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Pinnauwiesen-Wunder: SPD und CDU wollen dörfliche Randbebauung | Henstedt-Ulzburger
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Pinnauwiesen-Wunder: SPD und CDU wollen dörfliche Randbebauung

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So zieht das aktuelle Baukonzept für die Pinnauwiesen aus

Wundersame Entwicklung bei den Pinnauweisen. 2015 hatten CDU und SPD für eine großflächige Bebauung der Grünflächen an der Pinnauniederung gekämpft, jetzt sind ihnen Pläne für die erlaubte “kleine“ Bebauung zu massiv. Beide Fraktionen wollen eine weniger dichte Bebauung durchsetzen und haben dafür zusammen auch die Mehrheit im Gemeinderat.

Zur Erinnerung: Im Oktober 2015 hatten die Henstedt-Ulzburger mit überwältigender Mehrheit eine großflächige Bebauung der Pinnauwiesen untersagt, gleichzeitig aber Wohnungsbau auf einer Teilfläche gestattet. Wie die derzeitige Planung aussieht, zeigt die obige Abbildung: Die Pinnauwiesen bleiben zu zwei Dritteln grün, auf dem erlaubten Bauflächen sollen vorwiegend Reihenhäuser entstehen, dazu wenige Doppelhäuser. Diese Planung hatten CDU und SPD vergangene Woche abgelehnt.  Die SPD ohne Begründung, welche die Sozialdemokraten nun aber nachgereicht haben: Sie fordernwie zuvor die CDUeine weniger dichte Bebauung. Ziel sei den Brombeerweg von Verkehr zu entlasten, heißt es in einer Mitteilung der Sozialdemokraten.

CDU und SPD wünschen sich auf dem Teilstück der Pinnauwiesen eine eher luftige statt dichte Bebauungdie HU-Nachrichten prognostizieren nun eine breite Mehrheit für die Umsetzung des Bürgerwillens.

H-UN

18. Mai 2017

11 Kommentare zu "Pinnauwiesen-Wunder: SPD und CDU wollen dörfliche Randbebauung"

  1. Jan Kirmse sagt:

    Ich zähle auf dem Bild 42 neue Häuser (bzw WE). Und ich stelle fest, daß kaum Häuser überhaupt an den Bereich des Brombeerweges grenzen, der zukünftig mehr Verkehr führen müßte. An manch weniger prominenter Stelle in HU kräht kein Hahn danach, ob 42 WE gebaut werden, auch die Grundstücksgrößen sind andernorts (in HU) bereits normal und neue Erschließungsstraßen gibt es auch nicht extra. Und in Birkenau soll das nun alles anders werden? Nur wegen der öffentlichen Aufmerksamkeit oder wird dann zukünftig überall so agiert?

  2. Rolf Michelsen sagt:

    Bemerkenswert: wie zu lesen nur Reihen- und Doppelhäuser. Von Sozialwohnungsbau kein Wort…… bin gespannt, wie und wo die fehlenden ca. 250 WE erstellt werden.
    Erinnere ich es richtig, wenn ich sage, daß zukünftig auch sozialen Wohnungsbau in Mischgebieten erstellt werden sollen, aber offensichtlich nicht in diesem Bereich.
    Warum nicht ? Nun ja………..
    Im Landtagswahlkampf hatte die SPD doch auf Plakaten für bezahlbaren Wohnraum geworben. Aber die Wahlen sind ja (einstweilen) vorbei, bis zum nächsten Termin.
    Zumindest bekommt dann die vereinsamte Villa nette Nachbarn……und erste Bewohner. Und die Hamburger Straße pro WE 1 – 2 Fahrzeuge gratis dazu, ohne Besucher-PKWs. Fahrtrichtung bestimmt vielfach gen Ortsmitte.
    Umgehungsstraße – nö, nicht in Sicht……
    Curd Jürgens trällerte einst: 60 Jahre und kein bischen weise, aus gehabten Schaden nichts gelernt…..

  3. Dirk Barckmann sagt:

    Millionen (?) Villa neben Grillplatz. Jetzt wird sie verkauft. Sicher!

  4. Oliver Blau sagt:

    Habe in dieser Woche beruflich ein paar Tag in München verbracht. Dort besteht die gleiche Problematik, wie in anderen Metropolen auch. In den Städten finden sich kaum noch Erweiterungsmöglichkeiten zur Schaffung zusätzlichen Wohnraums. Das letzte verfügbare Mittel ist die Verdichtung, da Grünflächen erhalten bleiben sollen. Es wollen aber immer mehr Menschen dorthin ziehen. Ergo zieht es diejenigen, die die logischerweise steigenden Immobilienkosten nicht tragen können, in das Umland. Das sind vor allem Familien.
    Dagegen regt sich natürlich auch Widerstand. Einige Orte vergeben neues Bauland bevorzugt an Einheimische. Da man beim Verkauf vorhandener Immobilien seitens der örtlichen Organe keinerlei Beeinflussung ausgeübt werden kann, werden die vorhandenen Immobilien durch die Nachfrage der Stadtmenschen teurer – zu teuer für diejenigen Einheimischen, die ihr Geld nicht in der Stadt verdienen, oder dort in einem Niedriglohnsegment beschäftigt sind!
    Als Kommune kann man sich also dem urbanen Trend nicht widersetzen. Aber man kann die Auswirkungen auf die eigene Kommune strukturieren.
    Das kann nicht über Bürgerentscheide funktionieren, das ist absoluter Unsinn! Aber es funktioniert erst recht nicht, wenn sich Gemeindeverwaltung und Parteien noch nicht mal gemeinsam auf Grundlegendes einigen können! Sie geben hier ALLE ein verdammt schwaches Bild ab, und lassen Flächen wie an der Kreuzung Bgm.Straße/Kisdorfer oder die Ulzburger Beckmann-Fläche zur Tundra werden, und beschäftigen sich aktiv mit der Vernichtung grüner Flächen. Sorgen Sie doch bitte erst einmal dafür, dass die vorhandenen Bebauungsgebiete sinnvoll zur Schaffung zusätzlichen Wohnraums genutzt werden, bevor schon woanders der Spaten in den grünen Boden gestochen wird! Oder geht es allen nur noch darum, die jeweils anderen zu blockieren? Man hat den Eindruck!

  5. Rolf Michelsen sagt:

    Herr Blau, ich stimme Ihnen voll zu. Es läuft hier im Ort unverändert seit Jahrzehnten wie folgt ab zum Thema Bauland und Neubauten. Landwirtschaftiche Flächen, egal ob Ackerland oder Wiesen, werden vekauft vom Eigentümer an Investoren. Die denken an Gewinnoptimierung. Die Kommune hat nur bedingt Einfluß auf die Neubauten, entsprechend den Flächenutzung-
    plänen. Bauland bevorzugt an junge Einheimische aus alten Familien hier aus dem Ort kann die Kommune nicht anbieten. Gewinn durch Baulandverkauf macht hier die Gemeinde nicht, nur der Eigentümer, der an die Investoren direkt verkauft. Mit der guten traditionellen Verbindung zwischen Investoren und Politik wird hier ensprechend gearbeitet und in der GV gern und häufig „durchgewunken“.
    In Norderstedt (z.B, Moorbekstraße) entstehen Eigentumrswohungen von ca. 90 qm für ca. € 370.000,00 zuzüglich Tiefgaragensammelplatz € 19.000,00. Das geht hier im Ort erwartungsgemäß günstiger, teurer dagegen nur noch in Hamburg.
    Hier im Ort fehlen, wie bekannt, ca. 250 Sozialwohnungen. Die Altersstruktur ändert sich auch hier und kleiner preiswerter Wohnraum für Renter mit niedrigem Einkommen, an der Armutsgrenze, Beschäftigte im Niedriglohnbereich werden so nicht erstellt. Es wird nicht ausgesprochen, aber diese untere Schicht ist hier nicht erwünscht. Reiheneigenheime verkaufen sich hier wie geschnitten Brot – so tönte Herr Holowaty von der FDP noch vor Monaten stolz. Oder kennen Sie ein Bauschild hier, wo „bezahlbarer Wohnraum für Alle“ gebaut wird ? Das wird seitens der Verwaltung, die dann Mietzuschüsse zahlen muss an die Antragsteller, auch so gewollt und von der Politik mitgetragen. Gejubelt wird hier über Gewerbebetriebe, die wenig Gewerbesteuern zahlen und meist nur Arbeitsplätze im niedrigem Niveau, z.B. Logistik, anbieten.
    Sofern die „Entscheider“und „Bürgerversteher“ davon nicht selbst betroffen sind, wird es so bleiben. Diese Taktik der Neubauten wird ungetrübt der Tatsache, daß die Hauptverkehrsachsen kaum noch Zuwachs vertragen undverdrossen weiter verfolgt.
    Im Einzelfall zuckt die Politik mit den Schultern auf die Misere hingeweisen und schiebt die Schuld auf die vorherigen Bürgervertreter in der GV, aber ohne hier Änderungen oder evtl. auch schmerzhafte Korrekturen laut zu denken oder geschweige denn zu handeln.
    So zieht es weiterhin junge Famiien aus Hamburg nach HU ins vermeintlich Grüne in den Ort. Dadurch entstehen auch weiter Anfahrtswege zu Arbeitsstellen in Hamburg, wo besser und höher bezahlt wird. Und KiTas werden immer mehr gebraucht. Wie viele Jahre dieser boomartige Ausbau nocht benötigt wird ist unklar.
    Das bedeutet mehr Vierkehr auf Straße und Schiene. Ebenfalls mehr innerörtlicher Verkehr zwischen Einkauszentren, KiTas, Schulen etc.
    Phantasiert wird zu den Wahlen gern über eine Umgehungsstraße, weil es Stimmen bringen könnte und in Angesicht der Tatsache, daß es ohne schmerzhafte Korrekturen nicht möglich ist. Gern wird dann geantwortet mit Schulterzucken und schieben der Verantwortung auf die Politikergeneration von früher, in der Erkenntnis, hier nichts mehr ändern zu können.

    • Es fehlen 250 Sozialwohnungen? Brutto oder Netto (nach Abzug fehlbelegter Bestandswohnungen)? Natürlich will man nicht mehr Sozialwohnungen schaffen, als aus sozialstaatlicher Pflicht geboten, die Bewohner neigen dazu, Sozialleistungen zu beziehen. Wir sind in Henstedt-Ulzburg, weil HH zu teuer war. Und andere aus Henstedt-Ulzburg werden irgendwann in Bad Bramstedt landen. Das ist schlicht der Urbanisierungstrend plus Marktmechanismus. Herr Blau trifft es genau. Warum sollen die, die sich Henstedt-Ulzburg (neu) leisten können, denen die Lebenshaltungskosten sponsern, die den Absprung verzögern, den viele hier längst vollzogen haben? Außer bei ErzieherInnen, denn die werden vor Ort gebraucht. Und wir brauchen eine gute, MINT-orientierte Schulbildung, damit die nächste hier aufgewachsene Generation das hiesige Preisniveau stemmen kann. Sonst: In 20 Jahren die gleiche Diskussion erneut.

  6. Rolf Michelsen sagt:

    …..fehlbelegte Sozialwohnungen gibt es überall. Nach meiner Kenntnis der Rechtslage gibt es aber keinen Grund diesen Zustand zu ändern und die fehlbelegten Wohnungen an neue Anspruchsberechtige neu zu vergeben, bevor nicht die Vorgänger freiwillig das Feld räumen. Von Fehlbelegungszuschlägen habe ich nocht nichts gehört oder gelesen. Die Bedarfszahl von 250 fehlenden Sozialwohnungen stammt nicht von mir sondern war hier als Info seitens der Verwaltung zu lesen. Ob nun brutto oder netto – darüber gab es hier keine Information.
    Warum kann der „Nachwuchs“ von alten Bürgern, die hier ihre Kinder erzogen haben, nicht eine bevorzugte Chance bekommen im Ort zu wohnen und dabei sich gleichzeitig um die Eltern kümmern im Einzelfall. Andere Gemeinden können und machen das doch auch aus gutem Grund.
    Die Empfehlung nach Bad Bramstedt zu ziehen als Folge des Marktmechnismus -wieviel „Kälte“ darf es noch sein ?
    Soll aus HU ein Hamburg-Blankenese, Sasel, Volksdorf Großhansdorf oder Ahrensburg entstehen für gehobene Schichten mit entsprechenden Einkommen ?
    Wo sollen unsere neuen Mitbürger aus Flüchtlingskreisen wohnen und hier Arbeitsplätze bekommen in unteren oder mittleren Segment, so wie auch Deutsche mit familären Wurzeln in HU ? Oder wo sollen junge Alleinstehende, Berufsanfänger, Alleinerziehende, Rentner im Bereich Altersarmut, Arbeitnehmer in branchenmässige nicht hoch bezahlten Jobs leben ? Woher sollen Leute anreisen mit € 450,00 Jobs in den Supermärkten oder Teilzeitstellen in Verwaltungen und Betrieben ?
    Ach ja, die AfD sitzt ja nun in so manchem Parlament…. soll das so weitergehen ?

  7. Hier war mal zu lesen, dass Fehlbelegungszuschläge sogar unzulässig wären. Also kann es doch (nach erstmaligem nicht mehr gelungenen Nachweis, noch berechtigt zu sein) nur um eine Kündigung des Mietvertrags gehen, da dem fehlbelegten Bewohner ja nun formal die Fähigkeit bescheinigt wird, sich selbst am ungeförderten Markt Wohnraum zu besorgen. Vermutlich begleitet von Klagen, die mindest erstmal Ressourcen binden.
    Eine bevorzugte Behandlung von „Kindern des Ortes“ wird anderswo praktiziert, bei öffentlich gefördertem Wohnraum? Schwer vorstellbar, wie das mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz zu vereinbaren sein könnte… wo findet das denn statt?
    Bad Bramstedt war ja nur ein Beispiel, ebenso wie Erzieher (denen man noch Altenpfleger und und … hinzufügen müsste). Emotional ist der Unmut mit der Wohnraumverteuerung nachvollziehbar, aber faktisch ist das ein verbreitetes Phänomen. Angebot und Nachfrage.
    Hat doch mit Kälte nix zu tun. Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Kinder fit für den automatisierteren Arbeitsmarkt von morgen sind. Wer sich dann nur mit einfach zu lernenden Tätigkeiten durchs Lebens hangeln will, wird eben auf Mindestlohn zurück geworfen sein, mit Folgen für Wohnraum-Optionen und auch sonst geringer Lebensqualität. Zum Glück ist mal was passiert in Sachen IT-Raum an den Schulen (GS Ulzburg jedenfalls hat ihren in Betrieb). Hauptsache, das wird noch zu mehr genutzt als nur zu lernen, wie man im Internet surft. Zum Beispiel Programmieren für Kids: https://scratch.mit.edu/ oder spielerisches Heranführen an Robotik: http://ilearnit.ch/de/ozobot.html

  8. Rolf Michelsen sagt:

    …..fit für das automatisierte Arbeitsleben oder fit für ein Leben mit Arbeit ?
    Automation endet dort, wo Handarbeit und Hände gefragt sind. Das fängt beim Friseur an, dann folgen zahlreiche Berufe wie Erzieher, Altenpfleger, Krankenpfleger, Sprechstundenhilfen und Assistenten bei Ärzten aller Fakultäten,Handwerker mit und ohne Meistertitel aller Sparten, Gärtner, Bestatter, Dienstleistungsservice in Versorgung, Entsorgung, Hotel, Gastronomie, öffentlchen Verkehrsmitteln im Führerstand von Arbeitsgeräten auf Baustellen u.a.m.
    Das sind überwiegend keine Jobs, die besonderns hoch bezahlt werden wie u.a. IT-Experten.
    Aber alle brauchen Wohnungen.
    Das Leben findet nicht nur im Internet statt sondern draußen vor der Tür.Drinnen sitzen dann nur die Computer-Junkies, die glauben, alles geht nur noch per Netz. Bis sie dann krank zur Entziehungskur von Computer und Co müssen oder nervlich total am Ende sind, menschlich vereinsamt und ohne soziale Kontakte. Bestenfalls gedrillt auf Computer-Spiele, die Gewalt zeigen. Die Auswirkungen sind bekannt.

    • Keine Angst, die Leute die ich in all den IT-Projekten kennengelernt habe, erweisen sich durchgängig als zurechnungsfähig und kommunikativ, anders kommt man da auch nicht klar, denn gruppendynamische Arbeitsmethoden sind eher die Regel als die Ausnahme. Auf Betriebsfeiern kommt fast jeder mit Frau und Kindern. Wegen den IT’ler werden wir also weder kollektiv irre noch aussterben 😉
      Die Berufe in Ihrer Auflistung sind alle ehrenwert und wichtig, aber bei genauer Beobachtung haushaltsnah orientiert. Also abhängig von vorgelagerter Wertschöpfung. Und die ist Gegenstand zunehmender Verlagerung in Billiglohnländer oder der Automatisierung (Amadings greift so langsam bei den Supermärkten an…). Gestalten oder erleiden werden wohl die beiden Alternativen der Zukunft sein. Und den Mittelstand polarisieren: MINT’ler und Wirtschaftsberufe organisieren das Ganze und der gute Verdienst in Kombi mit vglw. günstigen Wohnkosten z.B. in Henstedt-Ulzburg ermöglichen ein gutes Auskommen (wenn auch mit dem Pendler-Damoklesschwert). Das verteuert hier das Wohnen durch die gesteigerte Nachfrage, was jene in weiter draußen liegende Orte verdrängt, die ein Normaleinkommen haben. Nicht angenehm, aber unabwendbar, denn wer soll geförderten Wohnraum in dem sonst benötigten Ausmaß bezahlen? Die Rentner? Kaum, werden als Wählergruppe immer dominanter. Die Zuzügler mit gutem HH-Einkommen? Die stellen dann als erstes das Kinderkriegen ein oder reduzieren auf 4-Tage-Woche um Einkommensgrenzen zu tunneln. Oder schlimmer: Bauen hier nicht mehr oder ziehen wieder weg. Wo bleiben dann die ganzen haushaltsnahen Berufsträger? DANN brauchen wir richtig viele Sozialwohnungen! Dafür muss niemand nach Bad Bramstedt oder so…

  9. Rolf Michelsen sagt:

    In ausgewogenen und ausbaufähigen Maßen bezahlbarer Wohnraum zu erschaffen war früher hier keine Thema und ist nun wichtig geworden. Es stimmt, die Rentner (als „Graue Wölfe“ tituliert) werden mehr und dominanter.
    Protestwähler brachten die Piraten u.a. hier in den Landtag. Jetzt sind sie dort wieder ausgezogen nun auch andernorts. In S-H kommt die AfD auch in die Parlamente.
    Arbeiten per Hand, angefangen beim Friseur und im Gesundheitsheitswesen von A- Z u.v.a.m. sind auch hier nicht in Billiglohnländer zu verlagern, genau wie in Branchen wie Logistik, Gastronomie, Einzelhandel (Bäcker für die Sonntagsbrötchen etc – oder doch lieber Tiefkühlkost zum Aufbacken mit teurem Strom in Schl.-Holstein dank Netzgebühren) – mit Bedarf an bezahlbaren Wohnraum.
    Rente ist immer weniger wie Netto-Einkommen, bei steigender Versteuerung. Aufstocker und junge Menschen am Anfang der Karriere brauchen Wohnraum genau wie Single aller Altersklassen, mit und ohne Kinder, die man „durchfüttern“ muß (und möchte). Mietzuschüsse seitens der Kommunen müssen durch Steuern / Abgaben gezahlt werden.
    Teilzeitkräfte sind froh, daß sie überhaupt einen Job (nach Erziehungspause) bekommen und brauchen bezahlbaren Wohnraum – oder Geld aus der Sozialkasse.
    Wenn Ehepaare für den Wohnraum arbeiten müssen, dann steigt die Durchschnittskinderrate nicht über statistisch 1,2 (wie sieht ein Kinder 0,2 eigentlich aus ?). Später fehlt dann der zahlreiche Berufsnachwuchs an MINT, was jetzt schon im Ingenieurwesen (Planungen seitens der Behörden für die Infrastruktur) bedauert wird, in anderen Sparten auch.
    Zahlreiche Betriebe haben Flüchtlinge trotz vieler Probleme, angefangen in der Vorbildung und im Sprachbereich, als Fachkräfte auszubilden, in der Hoffnung, das sie bleiben können – und auch sie brauchen bezahlbaren Wohnraum. Ob sie sich ein Auto leisten können, um aus dem kleinen Dorf zu Schicht zu kommen, bleibt ein Problem.Und Fahrrad ist auch nicht unbedingt die Lösung.
    Die 450 Euro-Kräfte sind in vielen Geschäften, Berufen, Betrieben normal geworden, weil sie den Arbeitgebern Abgaben ersparen und fehlendes Einkommen durch die Sozialämter als Aufstocker zahlen lassen, dabei selbst eine Nobelkarosse fahren.
    Rentner suchen auch preiswerten und kleineren Wohnraum, mit guter Infrastrukrur. Nicht unbegrenzt kann jeder Auto fahren aus dem Dorf in den nächsten Ort. Der ÖPNV über die Dörfer (Sievershütten, Struvenhütten, Hüttblek, Wakendorf u.a.) ist schwierig, katastrophal und rückständig und führt schnell zur Isolation.
    Außerdem: wenn die kleinen Dörfer mehr Einwohner bekommen, dann wird hier der Individual-Verkehr noch mehr – also verstopfte Straßen.
    Wer als Arbeitnehmer noch Betriebsfeste erleben darf, sogar mit Partner, darf sich glücklich schätzen. Solche Events mit den Kindern der Angehörigen – eine Rarität und wird immer seltener, weil gespart wird aufgrund des harten Verdrängungswettbewerbs. Die Solar-Industrie erlebt es gerade hier im Norden.
    Viel zu spät hat man hier festgestellt, daß 250 Sozialwohnungen von amtswegen fehlen.
    Fehlbelegte Sozialwohnungen neu zu vermieten auf Zwangsbasis durch Kündigung der Vermieter – das habe ich noch nie gehört oder gelesen. Das ist schwierig.
    Aber vielleicht haben wir ja hier im Ort ein Talent und Fachmann dafür, der der Verwaltung zeigt, wie einfach das geht…….

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