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Schluss mit Wegducken beim Beckersbergring – WHU zwingt Politik zum Farbe bekennen! | Henstedt-Ulzburger
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Schluss mit Wegducken beim Beckersbergring – WHU zwingt Politik zum Farbe bekennen!

Mit solchen Quadratblocks liebäugelt das Unternehmen am Beckersbergring. Soka-Wohnanlage 'Schenefelder Gärten'

Solche Quadratblocks nannte das Unternehmen vor zwei Jahren als Referenzobjekt  für den Beckersbergring. Soka-Wohnanlage ‚Schenefelder Gärten‘

Paukenschlag in Sachen Beckersbergring – die zweitgrößte Ratsfraktion wird in der kommenden Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses einen Antrag stellen, der die Soka-Innenverdichtungspläne zunichte machen würde. „Unser Vorschlag ist, dass im Prinzip dieses Quartier so belassen wird mit der Bebauungsmöglichkeit wie sie jetzt ist“, sagte WHU-Fraktionschefin Karin Honerlah heute den HU-Nachrichten.

Konkret wird die Wählervereinigung die Aufstellung eines Bebaungsplans beantragen, der die derzeitige Reihenhausbebauung quasi zementiert. Die Pläne der Soka-Bau, an der Stelle massiv nachzuverdichten, wären damit untersagt, sie könnte anschließend maximal neue Wohngebäude in gleicher Größenordnung schaffen. Kurt Göttsch hat das bei den HU-Nachrichten so formuliert:

„Unser Ziel ist es, das die Verwaltung für das gesamte Areal, einschl. der Wohn- und Geschäftshäuser an der Beckersbergstraße und dem alten Rathaus, einen Aufstellungsbeschluss vorbereiten soll. Dabei sind die Baufelder im Ring im wesentlichen so festzusetzen, dass sie den heutigen Ausmaßen der Reihenhauszeilen entsprechen, das soll dann auch für die jetzigen Gebäudehöhen, die GRZ und die Terrassenanlagen und Wegeführungen gelten.“

Vor über zwei Jahren hatte die Soka-Bau den Abriss der Reihenhaussiedlung angkündigt, und gleichzeitig deutlich gemacht, was an deren Stelle im Jahr 2020 treten soll. Merkwürdige Quadratbauten, die das Unternehmen bereits in Schenefeld gebaut hat. Am Wochenende bekräftigte nun Soka-Sprecher Michael Delmhorst in der Segeberger Zeitung die Abrisspläne, sprach von einer „Umwandlung der Reihenhäuser in zeitgemäße Geschosswohnungen“.

Bekommt der WHU-Vorstoß nun eine Mehrheit, sind die Soka-Innenverdichtungsideen perdu. Die Firma könnte allenfalls die alten durch neue Reihenhäuser ersetzen, wohl nur theoretisch auch zweigeschossige Mehrfamilienhäuser bauen.

Der WHU-Antrag kommt spät, aber er kommt. Bürgermeister Bauer und die übrigen Ratsfraktionen müssen nun über ihre Vorstellungen zum Beckersbergring Farbe bekennen – ein Jahr vor der Kommunalwahl im Mai 2018.

Noch ein paar Wochen  darf nachgedacht werden – die nächste Sitzung ist erst Anfang Mai.

cm

2. April 2017

11 Kommentare zu "Schluss mit Wegducken beim Beckersbergring – WHU zwingt Politik zum Farbe bekennen!"

  1. Jens Daberkow sagt:

    Die Idee hört sich gut an. Als Pessimist befürchte ich das die Soka schon sehr viel weiter ist mit den Planungen als uns weiß gemacht wird.Ich hoffe für uns Bewohner des BBR das wir bald Gewissheit haben und unsere Lebensplanung an diesem Ort ,dem Ort an dem unsere Kinder Groß geworden sind,weitergehen kann

  2. Viel wichtiger ist das Verhalten der anderen Parteien, ohne Mehrheit kein BebauungsPlan/Feststellungsbeschluss – es sollen ja sogar Latinos Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt haben: Das sollte Henstedter-Ulzburgern bei den anstehenden Wahlen nicht passieren.

    1. Schon Morgen steht vielleicht auch Ihre Nachbarschaft zur Disposition.
    2. Gefördert mit Millionen aus der Gemeindekasse um die „Altbewohner“ zum Auszug zu nötigen.

    Die FDP beispielsweise in Person von Herrn Fraktionsvorsitzenden Klaus-Peter Eberhard ignoriert bereits geltende Mieterrechte und empfiehlt zynisch „sich etwas Neues zu suchen“.

    http://www.beckersbergring.de

  3. Herr Engel,
    sehen Sie in unseren örtlichen Parteien einen trumpähnlichen Kandidaten und wenn ja, glauben Sie, dass die hiesigen Latinos das „Zünglein an der Waage“ werden?

  4. Carsten Schäfer sagt:

    Purer Aktionismus! Nichts anderes sind die Pläne der WHU.
    Völlig unausgereift. Dem Volk nach dem Maul geredet.

    Gespräche zwischen Soka, Verwaltung und Fraktionen sind für Mai vorgesehen.
    Dann haben wir eine Grundlage für weitere Diskussionen.
    Es bedarf keiner Zappel-Philippe von der WHU, die meinen, dass Tempo vorgeben zu
    müssen.

    Warum die Gespräche zwischen Soka und Mieterbeirat nicht stattfinden?
    Ich weiß es nicht. Vielleicht, weil einzelne Beiratsmitglieder die Soka verbal
    mit unschönen Worten bedenken?
    Hier gilt es, auf das normale Maß zu kommen. Politik kann versuchen zu vermitteln.

    Carsten Schäfer, Gemeindevertreter, BfB

  5. Dirk Meissner sagt:

    Moin auch,
    man kann natürlich warten, bis sich die Soka mal bequemt und sich den Sorgen und Nöten ihrer Mieter annimmt und selbige gilt auch für einige Politiker… man kann aber auch Initiative ergreifen und im Vorfeld klären, wo man steht und evtl. der Weg lang gehen könnte. Auch so kann unnötig Zeit und Geld gespart werden, Es liegt in den Händen der Politiker, was aus dem BB-Ring wird, abwarten und aus-sitzen oder ein Zeichen setzten!
    Nun nach der Meinung der BfB soll ja auch die Linde in der Bürgermeister-Steenbock-Straße gefällt werden, um dem Bauherren möglichst großen Nutzen zukommen zulassen, obwohl dieser Ortsteil durch diese geplante Bebauung seinen Charakter verliert, ist auch egal ob es anders im Leitfaden der Gemeinde geschrieben steht…. lieber Aktionismus und sich dem Bürger zu wenden, als nicht zu dem stehen was vorher so toll formuliert wurde und auf der Gemeinde steht!

  6. Rolf Michelsen sagt:

    Ich bin überrascht. Vor einiger Zeit hieß es noch: Gespräch mit der SOKA im Februar. Und nun heißt es Mai – vermutlich 2017.
    Den Bewohnern zu sagen: abwarten, lebt mal weiter im Ungewissen – für mich ein Hohn und respektlos ! Wählerstimmen bekommt man so nicht. Ich erinnere auch noch ene Äußerung vor einiger Zeit eines Politikers bei einer Bürgergesprächsrunde mit den Bewohner im BBR. Auf die Frage von Mietern, wo alteingesessenen Bürger dann hier im Ort umziehen können in ein preiswertes Zuhause war die Antwort : das ist Privatsache.
    Jetzt kann man noch bremsen. Gute Idee von der WHU. Aber die SOKA wird aufgrund der Lage einige Großebauten hinstellen, hochpreisig und daher auch mit TG.
    Wir haben schon genügend Verkehrsprobleme im Ortskern. Die muß man nicht noch vergrößern mit Großbauten und 10 Jahre Bauzeit. Einfach einmal daran denken und erinnern, warum hier Stress auf der Hamburger Straße täglich zu sehen ist und der mit NETTO und REWE auch nicht kleiner wird. Verdichtung hier im Ortkern ist ja schon erfolgt oder in Küze noch viel mehr ersichtlich.
    Durch zahlreiche Bebauung in verschiedenen Gebieten ist eine Ortrsumgehung nicht mehr realistisch.
    Vielleicht ist Herr Schäfer ja so nett und erklärt einmal, wie er den bei Großbauten zu erwartenden zusätzlichen Fahrzeugverkehr lenken will und die Staus hier im Ort abbauen. Bitte, nicht die Antwort: umsteigen auf Fahrrad. Dann sind TG sinnlos.
    Auch der Satz: wir schaffen das – ist nicht hilfreich. Das hat ja wohl inzwischen jeder gemerkt.
    Und die Zeiten mit „aussitzen“ sind ja auch vorrüber oder sollten es sein. Ein Blick zurück…..!

    • Dirk Meissner sagt:

      Moin Herr Michelsen,
      die SOKA kann nicht bauen was sie will, es existiert zzt. kein B-Plan für dein BB-Ring, dies bedeutet, die Politiker, mit Hilfe der Verwaltung können hier festlegen, was und wie gebaut wird. Warum dann noch zögern, sinnvoll ist es doch, dies vorher zu klären und nicht den B-Plan an den Investor anpassen, sowie es in der Vergangenheit bisher geschah!

      • Rolf Michelsen sagt:

        Moin, Herr Meissner -und gern auch Danke für die Info.
        ABER: wenn ich hier so lese, dann ist ja auch gegenüber dem Raiffeisengebäude ein „Hochhaus“ an der Kreuzung Lindenstraße – zumindest lt Verwaltung Herrn Duda – möglich lt. vorhandenen noch immer gültigen und nicht geänderten Bebauungsplänen.
        Ich würde mich nicht wundern, wenn das nun auch im BBR möglich wäre im Zusammenhang mit der so beliebten Methode „innerörtliche Verdichtung“.
        Und genau davor möchte ich warnen aufgrund der derzeitigen innerörtlichen Situation in Sachen Durchgangs- und Individualverkehr.
        Außerdem: als das Thema BBR startete war ja schon zu lesen, daß man dort große Häuser mit TG, sowie in Schenefeld auch von Bürgern besichtigt, entstehen sollen. Seitens der Politik und Verwaltung habe ich da aber nicht gehört, gelesen oder vernommen, daß aufgrund eines gütligen B-Plans das nicht möglich ist
        Glaubenn Sie wirklich, das die SOKA dort neue Reihenhäuser errichte würde, die nicht ein gewisses Maß an hoher Rendite bringen können aus Sicht des Investors ? Andernfalls könnte man ja die jetzigen Reihenhäuser sanieren und nicht weiter verfallen lassen (man kann auch entmieten sagen a la Hamburg) Ich nicht, und was meinen oder wissen Sie dazu ?.

      • Jens Daberkow sagt:

        Es geht doch ganz klar darum nicht dem Ortsansässigen Bürger der hier wohnt hier seine tägliche Arbeit nachgeht eventuell dem Gemeinwohl mit ehrenamtlicher Tätigkeit zu Seite steht.Einkaufen geht und und und…. zur Seite zu stehen. Es geht darum wie man auf möglichst kleiner Fläche nachverdichtet. Deshalb wird auch der nötige B-Plan nach den wünschen der Soka erstellt.
        Bis jetzt scheint mir die WHU die einzige Partei zu sein die sich um den kleinen Mann kümmert bei den Wahlen wird das bestimmt zu spüren sein bei ca 350
        Wahlberechtigten im BBR

  7. Katrin Iwersen sagt:

    Moin an Alle,

    wie gut, dass man mit vielen BfB- lern besser reden kann, als mit dir, Carsten. Sag Bescheid, wenn du dich an uns abgearbeitet hast, dann würde mir etwas zum Zappelphilipp einfallen :-).

    Zum Thema: wie man mit den Bewohnern dieser – für meine Begriffe – schönen Siedlung umgeht, ist unbeschreiblich. Die Verwaltung wird von der Soka immer wieder vertröstet, wie lange soll man denn noch warten. Vermitteln, niedlich….irgendwann ist da nichts mehr zu vermitteln.

    Katrin Iwersen, Bürgerliche aus der WHU Fraktion, Vorsitzende SSG-Ausschuss

  8. Da mal ein bisschen Druck auf den Soka-Kessel zu bringen, ist m.E. nicht verkehrt. Das man von dort in angemessener Zeit auch mal eine Roadmap auf den Tisch legt, ist wohl nicht zu viel verlangt. Aber der Gesprächsfaden sollte dennoch nicht unnötig reißen.
    Spielt die WHU halt den „Bad guy“ und die BfB den „Good guy“, kann ja die eigene Position auch stärken. Blöd wär nur, wenn die Wählergemeinschaften sich stärker gegeneinander positionieren als gegen herkömmliche Bauparteien und dann bei der Kommunalwahl wiederum gegen Altparteien-Mehrheiten anstrampeln müssten. Statt wie bisher eine stärker am Gemeindewohl orientierte Option zu sein.

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