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Asyl/Obdachlosenheime in der Lindenstraße und im Kirchweg – Abriss und vergrößerter Wiederaufbau | Henstedt-Ulzburger
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Asyl/Obdachlosenheime in der Lindenstraße und im Kirchweg – Abriss und vergrößerter Wiederaufbau

Unterkunft in der Lindenstraße

Unterkunft in der Lindenstraße

Neue Idee um Wohnraum für Asylbewerber zu schaffen. Die Gemeinde will ihre Unterkünfte in der Lindenstraße sowie einen von mehreren Standorten im Kirchweg abreißen und anschließend neu und größer wieder aufbauen. Ziel der Maßnahme: Mehr Personen in bereits vorhandene Standorte einquartieren. Einen entsprechenden Vorstoß von Bürgermeister Bauer stimmten die Ortspolitiker Ende September einstimmig im Ratssaal zu. Konkret wurde verabredet, dass erst einmal 183.000 Euro bereitgestellt werden. Mit den Euros sollen die Abrissbagger bestellt und bezahlt, sowie die neuen Gebäude geplant werden.

Über den Abriss besteht Konsens, noch nicht klar ist, wie groß die Neubauten werden sollen. In der Lindenstraße steht etwa aktuell eine eingeschossige Wohnanlage umgeben von zweigeschossigen Einfamilienhäusern. In der Sitzung sprach sich CDU-Gemeinderat Jens Müller für eine zweigeschossige Bauweise an der Stelle aus, sein Fraktionskollege Wilfried Mohr will es bei einem einzigen Geschoss belassen, während sich WHU-Vertreter Uwe-Köhlmann-Thater auch ein Zweistock-Gebäude mit einem Staffelgeschoss obendrauf vorstellen kann. BFB und SPD liebäugeln wiederum mit Flachbauten. Jens Iversen: „Zwei Geschosse halten wir für fragwürdig.“ Und Horst Ostwald meinte: „Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es von uns kein o.k. für ein zweites Geschoss.“

Klar ist: Entweder es geht in die Breite oder in die Höhe. Derzeit gibt es Platz für 18 Personen in der Anlage, der Verwaltung schwebt eine „maßvolle“ Vergrößerung auf 35 Personen vor.

Brainstorming ist in jedem Fall angesagt in den nächsten Wochen und Monaten, noch ist auch etwas Zeit. 2020 sollen die neuen Wohnanlagen in der Lindenstraße und im Kirchweg laut Verwaltung bezugsfertig sein – rechtzeitig um dann etwa Flüchtlinge aus dem Beckersbergring aufzunehmen. Wenzel Waschischek, gemeindlicher Flüchtlingsbetreuer im Ratssaal zu den Ortspolitikern: „170 Plätze im Beckersbergring fallen dann weg, wir haben dann 170 Menschen und müssen die unterbringen.“

Ob das tatsächlich der Fall sein wird, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Zwar wollen Politik und Soka-Bau die Reihenhäuser im Beckersbergring tatsächlich abreißen, um Platz für bis zu sechsstöckige Wohnblocks zu schaffen, dagegen wird es aber wie berichtet einen Bürgerentscheid geben. Das bekräftigte heute noch einmal Beckersbergring-Anwohner Walter Heitmann.

Übrigens: Nicht nur Platz für Flüchtlinge soll geschaffen werden, auch neuer Wohnraum für Obdachlose soll entstehen. Allein seit Mai hätten sechs Personen in Henstedt-Ulzburg ihr Zuhause durch Zwangsräumung verloren, berichtete Verwaltungsmann Waschischek.

Christian Meeder

  1. Oktober 2017

5 Kommentare zu "Asyl/Obdachlosenheime in der Lindenstraße und im Kirchweg – Abriss und vergrößerter Wiederaufbau"

  1. Jens Daberkow sagt:

    Warum nicht Nägel mit Köpfen, die Hochhäuser Lindenstraße sind nicht weit weg und so würde sich eine 8 oder Mehrgeschossige Wohnanlage eignen siehe auch Beispiel Beckersbergring Reihenhäuser in der unmittelbaren Nachbarschaft bekommen bis zu 6 Geschosse…….
    Gleiches Recht für Alle? Auch dies Anlage ist Zentrumsnah oder wohnt dort etwa ein älteres Mitglied irgendeiner Partei? (Satire)

  2. Rolf Michelsen sagt:

    Lt. Ortsplaner Duda ist doch „Verdichtung“ im Ort angesagt. Zuletzt verkündet für den Bereich Hamburger Straße in HU-Süd. Auch für Beckersbergring wird mit der SOKA über mehrgeschossige Bebauung (Zitat CDU Jens Müller zu SOKA: „….wir sind zu 90 % bei Ihnen…..“).
    Es gibt keinen Grund (und welcher soll es denn sein ?) hier nicht mehrgeschossig zu bauen.
    In Sachen REWE wird ja auch über eine Höhe von über 20 m gesprochen (wenn auch mit Bürgerprotest und Bürgerbefragung verbunden).
    Sehr seltsam, daß man sich zwar überAbriss einig ist aber nicht über den Neubau. Man sollte doch einen Plan umfassend erstellen und nicht in Einzelteilen. Das erhöht die Zahl der ungelösten Fälle in der Verwaltung nur. Rein „zufällig“ wird das jetzt in Zusammenhang mit der SOKA und Beckersbergring-Neubau verbunden……
    Das Thema hätte man schon im September 2016 angehen können als es um Bauten in Ulzburg-Süd auf dem Sportplatzgelände ging für Flüchtlinge. Zeit verschenkt !

  3. Christian Hagen sagt:

    Also entweder ist der BEricht falsch oder ich verstehe die Überlegungen der Planer hier nicht.
    Wenn 170 Plätze im Beckersbergring wegfallen, wie können denn 35 Plätze die Leute auffangen? Es ist auch nicht wirklich einleuchtend, warum ausgerechnet hier sehr moderat erweitert werden soll, wo doch anderen Teils von massiver Innenverdichtung die Rede ist.
    Warum nicht mal darüber nachdenken einen Mischbau zu machen, wo Flüchtlinge und junge Erwachsene/Studenten in einer Wohnanalage wohnen können? Zu einem bezahlbarem Mietzins, wo man sich auch gegenseitig helfen kann. Völkerverständigung und so. Aber vielleicht ist diese Idee einfach zu absurd?!

  4. Michael Müller sagt:

    Moin,

    ich denke, hier sollte ein Bürgerentscheid Klarheit bringen ! Also – wann treffen wir uns wo ?

  5. Volker Schlie sagt:

    Ich finde den Vorschlag von Herrn Hagen in soweit gut, als dass nicht nur explizit an Studenten sondern auch an Azubis und Umschüler gedacht werden sollte. Auch sollte bei einer Neuanlage bedacht werden, dass möglicherweise einige der Asylanten heimkehren werden und so der freiwerdende Wohnraum anderweitig genutzt werden kann (s.o.).

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