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Rewe-Ansiedlung durch? Ostwald: Ich hak das noch nicht ab | Henstedt-Ulzburger
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Rewe-Ansiedlung durch? Ostwald: Ich hak das noch nicht ab

Rewe-Laster im Gewerbegebiet

Rewe-Laster im Gewerbegebiet

Grundstücksdeal eingetütet, der städtebauliche Vertrag ebenfalls, trotzdem gilt weiterhin: die Rewe-Messe ist noch nicht gelesen. Davon geht jedenfalls kein geringerer als Henstedt-Ulzburgs dienstältester Gemeindevertreter aus: SPD-Fraktionschef Horst Ostwald. Der Sozialdemokrat sprach gestern zwar von zwei großen Schritten „in die Richtung, dass Rewe jetzt kommt“ abhaken könne man die Ansiedlung aber noch nicht. Denn so Ostwald: „Die Bebauungsplanung geht ja jetzt erst richtig ans Eingemachte.“ Entscheidend sei nun, was beim Bebauungsplanverfahren für Einwände kommen. Wenn die schwerwiegend seien und zu einer veränderten Planung führten, müssten die Rewe-Bebaungsplan-Unterlagen erneut öffentlich ausgelegt werden. Ostwald: „Ich glaube, das haben wir beim CCU drei oder viermal gemacht.“

Die Beratungen zum Bebauungsplan sollen Ende Februar stattfinden, dann sind gleich zwei Sitzungstermine des zuständigen Ausschusses angesetzt. Bis dahin bleibt im Rathaus kein Stein auf dem anderen, zu allen Einwendungen muss die Verwaltung eine Stellungnahme formulieren, die Ortspolitiker müssen anschließend  ebenfalls über die Einsprüche befinden.

Ostwald erinnert sich an drei oder vier Extrarunden beim City-Center-Verfahren, bei Rewe würde jetzt wohl eine Extra-Runde reichen und es wäre wieder alles offen – weil die Kommunalwahl im Mai mitten in das laufende Bebauungsplanverfahren platzen würde. Eine andere Zusammensetzung des Gemeindeparlaments könnte die Rewe-Versandfabrik dann noch stoppen.

Dass es noch einmal richtig spannend werden könnte, weiß auch CDU-Fraktionschef Sven Oldag. Er erinnerte gestern ebenfalls an die nächste Rewe-Ansiedlungsetappe, sagte: „Im Februar könnte es noch mal haken, ich rechne aber nicht damit.“

CDU und SPD stehen übrigens weiterhin fast wie eine eins hinter der Ansiedlung des Rewe-Logistikzentrums. Oldag veriet den HU-Nachrichten, dass am Dienstag alle 12 anwesenden CDU-Gemeindevertreter für die Rewe-Verträge gestimmt haben, bei der SPD haben sieben Genossen Ja gesagt. Die CDU hat 13 Gemeindevertreter, Bürgervorsteher Dietmar Kahle fehlte am Dienstag. Die Sozialdemokraten sitzen eigentlich mit acht Abgeordneten im Gemeindeparlament, zur Zeit sind es aber nur sieben – Heidi Colmorgen hat die SPD-Fraktion verlassen.

Christian Meeder

18. Januar 2018

2 Kommentare zu "Rewe-Ansiedlung durch? Ostwald: Ich hak das noch nicht ab"

  1. Hans Bergmann sagt:

    „Oh, wow! Der Ostwald ist aufgewacht! Er hat gemerkt, welch dickes Ei er den Bewohnern der Gemeinde ins Nest legt“
    Im weiteren Verlauf des Textes kommt dann aber die Ernüchterung:
    „Nee, er hat mal gar nix gemerkt, macht genau so weiter.“
    Dieses Gefühlwechselbad muss man erst einmal erzeugen auf wenigen Zeilen. Und das ist schon eine journalistische Meisterleistung von Herrn Meeder. Respekt!

    • Ist die ganze SPD im Logistik-Wahn? Nein, eine GV’erin blieb standhaft:
      „Die Sozialdemokraten sitzen eigentlich mit acht Abgeordneten im Gemeindeparlament, zur Zeit sind es aber nur sieben – Heidi Colmorgen hat die SPD-Fraktion verlassen.“
      —–
      Respekt!

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