Lampe integriert).
      Die Signale kannte schon damals niemand so richtig. Aber viele hatten irgendwo ein Tafel aufgehängt, wo es piktografisch erläutert war. Stand auch im Deckel des Telefonbuchs, meine ich.
      Zudem finde ich nicht, das man 999 Promille der Bevölkerung nicht warnen sollten, nur weil 1 Promille davon nicht erfasst würde. Die Gehörlosen möchten vielleicht immer noch von hörenden Nachbarn (optisch) rausgeklingelt werden, wenn es eine Warnung gibt. Aber dafür müssten diese erstmal davon etwas mitbekommen.
      —-
      Wenn die Gemeinde die Warnung hörbar machte, würden wir Bürger das dann schon hinbekommen, das Zeichen auch zu deuten. Wir dürfen ja sogar wählen. Und selbst das machen wir immer besser…

  4. Rolf Michelsen sagt:

    Ach, Herr Eberhardt ! „Gehörlose sind beim Sirenenalarm ausgeschlossen.“ Das ist wohl etwas daneben. Diese armen Menschen können leider auch keine Warnungen im Radio hören.
    Ansonsten: im Zeitalter des Smartphones sind Radiodurchsagen auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Radio am Arbeitsplatz auch äußerst selten in der Praxis. Ob man im Autoradio gerade das richtige Medium hört (z.B. CD) kommt hinzu.
    Die Nutzung von Smartphone und Handys ist in teilweise betriebsbedingt nicht vom Arbeitgeber zugelassen. Funkmelder haben da lagebedingt auch so ihre Tücken.
    Alarmsirenen hört man eigentlich überall im Ort…..auch mit Knopf im Ohr oder durch Tür und Tor in Betrieben..
    Nichts aus dieser Welt ist perfekt…..

    • Henning Siemund sagt:

      Selbst wenn einige Gehörlose nichts von den Sirenen mitbekommen: Die Nachbarn / Mitbewohner o. ä. werden die Warnung schon weiterleiten. Wichtig ist, dass ein Großteil der Bevölkerung alarmiert werden kann. Die Aussage, die Menschen seien nicht in der Lage, ein paar Töne deuten zu können, zeugt von einer

  5. Deutschland hat ca. 82 Mio. Einwohner, davon sind lt. Internet 80000 Gehörlos. Alles klar, Herr Eberhardt?

    • Jan Kirmse sagt:

      Warum sollte sich auch irgendwer um die Belange von 0,1% kümmern, selbst Schuld wenn man behindert ist, wird man „die“ im Zuge einer Katastrophe gleich mal los. Oder meinten Sie das anders? Für mich liest es sich allerdings genau so…

  6. Eine sehr negative Denke …. wird man „die“ gleich mal los… Darauf muss man erst einmal kommen. Finde ich nicht gut.

    • Jan Kirmse sagt:

      Natürlich wären Sie da nie drauf gekommen. Sie meinten es also gar nicht negativ, das ist gut. Aber was die positive Aussage an Ihrem Beitrag sein sollte, behalten Sie scheinbar doch lieber für sich… Wollten Herrn Eberhard vermutlich nur sagen, daß er mit den statistisch 30 Betreffenden ja einfach persönlich eine Lösung erarbeiten kann, das wird es sein, das ist total positiv von Ihnen.

      • Jan Kirmse sagt:

        Entschuldigen Sie bitte, Herr Dultz, so wie Sie pauschal allergisch reagieren, wenn ein FDP-Politiker etwas sagt, reagiere ich pauschal allergisch, wenn jemand Hinweise auf Barrierefreiheit in Frage stellt oder als unwichtig abtut. 😉

  7. R. Finsterbusch sagt:

    Hier noch einmal die Informationen der Stadt Norderstedt z. K.:

    Ihre Sicherheit ist unser Auftrag.

    Sirenenwarnsystem
    Liebe Norderstedterinnen und Norderstedter,
    damit die Bevölkerung im Notfall rasch gewarnt und informiert werden kann, wird es künftig auch in Norderstedt wieder Sirenenalarm geben. Um vor Gefahren durch Großbrände, Chemieunfälle, Unwetter oder Stromausfälle zu warnen, sind 15 Sirenen über das ganze Stadtgebiet verteilt worden und überall zu hören. Dieses Faltblatt gibt Ihnen Hinweise, wie Sie sich in einem solchen Fall richtig verhalten.
    Hans-Joachim Grote,
    Oberbürgermeister der Stadt Norderstedt

    – – – –

    Pressemitteilung der Stadt Norderstedt
    Dienstag, 12. November 2013
    Comeback der Alarmierung der Bevölkerung mittels Sirenen Norderstedt setzt auf moderne Technik
    – – – – – –
    In der Stadt Norderstedt wird die Bevölkerung in Zukunft im Falle einer größeren und vor allem möglicherweise lang anhaltenden Gefährdung wieder mittels Sirenen alarmiert. Die Stadt investiert annähernd 300.000 Euro in das neue flächendeckende Alarmierungssystem. Dessen Installation ist notwendig geworden, nachdem Norderstedt – wie viele andere Kommunen auch – nach Ende des Kalten Krieges darauf verzichtet hatte, die früheren Sirenen zu behalten. Die modernen elektronischen Sirenen werden nunmehr an 14 Standorten im Stadtgebiet aufgebaut – und sollen erstmals am 29. Januar 2014 (10 Uhr) zur Probe ausgelöst werden. Im Ernstfall könnte das neue System zum Beispiel zum Einsatz kommen, wenn es zu einem Schadstoffunfall in Norderstedt oder einem angrenzenden Ort kommt.
    Alles schon `mal da gewesen…
    Gefahrenwarnung per Sirene ist keineswegs neu: Bis in die 90er Jahre hinein kam in Deutschland ein flächendeckendes Sirenensystem zum Einsatz. Mit dem Ende des Kalten Krieges und der damit verbundenen veränderten Bedrohungslage entschied sich der Bund, die Sirenenwarnung aufzugeben. Den Kommunen wurde es frei gestellt, die vorhandenen Sirenenanlagen zu übernehmen. An vielen Stellen wurde darauf verzichtet, die veraltete Technik weiter in Betrieb zu halten.
    Warum wieder Sirenen?
    Als Folge von Naturereignissen, Unglücken, Bränden oder Störfällen in technischen Systemen können Gefahrenlagen entstehen, welche die Warnung und Information der Bevölkerung erforderlich machen können. Die Warnung der Bevölkerung fällt in die Zuständigkeit der staatlichen Gefahrenabwehrbehörden.
    Bedarf für eine Warnung ist gegeben, wenn kurzfristig ein bestimmtes Verhalten der Bevölkerung erforderlich wird, zum Beispiel das Aufsuchen sicherer Orte. Dieses ist etwa bei Naturkatastrophen oder Unglücken erforderlich, wenn die Bevölkerung zum Beispiel vor gefährlichen Schadstoffimmissionen, Überflutungen oder ähnlichem geschützt werden soll.
    Die Information ist Teil der Warnung. Bedarf für eine Information ist aber auch gegeben, wenn zwar objektiv keine Gefährdung der Öffentlichkeit gegeben ist, dies jedoch aufgrund subjektiver Wahrnehmung oder nicht konkreter Information durch nicht autorisierte Dritte geboten erscheint, um Unruhe und Fehlreaktionen in der Bevölkerung zu vermeiden beziehungsweise diesen entgegenzuwirken.

    – – – – –

    Ein Faltblatt kann auch heruntergeladen werden und gibt Hinweise, wie man sich in einem solchen Fall richtig verhalten soll.

    – – – – –

    Bitte lesen Sie die Informationen zum Sireneneinsatz sorgfältig und beachten Sie die Hinweise zum richtigen Verhalten. Diese Seite können Sie abtrennen und an einem geeigneten, für alle Familienmitglieder sichtbaren Ort aufbewahren.

    Mögliche Gefahrenszenarien:

    Extremwetterlagen wie Eisregen, Blitzeinschläge, Starkregen und Stürme

    Großflächiger Stromausfall mit gravierenden Einschränkungen der Mobilität, Heizung und Kommunikation

    Unkontrollierter Austritt von giftigen oder gesundheitsschädlichen Substanzen

    Großbrände, die sich im Stadtgebiet von Norderstedt ausbreiten

    Voraussetzung für den Sirenenalarm ist eine flächendeckende und lang anhaltende Gefahr, die vom Schadensereignis ausgeht. Der Alarm kann selektiv oder für das ganze Stadtgebiet ausgelöst werden.

    Tipps für Ihre Sicherheit.

    Sirenentöne und Verhaltensregeln

    Warnung auf- und abschwellender Ton, Dauer: 1 Minute

    • Ruhe bewahren
    • Gebäude/Wohnung aufsuchen
    • Türen und Fenster schließen
    • Radio einschalten: NDR, Frequenz 89,7 R.SH, Frequenz 102,9 Radio Hamburg, Frequenz 103,6
    • Nachbarn informieren

    Mit Inbetriebnahme der Sirenen wird in Norderstedt ein neues Informationssystem eingeführt. Zusätzlich zu Informationen im Radio werden eine Hotline und eine spezielle Internetseite freigeschaltet. Mit Ihrem Smartphone sind Sie jeder Zeit auf dem Laufenden.

    • Benno Colmorgen sagt:

      Zutreffender und ausführlicher als Herr Finsterbusch kann man es fast nicht mehr beschreiben, daß es in diesem Antrag um die Gefahrenprävention für die Bevölkerung geht. Dieses Thema lediglich im Feuerwehrausschuß zu beraten, ist eindeutig zu kurz gegriffen.
      Also auch noch ein Thema für die Wählerentscheidung im Mai: Wer hat sinnvolle Ideen und wer denkt nur kurzsichtig?

  8. Kurt Göttsch sagt:

    Was ist das denn nun ? Keine Entscheidung oder Entscheidung vertagt ??
    Was will die Überschrift sagen ?? Die HU N muss sich schon mal entscheiden !
    Und dann das ?? Die SPD hat jetzt Einfluss auf den redaktionellen Teil der HU N genommen !!. Hier der Hinweis :
    „Hallo Herr Utecht ( SPD – Fraktion ) wie mit Ihnen besprochen, habe ich den Text angepasst“ , schreibt Herr Willsch.
    Pressefreiheit oder Anpassung nach politischer Hinweisen,??
    Die CDU hat mehrfach erklärt, das die HU N ein Organ der WHU sei .
    NEIN, wir sind für Pressefreiheit, saubere Recherche, aufklärenden Journalismus ,.
    Wir nehmen , anders wie die SPD, keinen Einfluss auf Berichterstattung der HU N , auch wenn uns viele Artikel ärgern.
    Es geht der HU N scon lange nicht mehr um Journalismus, sondern um Werbeeinnahmen, Ich werde es auch künftg deutlich machen, wo / wie HU N Unsinn schreibt.
    Ich muss einfach zur Kenntnis nehmen, dass die HU N, leider zu einem Werbeblättchen degeneriert ist und auf Stimmungen der Parteien, speziell der SPD Rücksicht nimmt.

    • Christian Schäfer sagt:

      Hallo Herr Göttsch,

      mit Verlaub, Ihnen sollte auffallen, wie, gelinde gesagt, dämlich Ihre Ausführungen zur Einflussnahme der SPD auf die örtliche Presse sind. Herr Utecht hat nichts weiter getan, als einen Artikel zu kommentieren und dort festgestellt, dass seiner Ansicht nach im Artikel inhaltliche Fehler waren. Ich möchte gar nicht nachzählen, wie oft sie das schon gemacht haben, wenn sie der Meinung waren, etwas sei falsch wiedergegeben worden. Und das soll jetzt parteipolitische Einflussnahme sein? Was haben Sie denn dann in den letzten Jahren gemacht oder zumindest versucht, wenn das der Maßstab ist, den Sie anlegen?
      Wie eine Redaktion auf Leserkommentare regiert, entzieht sich dankbarerweise unserer Kontrolle. So muss es sein, das ist Pressefreiheit.
      Das Verhalten der HU N in diesen und anderen Fällen ist eine andere Frage, für die die SPD aber nun wirklich nichts kann. Und wenn Ihre Wut etwas verraucht ist, bin ich mir sicher, sehen Sie das ebenso.
      Mit freundlichen Grüßen

      • „Gernot Willsch
        15/02/2018 um 21:16
        Hallo Herr Utecht, wie mit Ihnen besprochen, habe ich den Text angepasst.“
        ——
        Eigene Recherche und dann Korrektur (mit oder ohne Hinweis, mit wäre besser):
        Redaktionelle Arbeit
        Hr. Utecht fragen und dann korrigieren: Potentiell redaktionelle Arbeit mit dem Mittel des Interviews oder einer Gegendarstellung.
        Wie mit Hr. Utecht „besprochen“? Vielleicht nur ein ungünstig formulierter Hinweis auf die redaktionell veranlasste Änderung.
        ——
        Klingt aber in der Tat ungut! Einen Hinweis der Redaktion OBERHALB des Kommentarbereichs wäre m.M.n. passender gewesen, besonders mit Hinweis auc die Erkenntnisquelle.

        • „Stefan Schneider
          Dein Kommentar wartet auf Freischaltung.„
          —-
          Ah, der Prüfsperre-Algorithmus. Der kommt oft, wenn man Weblinks reinsetzt, die nicht lediglich H-UN referenzieren. Diesmal ist kein Link drin.
          Mal überlegen, worauf diesmal reagiert wurde…. 😏

    • Matthias Abel sagt:

      Hallo Herr Göttsch,

      mit sarkastischen Beiträgen muss man vorsichtig sein, da viele Menschen häufig Ironie nicht erkennen (vor allem in Textform kommt es schnell zu Missverständnissen).

      • Christian Schäfer sagt:

        Wie wahr, wie wahr, Herr Abel. Wie leicht kann es aber auch passieren, dass jemand für Ironie hält, was keine ist, weil das, was geschrieben ist, doch so unmöglich gemeint sein kann. Was aber wenn doch?

  9. Rolf Michelsen sagt:

    Mal bitte zurück zum Thema Sirenenalarm. Den Beitrag von Herrbn Firnsterbusch finde ich sehr interessant. Toll recherschiert ! Danke.
    Norderstedt ist eine Stadt, die Steuereinnahmen sind ausreichend um ein neues Sirenenalarm-System zu fianzieren. HU ist Dorf, Spötter meinen ein „gallisches Dorf“.
    Hier war kürzlich seitens der FDP propagiert zu lesen im Zusammenhang mit dem Thema Kostenbeiligung der Bürger bei Straßensanierungen von sprudelnden Steuereinnahmen, ggf. zu Verwendung von Straßensanierungen..
    Norderstedts Ausgaben für das neue Sirenenalarmsystem liegen weit unter den Kosten für die Saneriung der Wilstedter Straße von HU. Stadt Norderstedt (ca. 75.000 EW) hat mehr Einwohner und Fläche hat als HU (ca. 29.000 EW).
    Auch in Norderstedt entscheiden ehrenamtl. gewählte Stadtvertreter u.a. über die Sicherheit der Bürger. Ist man dort weitsichtiger oder einfach nur schlauer ? Oder wirft man ggf. Geld zum Fenster raus ? In jedem Fall ein gutes Gefühl für die Einwohner, wie man sich dort vorbereitet für einen Fall, den niemand sich wünscht.
    So nebenbei: Ex-Obgm. Grote ist ja auf landespolitischer Ebene positiv aufgefallen und nun in Kiel Innenminister. Von nix kommt nix……
    Und womt brilliert HU in Kiel…….? Logistik-City vielleicht oder verschlafene Umgehungstraße ?

    • Dirk Barckmann sagt:

      HU ist Dorf??? Manke zieht ein Stadtquartier hoch, wir haben ein City Center, es wird über Parkhäuser palavert … ??? Irgendwas passt hier nicht 😉

  10. Rolf Michelsen sagt:

    Ja, hier stimmt so manches nicht bzw. passt nicht so recht.
    Die Mehrheit der Bürger haben sich in einer Wahl gegen Stadt ausgesprochen. Also sind wir Dorf bzw. Gemeinde mit mehr EW als die Stadt Kaltenkirchen.
    Wir haben City-Center, Staus und keine angepaßte bzw. leben in einer überlasteten Infrastruktur. Im Gewerbegebiet dominieren Niederlassungen, Filialen, Zweigbetriebe, Auslieferungsläger und demnächst Logistik-City. Davon profitieren die fernen Zentralen mehr als HU.
    In Kaki-Süd etablieren sich viele Betriebe mit Zentrale und mehr Steuern als hier in HU mit fernen Zentralen. In Norderstedt / Bereich „Beim Umspannwerk“ sind auch viele neue Betriebe mit Zentrale in der Stadt entstanden. Die belasten HU nicht. Umgekehrt dürfen sich die Nachbarorte auf mehr Verkehr aus HU einstellen und deren Wegenetz (z.B. Kisdorf) leidet stärker. Logistik-City bereichert auch die Straßen von Kaki.
    So mancher Bürger hier im Ort oder in Nachbarort zahlt ggf. Straßensanierungskosten für das was aus HU-Nord fließt oder als Ziel hat.
    Na, denn weiterhin gute Nachbarschaft……..

    • Hans Bergmann sagt:

      Hier wird gerade was verwechselt: Ja, wir haben uns für „Dorf“ entschieden. Dies betraf aber nur die verwaltungsmäßige Struktur! Wir haben uns n i c h t entschieden, die dörfliche Struktur mit Dorfkrug in der Mitte und wenn möglich, wenig Verkehr, zu erhalten. Das haben zwar alle gemeint, die ihr Kreuzchen bei „Dorf“ gemacht haben, aber die Frage hätte man gerne konkreter stellen müssen.
      War aber wohl nicht gewollt…

      • Rolf Michelsen sagt:

        Ja, an den (alten histor.) Dorfkrug erinnere ich mich noch – den gab es vor ca. 45 Jahren noch. In der Hamburger Straße, etwa Haus-Nr. 20, wo heute u.a. eine Bank und Dienstleister zu finden sind. Links daneben eine weiße Kate mit Strohdach und gewölbten Butzenscheiben. Beliebtes Fotomotiv. In der „Dorfkneipe“ plauderten abends die alten Ulzburger formlos beim Bier…. Auch so mancher CDU-Politiker wurde dort gesichtet im Gespräch mit den Einwohnern und das Ohr am Tagesgeschehen und deren Sorgen, Wünsche oder Probleme.
        Das Schinkenbrot war der heimliche Hit dort abends…….
        Rechts daneben ein altes Haus mit dem Dorffriseur und ein Schuhladen. Wurde zweitweise als Unterkunft für Flüchlinge genutzt, bis ein Feuer alles zerstörte. Und dann beschlossen die GVler die Abrissbirne und alles änderte sich. Heute ist dort eine Ladenzeile mit ehem. ital. Restaurant.
        Bürgerbegehren kannte man nicht. Parkplätze reichlich, nur Erde und keine Pflasterung, keine Laterne. Abends allerdings rundherum die gleiche gähnende Leere wie heute. Kein Nachtleben, genau wie heute. Nur der Sportverein als Freizeitort. Was hat sich geändert ? Nicht allzu viel….bis auf die Neubauten……
        Einstweilen ist ja noch der Beckersbergring „Alt Ulzburg“. Aber das ändert sich ja dann auch bald. Wer Alt-Ulzburg sehen will, der muß lange suchen.
        Auch der alte Bauernhof, wo heute REWE ist, wurde ein Raub der Flammen, genau wie die alte Kate (Gelände noch heute unbebaut und ungenutzt). Die Kate wurde auch in einer Silvesternacht vernichtet und es wurde eine neue Kulturkate gesponsert…… Eine vermögende honorige Familie machte es möglich.

        • Oliver Blau sagt:

          @Herr Michelsen, sehr amüsant, Ihre Erinnerungen teilen zu dürfen. Ich bin ein Henstedter Jung, und kann mich auch lebhaft an viele alte Einrichtungen und Begebenheiten erinnern.
          Dazu gehört beispielsweise, das in den Info-Schaukästen der Gemeinde (in Henstedt-Ulzburg neben dem Frisör Kallen / Algie) jahrelang die Umgehungsstraßen des Ortes vorgezeichnet waren. Zunächst war lange die Ost-Tangente als Verlängerung der SH-Straße bis Kisdorf eingezeichnet, irgendwann war es die West-Umgehung in der Region Beckershof. Es hat sich lange bei den Bürgern das Gerücht gehalten, dass die West-Umgehung von einer gemischten Interessenvertretung favorisiert wurde, um verschiedenste Vorteile zu erlangen. Aber das sind Gerüchte 😉
          Der kleine Einzelhandel ist in allen Ortsteilen nahezu komplett verschwunden, Kneipen gibt es fast gar keine mehr, Baugebiete wurden ohne Ende in den Boden gestampft – das alles ist für eine Subregion einer so großen Stadt wie HH eher normal, und nicht HU-spezifisch. Aber während in Norderstedt schon vor sehr, sehr langer Zeit die SH-Straße frühzeitig den sicheren Verkehrskollaps verhindert hat, und dort sogar zwischenzeitlich die West-Umgehung erweitert wurde und wird, haben wir diesbezüglich in HU eine verblockte Lage. Hier verstopft alles immer mehr, und sei es durch neue Ampelschaltungen zwecks mutwilliger Zusatzverstopfung, die inzwischen viele Bürger fassungslos und zunehmend wütend machen. Für mich ist das ein Zeichen, dass die Unzulänglichkeiten nicht ausschließlich in der Vergangenheit zu finden sind, sondern noch heute ihren Fortsatz finden.
          Man mag zu Herrn Daberkows Einwürfen stehen, wie man will. Aber auch er hat recht, wenn er eine Verbesserung des Radverkehrs vermisst! Dieser Ort ist einfach unfähig, mit dem Thema Verkehr umzugehen! Früher, heute und auch morgen, das scheint sicher!

          • Rolf Michelsen sagt:

            Danke Herr Blau ! Im Mai sind Wahlen. Es liegt an den Bürgern zu entscheiden, wie es weitergehen soll. Immer mehr Verkehr dank Gewerbe “ Logistik“ im Ort und durchfließenden Verkehr durch HU, weil auch Kaki expandiert mit Gewerbe und Neubürgern.
            Mal sehen, wie sich die ca. 2.000 Bürger verhalten, die eine Entscheidung in Sachen Logistik wollten. Die Bau- und Stau-Parteinen haben das mit viel Geld zu verhindern gewußt.
            Ich sehe das so: wer Logistik wie zu erwarten will und die damit verbundenene Nachteile für unsere Kinder und Nachfahren wählt in den Farben schwarz, rot, gelb.
            Die „Winke-Winke-Empfehlung“ in Sachen Wagenhuber-Gelände ein Zeichen der Unzulänglichkeiten einiger Politiker.
            Ein Bekannter von mir aus Norderstedt (ehrenamtl. in der Politik) hat mir mal gesagt: in HU weiß man nicht, was man tut, und das reichlich.

  11. Zurück zu den Sirenen. Mein Heimatkreis Pinneberg hat den Rückbau der Sirenen 1993 nicht mitgemacht und besitzt noch heute 242 Stück davon. RESPEKT.
    Die werden natürlich regelmäßig getestet. Scheint kein Problem in der Bevölkerung zu sein.

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