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CDU-Politiker Mohr: Lindenstraßen-Asylheim ist Sprengstoff für die Umgebung | Henstedt-Ulzburger
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CDU-Politiker Mohr: Lindenstraßen-Asylheim ist Sprengstoff für die Umgebung

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Wilfried Mohr zwischen Michael Meschede (links) und Jens Müller

Ein Mann gegen alle. Vergangene Woche hat CDU-Gemeinderat Wilfried Mohr vor dem Bau eines in seinen Augen überdimensionierten Asylheims am Ende der Lindenstraße gewarnt, stimmte als einziger Ortspolitiker gegen den Vorschlag des Bürgermeisters, das bestehende Obdachlosenheim am Ende der Wohnstraße kräftig auszubauen. Wilfried Mohr in die Runde des tagenden Umwelt- und Planungsausschusses: „52 statt 18 Personen, das führt zu Sprengstoff in der Umgebung.“

Die sogenannten Schlichtwohnungen in der Lindenstraße bieten aktuell 18 Personen Unterschlupf, der Flachbau soll abgerissen werden um Platz für größere Gebäude zu schaffen. Der entsprechende Grundsatzbeschluss dafür war – die HU-Nachrichten hatten darüber berichtet –   im September gefasst worden. Jetzt legte der Bürgermeister eine konkrete Planung vor – und schraubte die Personenanzahl nach oben. Nachdem Bauer im September von einer „maßvollen“ Vergrößerung der Wohnanlage auf 35 Personen sprach, sollen dort nun zukünftig bis zu 52 Menschen wohnen können.

Wilfried Mohr war mit seiner Sprengstoff-Meinung im Ratssaal isoliert, bekam Contra vom Bürgermeister. Es gebe an der Ecke relativ wenig Betroffene, gleichzeitig sei die Lage trotzdem zentral, so Bauer. Zudem sollen in den Wohnungen vorwiegend Familien untergebracht werden.

Wie weit sind die Planungen für die neue Wohnanlage?

Im dreistufigen Bebauungsplan-Änderungsverfahren wurde vergangene Woche der erste Schritt gemacht – und der sogenannte Aufstellungsbeschluss gefasst. Zwei nebeneinander stehende Zweistock-Wohnblocks sind am Ortsrand geplant – gebaut von der Gemeinde. Bauamtsleiter Jörn Mohr: „Wir bauen selbst.“

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12. Dezember 2017

25 Kommentare zu "CDU-Politiker Mohr: Lindenstraßen-Asylheim ist Sprengstoff für die Umgebung"

  1. Stephan Krause sagt:

    Ich höre immer nur „Asyl“ und „Asylunterkünfte“ und „Flüchtlinge“ usw.

    Wann bitte wird denn mal wieder etwas für Ulzburgs finanzschwächere Bürger getan, die auch bezahlbare Wohnungen brauchen ?

    Nächstenliebe für Neubürger gut und schön, aber wir haben auch schon genug eigene Bürger, die dringend mal Hilfe brauchen …

    • Benno Colmorgen sagt:

      Sehr geehrter Herr Krause,

      geplant ist hier nicht ein Neubau nur für Flüchtlinge, sondern für Obdachlose. Dazu gehören zur Zeit natürlich sehr viele Flüchtlinge. Gerade für diese Menschen ist eine Wohnungssuche auf dem freien Markt sehr schwierig, da viele Wohnungseigentümer Vorbehalte gegen Ausländer haben.
      Daß wir darüber hinaus natürlich einen erheblichen Mangel an Wohnungen des sozial geförderten Wohnungsbaus haben, steht außer Frage. Das ist lange bekannt. Leider haben die verflossenen Bundes- und Landesregierungen dieses Problem nicht genügend beachtet. Auf der Ebene der Ortspolitik wäre ein entschlossenes Vorgehen dringend wünschenswert. Bei allen Neubauten von Mehrfamilienhäusern sollte zwingend ein festzulegender (hoher) Anteil an sozialem Wohnungsbau festgeschrieben werden.

    • Stephan Holowaty sagt:

      Herr Krause, die Projekte „Beckersbergring“ von der SOKA und „Wagenhuber-Gelände“ auf dem Rhen sind genau solche Projekte, die preisgünstigen Wohnraum „unterhalb des Reihenhauses“ schaffen sollen. Die FDP will diese Projekte voranbringen. Weitere gemeindeeigene bzw von der Gemeinde zu erwerbenden Flächen sind identifziert (zum Beispiel am Bahnhof Ulzburg-Süd). Hier kann die Gemeinde noch mehr Einfluß auf die Quartiergestaltung nehmen (Stichwort geförderter Wohnungsbau).
      Sie wissen aber auch, wer gegen diese Projekte ist, und wer zum Beispiel die Bebauung der Pinnauwiesen auch mit gemischtem Wohnungsbestand verhindert hat.
      Man muss eben nicht nur Sonntagsreden halten, sondern konkrete Projekte auch umsetzen. Henstedt-Ulzburg braucht mehr Wohnraum. Die FDP will das.

      • Die FDP will also unbedingt bauen, auch wenn dann Verschlechterungen des Verkehrsflusses zu befürchten sind, was ja ein wichtiges Argument gegen die geplante sehr dichte Bebauung der Pinnauwiesen war und hinreichend Wähler überzeugt hat. Ein Bürgerentscheid konkret gegen sozialen Wohnungsbau war es jedenfalls nicht.
        Es ist gut, das nun der IGEK anläuft. Damit wir ein ganzheitliches Zielbild erhalten, was insgesamt wo noch gebaut werden kann. Probleme lösen, ohne neue zu schaffen.

        • Stephan Holowaty sagt:

          Ach Herr Schneider, wer für jedes Baugebiet einen Grund findet, warum es nicht realisiert werden soll, baut am Ende schlicht nichts. Wer nichts baut, sorgt bei der aktuellen Nachfrage nach Wohnraum für steigende Wohnkosten. Sie sind lediglich ein „Nein-Sager“.

      • Rolf Michelsen sagt:

        Herr Holowaty – Ihre Argumentation ist nicht zutreffend. Bei dem Thema „Pinnau-Wiesen“ ging es nur um die Anzahl der Wohnungen und Bewohner, für die gebaut werden sollte lt. der Fa. Manke. Dazu haben sich die Bürger geäußert – zum Leidweisen nicht nur Ihrer Partei. Androhungen von Schadensersatz waren ein Argument, hier eine Bebauung durchzusetzen wie vor ca. 7 Jahren und länger geplant. Diese Schadensersatzforderungen kamen nie und waren auch nie ersthaft zu befürchten. Vielleicht habe ich es ja überlesen, aber das hier von viele Sozialwohnungen gebaut werden sollten habe ich nicht mit Mengenangaben gelesen. Auch in der abgespeckten Version habe ich keine Zahlen von Sozialwohnungen gelesen. Antwort bitte mit „Ross und Reiter“-Zahlen.
        Falls ich mich geirrt habe, dann lassen Sie es mich gerne wissen.
        Zumindsest aktuell tut sich hier auf den Pinnau-Weisen baumässig noch nichts. Nur eine einsame wunderschöne Villa ist genutzt.
        Und ob ggf die 380 Kv-Leitung hier nocht vergraben werden soll ist auch unbekannt. Dürfte aber ggf. die Standorte von Neubauten beeinflussen.
        Ich weiß, die FDP ist grundsätzlich immer für Neubauten aber erwirkte keine Umgehungsstraße, mit der wir die heutigen Probleme nicht hätten auf der Hamburger Straße bzw. der Norderstedter Straße aus zweite Linie. Die Nachbarorte wachsen auch sowie der damit für HU verbundene Durchgangsverkehr und Logistik in HU ist im Vormarsch unaufhaltbar,
        Auf der einen Seite wollen Sie sich dafür einsetzen als MdL Verkehr aus den Dörfern herauszuhalten. Andererseits folgen durch Neubauten auch Bürger mit Individualverkehr zusammen mit Gewerbeverkehr.
        Wäre die Infrastruktur verbessert wäre das alles nicht so ein Problem.
        Halten Sie doch bitte keine großen Reden sondern handeln Sie, damit die Probleme beseitigt werden, die die Wähler hier ärgern und wo Bedenken bestehen. Dazu können Sie sich ja mal äußern, wie hier eine Umgehung nicht nur gebaut sondern finanziert werden kann. Die anvisierte innerörtliche Verdichtung mangels vieler noch freier Flächen bewirkt auch keine innerörtliche Entlastung. Oder sollen alle Bürger ob jung oder alt bei jedem Wetter doch bitte zum Einkaufen etc. das Fahrrad einsetzen auf schlechten Radwegen, die aus Finanzmitteln nicht saniert werden ?

        • Jens Daberkow sagt:

          Welche Radwege? Henstedt-Ulzburg besitzt fast keine ,sondern nur Fußwege die zu kombinierten Geh/Radwegen mit benutzungspflicht gemacht wurden.
          Aktuelles Beispiel ist ein Foto in der ADFC-SH Mitgliederzeitschrift Pett Man Sülm Ausgabe 3/2017 welche hier an verschiedenen Standorten ausliegt auch im Rathaus und bei Real

      • K. Honerlah sagt:

        Die Bürgerinnen und Bürger dieser Gemeinde haben in einem Bürgerentscheid die Bebauung der Pinnauwiesen abgelehnt. Die Bürgerinnen und Bürger haben in der vorletzten Kommunalwahl dem Mega-Baugebiet Beckershof mit 61 ha Wohnbaufläche eine Absage erteilt. Die Bürger wollen das nicht. Das hat die FDP offensichtlich vergessen.

        • Jürgen Welsch sagt:

          Die Bebauung der Pinnauwiesen abgelehnt? Da war ich wohl bei einem anderen Bürgerentscheid. Aber das ist wohl die Konsequenz daraus. Stillstand.

        • Stephan Holowaty sagt:

          Liebe Frau Honerlah, dann fragen Sie doch mal Ihr Fraktionsmitglied Kurt Göttsch nach den zumindest denkbaren (nicht beschlossenen) Möglichkeiten für eine Nutzung für günstigen Wohnungsbau.
          Was gesamt-Beckershof betrifft, dafür bekommen wir ja voraussichtlich jetzt das WHU-Gedächtnis-Umspannwerk. Was für eine charmante Verbesserung, Vielen Dank an die WHU!

          • Herr Holowathy, nun ausgerechnet die WHU dafür verantwortlich zu machen, was die Bundesnetzagentur hier plant, hat schon was…
            Wir haben auf die künftigen Stromtrassen und dazugehörige Umspannwerke bereits hingewiesen, als in der Verwaltung und in den meisten Fraktionen – auch bei der FDP – noch völlige Unkenntnis über die Ostküstenleitung bestand. Man sah mehrheitlich keinen Handlungsbedarf. Sie auch nicht!
            Zu dem Zeitpunkt hatte Kaltenkirchen bereits erfolgreich reagiert.

      • Frauke Mahrt sagt:

        Herr Holowaty, wo bitte wollen Sie am Bahnhof Ulzburg-Süd bauen? Gab es da nicht einen Bürgerentscheid? Hat da nicht die Mehrheit der Bürger gegen gestimmt? Wann endlich nimmt auch Ihre Partei die Bürger von Henstedt-Ulzburg ernst.

    • Torsten Strube sagt:

      Ich finde es wird echt viel für „unsere armen Leute“ getan. Diese „Neiddebatten“ führen doch zu nichts. Vielleicht erstmal die Sozialgesetze lesen und dann wieder kommen.

  2. Rolf Michelsen sagt:

    Die Devise: wasch mit den Pelz, aber mach mich nicht naß. Und was haben wir im Beckersbergring ? Nun ja, Herr Mohr wohnt ja weit genug davon entfernt. Hier ist Integration gefragt, was im Beckersbergring dank Initiativen der Anwohner ganz gut funktioniert.
    Das ist eine Aufgabe für die Gesellschaft – Frau Merkel sagte ja einst: wir werden es schaffen. Und wo ist der Beitrag von Herrn Mohr ?
    Hiier fehlen immer noch mehr als ca. 200 Sozialwohnungen. Die Bestandszahlen dafür im Bundesland SH gehen zurück. Was tut unsere Kommune dafür ? In der Vergangenheit war da ja nicht viel passiert. Wer in der Partei mit dem „C“ ist sollte auch so denken, nicht nur wenn Weihnachten mal wieder in die Kirche gegangen wird.
    Wie sagt Herr Holowaty / FDP doch so schön: Reihenhäuser gehen hier weg wie geschnitten Brot.
    Das Thema Bau „Pirolweg“ scheint nicht mehr aktuell zu sein ?

  3. R. Finsterbusch sagt:

    „Bei der Ausweisung neuer Bebauungsgebiete sowie bei Bebauungsplanänderungen mit Geschosswohnungsbau sind zukünftig Wohnbauflächen für den geförderten Wohnungsbau zu sichern. Diese Regelung soll grundsätzlich in städtebaulichen Verträgen verpflichtend nach dem BauGB vereinbart werden. Die Verwaltung wird beauftragt, dieses Verfahren mit dem Innenminister, der Kommunalverfassung und der Investitionsbank Schleswig-Holstein abzustimmen. Die bauliche Umsetzung soll vorrangig von lokal am Markt agierenden Genossenschaften und Wohnungsbauunternehmen erfolgen.“
    Beschlussfassung:
    10 Stimmen dafür (CDU-, SPD-, BFB- und WHU-Fraktion)
    1 Stimme dagegen (FDP)

  4. Stephan Krause sagt:

    OK – mal Nägel mit Köpfen statt immer nur dieses Herumgeeiere:

    Können wir bitte mal eine Arbeitsgruppe ins Leben rufen, in der alle Parteien und die Verwaltung vertreten sind und in der mal konstruktive Vorschläge zur Lösung der Probleme von allen eingebracht werden ? Die die nur blockieren wollen, können ja wegbleiben – ansonsten einfach mal Gedanken machen, mit welchem Projekt man sich arrangieren kann.
    Das hätte den Vorteil, dass mal in einer Grafik dargestellt werden kann
    – welche Möglichkeiten es gibt
    – wer dafür und wer dagegen ist
    Dann könnten die Bürger sich mal ein echtes Bild von ihren Vertretern machen und die WHU hätte die Möglichkeit zu beweisen, dass sie ja gar nicht immer gegen alles ist …
    War doch ein Anfang – oder ?

    • K. Honerlah sagt:

      Sobald Sie mitteilen, welches Grafikprogrammm Derartiges veritabel abbilden könnte, kann über die Bildung einer solchen Arbeitsgruppe nachgedacht werden. Daran herrscht beileibe kein Mangel. Allein für die Einrichtung des Eigenbetriebes Kindertagesstätten sollen verwaltungsseitig sechs Arbeitsgruppen eingerichtet worden sein.

    • Sie meinen sowas hier: https://goo.gl/images/1w39Jd ?
      Das heißt Graphic Recording. Da versucht jemand direkt im Meeting (oder der GV-Sitzung) in der gezeigten Weise wiederzugeben, was zur Sprache kam.
      Persönlich finde ich das eher verwirrend, aber wenn es hilft…
      —-
      Das große Zusammensetzen ist ja für Januar 2018 (wenn noch aktuell) geplant, dann soll der IGEK endlich mal angegangen werden. Der zeigt dann potentiell auf, welche Möglichkeiten es gibt (Bebauung, Gewerbe, Einwohnerentwicklung, Bedarf an gefördertem Wohnraum, Verkehr…), H-U noch zu entwickeln. Mit öffentlicher Beteiligung, machen Sie doch mit. Ich werde mir das auch ansehen.
      —-
      Verwaltung und Politik behalten sich die Entscheidungshoheit dennoch vor (ist ja auch der Standardfall). Wer dann wie zu Lösungsansätzen abstimmt, wird man dann mindestens in den Protokollen sehen. Mit Glück wird das im IGEK-Verfahren auch normal verständlich zusammengeführt, wer weiß.

  5. R. Finsterbusch sagt:

    Herr Holowaty,
    bei der Kommunalwahl 2008 wurde das Baugebiet „Beckershof“ von den Bürgern Henstedt-Ulzburgs abgelehnt.
    Wohlgemerkt, von den BÜRGERN von Henstedt-Ulzburg!!!
    Warum setzen Sie sich nicht mit dem „Wählerwillen“ auseinander?

    • H. Sazmann sagt:

      „bei der Kommunalwahl 2008 wurde das Baugebiet „Beckershof“ von den Bürgern Henstedt-Ulzburgs abgelehnt.“

      Das sagen Sie. „Beckershof“ stand aber bekanntlich nie auf dem Wahlzettel. Man konnte eine Ablehnung durch eine größere Zahl an Bürgern irgendwie ins Wahlergebnis hinein interpretieren. Das lag auch nahe und es lässt sich kaum leugnen, dass Beckerhof viele Gegner hatte. Niemand weiß aber genau, was die Motivation wie vieler Wähler damals war und ob es wirklich eine Mehrheit gegen dieses Projekt gab. Das geben die Zahlen ehrlich nicht her.

      „Warum setzen Sie sich nicht mit dem „Wählerwillen“ auseinander?“

      Weil Sie den „Wählerwillen“ kaum fassen können. Am ehesten noch bei einem Bürgerentscheid, da gibt es den Wählerwillen zu einer ganz genauen Fragestellung schwarz auf weiß. Zu Beckershof gab es nie einen.

  6. R. Finsterbusch sagt:

    Gemeinde macht sich handlungsunfähig
    Norderstedter Zeitung – REGIONAL 27.06.2017

    Der Widerstand gegen einen neuen Ortsteil Beckershof. Die Ablehnung der Stadt-Werdung. Die reduzierte Bebauung der Pinnauwiesen. Das erfolgreiche Bürgerbegehren gegen die politisch beschlossene Organisationsform der Kitas. Die Henstedt-Ulzburger haben in den letzten Jahren mehrfach in die Geschicke ihrer Gemeinde eingegriffen. Jetzt sollen die Bürger also ein weiteres Mal dort tätig werden, wo die eigentlich Verantwortlichen, also Verwaltung und Gemeindevertreter, vermeintlich nicht im Sinne der Bevölkerung handeln.
    Das darf nicht unterschätzt werden. Gelingt es, dass die Gewerbeentwicklung reduziert wird und der Rewe-Konzern wieder abzieht, bevor er überhaupt da war, wäre das beispiellos. Unrealistisch ist das nicht. Schon das Bürgerbegehren zur Kinderbetreuung schaffte das Quorum – und die Frage nach der Verkehrsbelastung tangiert vermutlich deutlich mehr Henstedt-Ulzburger.
    Im Grunde genommen ist der neuerliche Widerstand aber nur ein Symptom. Die jüngsten Diskussionen in der Politik, die Wahrnehmung von Meinungen der Bürger und der Umgang damit, all das hat offenbar den Frust verschärft bei Menschen, die teilhaben wollen, sich aber nicht ernst genommen fühlen. Dass sich Bürger dann anders engagieren, ist legitim und zutiefst demokratisch.
    Offenbar fehlt bei den Fraktionen und auch zum Teil im Rathaus ein Gespür dafür, wie Themen sensibel vermittelt werden können, um auch außerhalb der Gremien eine Zustimmung zu erhalten. Ändert sich das nicht, wird es auch in Zukunft Bürgerinitiativen zu umstrittenen Themen geben, etwa Beckersbergring oder Wilstedter Straße. Die Gefahr ist real, dass sich der Ort dann selbst handlungsunfähig macht.

    • Jan Kirmse sagt:

      Da der Artikel ja aussagt, daß die Bürgerinitiativen nicht gerade zum Vorteil HUs sind, das Problem wohl eher ist, daß die Politik (oder vielleicht die Medien?) nicht fähig sind, die Themen vernünftig zu vermitteln, frage ich mich, worauf sie hinaus wollen.

      • Ich lese (in dem Text von Hr. Finsterbusch, den er aus der Norderstedter Zeitung zitiert) von der Einordnung der Bürgerentscheide als Symptom für die Mißachtung vom Willen des Bürgers (der einen Bürgermeister gewählt hat, der gefühlt das Gegenteil von dem tut, wofür er im Wahlkampf eingetreten war, und auch von den gewählten GVern erwarten darf, das ihre Handlungen in irgendeiner nachvollziehbaren Weise mit dem Leitbild zusammenhängen und auf die Lösung längst identifizierter Probleme „einzahlen“).
        Somit kann ich dem Artikel nicht entnehmen, das Bürgerentscheide unvorteilhaft für Henstedt-Ulzburg seien. Vielmehr stellt das doch auf das abweisende Verhalten der GVer ab. Die könnten ja das Instrument auch proaktiv nutzen: Halbjährlich einen Termin ansetzen und dort Mehrheitsbeschlüsse vor Umsetzung zur Abstimmung stellen, wenn diese dicke Bretter bohren. Niemand muss mühsam Unterschriften sammeln, man erhielte ein Feedback zeitnah und themengenau. Und die Gemeindepolitik bliebe eine gesamtgesellschaftliche Thematik, statt nur alle 5 Jahre mit Möchtegernaussagen auf Wahlplakaten im Fokus zu sein.

        • Jan Kirmse sagt:

          Hallo Herr Schneider, vielen Dank für Ihre Erklärung. Auch wenn ich da ehrlich gesagt etwas anderes lese (Mißachtung des VERMEINTLICHEN Bürgerwillen, Handlungsunfähigkeit durch Bürgerentscheide). Aber sowas ist ja mitunter eine Interpretationsfrage, von daher danke für den Einblick in Ihre.

  7. Robin Lentfert sagt:

    Naja ein Flüchtlingsheim bzw. Obdachlosenheim ist immer Sprengstoff. Ich frage mich woher auf einmal die Einsicht kommt. Wie wäre es wenn, es zentrumsnah gebaut würde ? Das wäre ein guter Beitrag zur Integration und könnte Vorurteile abbauen. Und da Flüchtlinge und Obdachlose in der Regel nicht so mobil sind, wäre es ja nötig Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe zu haben. Aber das würde wohl das Ortsbild nachhaltig stören. Eine Ausgrenzung, dieser Gruppen ist menschenverachtend. Warum also nicht eine festgestellte Baulücke nutzen. Da die Häuser im Zentrum immer höher werden, könnte so auch Platz für mehr sozialschwache Menschen geschaffen werden. Aber der gefürchteten Anblick, dieser Menschen soll wohl vermieden werden. Zudem sind die Grundstücke im Zentrum ja reine Renditeobjekte und somit ist kein Platz für so etwas.

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