Gemeinde liebäugelt mit Expressverbindung zwischen Rathaus und CCU für Mütter mit Kinderwagen

Drei Alternativen zum Hinüberwechseln: Serpentinenweg, Treppe, Trampelpfad
Drei Alternativen zum Hinüberwechseln: Serpentinenweg, Treppe, Trampelpfad

Volle Fahrt voraus für die familienfreundliche Gemeinde. Die Ortspolitik liebäugelt mit einer Expressverbindung zwischen Rathaus und City Center für Personen, die mit Kinderwagen oder Fahrrad unterwegs sind. Ein entsprechender Vorschlag von CDU-Gemeinderat Jens Müller wurde in der jüngsten Gemeindevertretersitzung von den übrigen Fraktionen begrüßt und soll jetzt in einen Freiflächengestaltungsplan einfließen.

Wer mit einem Fahrrad oder Kinderwagen unterwegs ist, bräuchte dann nicht die relativ lange und schmale Rampe benutzen, um auf die CCU-Promenade zu gelangen, so Müller. Derzeit kann der Höhenunterschied zwischen Rathaus und Einkaufszentrum mittels Treppe (vier Stufen) oder über einen barrierefreien circa 20 Meter langen Serpentinenweg bewältigt werden. Die zusätzliche Expressverbindung könnte östlich der Treppe entstehen – auf einer Länge von zwei Metern.

Tatsächlich scheint es Bedarf für den angedachten Schnellweg zu geben – schon jetzt existiert neben der Treppe ein offenbar gut genutzter Trampelpfad.

H-UN

27. Juli 2015

18 thoughts on "Gemeinde liebäugelt mit Expressverbindung zwischen Rathaus und CCU für Mütter mit Kinderwagen"

  1. Tja, was in Hamburg die Elbphilharmonie ist m.E. in Ulzburg das CCU. Mir war anfangs nie klar, daß der Investor hier groß bauen wollte um dann so schnell wie möglich wieder gewinnbringend und damit Vermeidung von evtl. Kosten, die nachträglich aufkommen, befreit zu werden.
    So wie das jetzt aussieht mit den Leerständen und keinen Maßenandrang von Käufern von morgens bis abends wird das eh nichts. In einigen Jahren, wenn die ersten Mieter wieder aufgegeben haben – wie das dann wohl aussieht ?
    Aber es greift auch hier: immer schön die Schuld auf andere abschieben. Das ändert aber nichts an den Gegebenheiten. Sofern die Gemeinde hier kein „Druckmittel“ haben sollte, geht die Sache wie das Horneberger Schiessen aus. Was nützen Zeichnungen, wenn sie nicht in Verträgen hinsichtlich der Gestaltung in klare Worte gefaßt werden ? Nichts !!!
    Die Vertragsunterzeichner hier im Ort – mit den Fachleuten aus den eigenem Bestand – haben hier nach meiner Meinung sanft geschlummert. Ob die Gemeinderatsmitglieder evtl. mit der schwierigen Sachlage überfordert waren, will ich zwar nicht behaupten, weil ich es schwer beweisen kann. Ich darf es doch so denken !

  2. @ Herr Borchert, „alle Fraktionen sollten nicht locker lassen, eine wesentliche Verbesserung der untragbaren Situation zu erzielen“. Wie Sie, auch durch ihre Besuche im Rathaus (UPA und GV ) wissen, dafür setzen wir uns schon länger ein. Es ist aber traurig, wenn die „Politiker “ verantwortlich gemacht werden, egal ob sie dafür / dagegen oder gar nicht beteiligt waren. Leider differenzieren viele Menschen nicht.

  3. @ Herr Finsterbusch, das Thema CCU ist sehr komplex.

    Grundlage für die Bebauung ist ein B-Plan, der gegen die Stimmen der WHU beschlossen wurde.
    Unser Wunsch, einen vorhabenbezogenen B-Plan mit den Investoren zu schließen, der dann vor Baubeginn alle Einzelheiten des Bauvorhabens beinhaltet hätte, wurde von der Mehrheit der Politik abgelehnt. Grund : der Investor ist dazu nicht bereit.
    Hier wurde der erste Fehler in diesem Bauvorhaben gemacht.
    Anstatt sich bewusst zu sein, dass die Planungshoheit bei der Gemeinde liegt, wurde mit der Begründung „ der Schandfleck“ muss weg, mit der Angst gearbeitet, dass der Investor abspringen könnte.
    Der den B-Plan ergänzende städtebauliche Vertrag ist zudem einzigartig in seiner Wirkung, Sanktionen gegen den Verstoß des dürftigen Inhalts des Vertrages gibt es so gut wie keine.
    Aus Ahrensburg war bekannt, wie schwierig die Umsetzung und Abwicklung des CCA mit diesen Investoren war.
    Das wollte aber auch keiner hören.
    Jetzt hören wir Gemeindevertreter ( ich bin ja neu dabei ) die Klagen der Verwaltung/ des Bürgermeisters, wie wenig kooperativ die Investoren sind. Um es gelinde auszudrücken.
    Tja, das konnte man voraussehen.
    Zu der gesamten Themenfülle der offenen Fragen empfehle ich das Studium der Unterlagen des UPA und der Gemeindevertretung.( siehe untere Links )
    In der letzten Sitzung der GV habe ich den Vorschlag gemacht, nicht klein beizugeben und keine Teillösungen zu akzeptieren.
    Der Investor will sein Objekt irgendwann verkaufen. Das wird ihm – nach meiner Einschätzung – aber nur gelingen, wenn er mit der Gemeinde nicht mehr im Streit ist.
    Die Chance sollten wir nutzen .
    Die Gemeindevertretung hat beschlossen, die Investoren in die nächste Sitzung des UPA zu laden, dann besteht für alle Parteien die Chance ihren Unmut zu äußern und klare Forderungen an die Investoren zu formulieren, unter welchen Bedingungen der städtebauliche Vertrag nachgebessert werden kann und unter welchen Bedingungen die Gemeinde bereit ist, zurückgehaltene Bürgschaften freizugeben.
    Im Übrigen habe ich mir die damaligen (dürftigen) Pläne des „ Flanierweges“ zum Rathaus angesehen, ich entnehme den Unterlagen keine Treppen und verwinkelten Abfahrten zum Rathausplatz.
    Es ist sicher auch mit Schuld des ( damaligen ) Bürgermeisters, man hat es sich etwas sehr leicht gemacht hat.
    Ich lehne für mich die Verantwortung für diese „Planung“ ab und werde gegen jede Ergänzung des städtebaulichen Vertrages stimmen, die nicht im Interesse der Gemeinde ist.
    Ich bin mir aber bewusst, dass auf Grund der Faktenlage, die hässliche Zufahrt zum TG (man stelle sich solche Planung in der Ortsmitte in einer anderen Stadt/Gemeinde vor : undenkbar ) wohl nicht zu ändern sein wird, auch das UFO auf dem Dach des Zwischenbaus werden wir nicht wegbekommen, auch die Berg- und Talbahn der „ Flaniermeile „ wird sich wohl nicht ändern lassen. Es ist sehr traurig, aber wie hier gearbeitet uinjd mit politischen Mehrheiten abgestimmt wurde, geht eben keine Ortsentwicklung.
    Übrigens gibt es wegen der Zufahrt von der Bahnhofstraße eine Klage des Eigentümers eines Teil des Marktplatzes, er will die nicht mit ihm abgestimmte Zufahrtsänderung rückgängig machen .
    Ihre weiteren Fragen zur Gestaltung / Zukunft des Marktplatzes:
    Ich kann nicht nachvollziehen, dass wir mit Steuergeldern den Käufern im Kaufland einen Parkplatz bauen und die TG fast immer leer ist. ( sicher bekomme ich dafür Haue, dass kann ich aber ertragen 🙂 )
    Aber auch das ist ein Thema der Verwaltung/ Ortsentwicklung.

    UPA 24.03.2015
    http://www.henstedt-ulzburg.sitzung-online.de/bi/to020.asp?TOLFDNR=10338#searchword
    Vorlage zur Sitzung
    http://www.henstedt-ulzburg.sitzung-online.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=2240

    Gemeindevertretung 14.06.2015
    http://www.henstedt-ulzburg.sitzung-online.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=2388
    Beschluss
    http://www.henstedt-ulzburg.sitzung-online.de/bi/vo021.asp?topSelected=10971

    1. Hallo Herr Göttsch, es sollte doch möglich sein , den ehemaligen Bürgermeister im Rahmen seiner damaligen Verantwortung für den Städtebaulichen Vertrag einzuladen und zu den Möglichkeiten der Durchsetzbarkeit der Interessen der Gemeinde ggf. in Verbindung mit Vertragsstrafen oder Nichtrückgabe von Bürgschaften zu befragen. Oder ist der komplette Vertrag von der Gemeindevertretung beraten und beschlossen und der ehemalige Bürgermeister damit entlastet worden?
      Die Verantwortung für den Vertrag/B-Plan -dem man nicht zugestimmt hatte- abzulehnen ist okay, aber alle Fraktionen sollten nicht locker lassen, eine wesentliche Verbesserung der untragbaren Situation zu erzielen.

  4. Gibt es denn einen Freiflächengestaltungsplan und wenn ja, wo kann man diesen einsehen? M. E. müsste dieser ein Gesamtkonzept- also Rathausvorplatz bis einschließlich CCU-Parkplatzausfahrt (Bahnhofstraße) – enthalten, ansonsten ist alles nur „Flickschusterei“.
    Die Bürger/innen sollten mit ins „Boot“ genommen werden und ihre Vorschläge unterbreiten.
    Hier mal so einige Gedankenspiele:
    Gerüst abbauen, dafür Pflanzen/Bäume aufstellen, Bänke hinstellen, Springbrunnen oder ähnliches – also etwas zum Verweilen schaffen.
    Gibt es denn für die sogenannte Rampe keine bessere Lösung? Könnte die Treppe nicht durch eine Fahrmöglichkeit für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer ergänzt werden?
    Soll es eine CCU-Promenade werden oder lediglich ein Fuß- und Fahrradweg?
    Wie sieht es mit der Beleuchtung aus? Laternen?
    Bleibt der CCU-Vorplatz ein Parkplatz oder wird er attraktiver gestaltet z.B. durch eine Gastronomie. Hier hätte ich mir auch gut den Wöddelbrunnen vorstellen können, der leider nicht als Begegnungsstätte angenommen wird.
    Schlimm auch die Parkplatzausfahrt vom CCU-Vorplatz, eng und rechts Poller und Müllbehälter. Hoffentlich kommt da dem Autofahrer nicht einmal einer entgegen!
    usw., usw., usw.

  5. Wer hält den hier den Schlaf der Gerechten ? Pflasterarbeiten nicht wie zu erwarten und notwendig. Was steht denn eigentlich in den Bauunterlagen und den Verträgen ?
    Wieso muß dann die Gemeinde – so verstehe ich es – hier aktiv werden und Steuergelder ausgeben ? Warum kümmert sich niemand um die Restfläche / Müllhalde zwischen TG-Einfahrt und Rathausvorplatz ?
    Wozu haben wir ehrenamtliche Politiker, die nach meinem Wissensstand – sich genauso wenig darum kümmern wie ich es / wie die Bürger es von einer guten Verwaltung erwarten dürfen ?
    Welche Partei traut sich hier einmal etwas offiziell zu verlauten – oder lieber weiterhin schweigen ? Also lieber Herr Müller von der CDU ! Sagen Sie doch bitte einmal als Erster was dazu !!!

    1. Ich bin ja kein Fachmann dafür, aber ich nehme doch mal an, wenn in Verträgen etwas von einem gepflasterten Weg steht, dann ist das vorliegende Ergebnis etwas, wo man keine Handhabe gegen hat. Ich finds auch nicht gelungen, dafür muß ich jedes mal grinsen, weil ich mich frage, ob das tatsächlich sehr schwierig ist oder da einfach jemand keine Lust oder keine Ahnung hatte. Es macht mich also durchaus fröhlich, dort lang zu gehen und das nur, WEIL es so wellaform ist. Ist doch nichts, worüber man sich ernsthaft aufregen müßte.

      1. Außer bei Regen, dann ist Pfützenhüpfen angesagt. Weiss jemand den Namen von der ausführenden Firma? Damit man nicht versehentlich an die gerät, wenns am Haus mal was zu pflastern gäbe…

  6. Wie schön, daß auch die „Expressverbindung“ über den Rathausinnenhof
    Richtung Torhaus Süd (Raiffeisenbank) häufiger genutzt wird,
    wenn auch leider
    der Rathaus-Durchgang relativ eng und dunkel und
    die RathausInnenhofgestaltung mit dem Dauergerüst
    recht unglücklich und leider nicht gerade repräsentativ ist.
    Leider verfüge ich aber selbst nicht über ein Patentrezept
    für eine Verbesserung. – Schade.

      1. Das „Gerüst“ sollte vermutlich zur Berankung und Begrünung des Rathaus-, Verzeihung, Gemeindeverwaltungs 😉 -Vorplatzes dienen.
        Mehrere Versuche über die Jahre, geeignete Rankpflanzen zu finden
        scheinen fehlgeschlagen zu sein.
        Leider ist der Platz durch das Pultdach in der überwiegenden Zeit
        des Jahres verschattet.
        Über die Architektur des Gebäudes kann man ja sicher auch heute noch
        unterschiedlicher Meinung sein. – So jedenfalls wäre es wohl nach
        heutigen BevölkerungsMitwirkungsmöglichkeiten nicht gebaut worden.
        Es wirkt wie eine Trutzburg.
        Aber, entschieden ist entschieden und gebaut ist gebaut.
        Also, alles Schnee von vorgestern …
        Nur, Stadtplanung im eigentlichen, professionellen Sinne hat es
        in Ulzburg offensichtlich bis heute nie wirklich gegeben.

        1. Ach das ist tatsächlich für Rankpflanzen gedacht gewesen? Schön, denn eigentlich fänd ich den Platz sehr angenehm, wenn das Gerüst begrünt wäre, so wirkt es halt etwas nackt und unfertig. Hätte gar nicht gedacht, daß es da nichts geeignetes gibt, aber das ging dem Planer vermutlich ähnlich. 😀

          Würde man einen professionellen Stadtplaner engagieren wollen, gäbe es bestimmt nur Gemecker wegen den Kosten. 😉

  7. Dieses leidige Thema Verbindungsweg CCU-Rathaus ist doch schon über ein halbes Jahr alt. Ich hatte dazu Kritik und Verbesserungsvorschläge im Ausschuss und in der Verwaltung schriftlich eingereicht. Der Ausschuss hatte sich die Örtlichkeiten angesehen und beraten. Der hier zitierte Gemeindevertreter Herr Müller hatte mir in einem Gespräch versichert, dass diese Fehlplanung und Ausführung (Zick-Zack-Rampe und Treppe) so nicht bleiben soll.Die Behindertenbeauftragte hat mir auf meine diesbezügliche e-mail gar nicht geantwortet. Was ist geändert worden? Nichts! Im Ausschuss werden wohlformulierte, für den mittelintelligenten Bürger kaum zu verstehende seitenlange Empfehlungen von Arbeitskreisen über Inklusion beraten und beschlossen, die aber absolut keinen Niederschlag in der aktuellen örtlichen Bauausführung finden. Eine gewaltige Schere zwischen Anspruch und Wirklichkeit tut sich damit hier in HU auf. Wer ändert das?

  8. Vielleicht fällt ja auch mal jemande, auf, das eine unschöne Fläche zwischen TG-Einfahrt und Rathausvorplatz (vor der Gemeinde Richtng CDCU) endlich einmal ansprechend gestaltet werden sollte. Warum kümmert es augenscheinlich niemanden ? M.E. ist das eine Sache des Investors des CCU – kann auch sein, daß ich mich irre. Wenn es die Gemeinde sein sollte, wäre das einfach unmöglich. In jedem Fall muß hier die Gemeinde tätig werden, undzwar endlich und gg. nachhaltig.

    1. Herr Liebe,
      Es geht hier doch nicht um die zu sparenden Meter sondern darum das die Macher von dem Zwischenbau die Planerischen Vorgaben schlecht umgesetzt haben und die Gemeinde jetzt die Fehler ausbügeln muss. Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwagen fahren bestimmt nicht gern den engen Slalomweg um die Treppe zu umgehen.

  9. Schön das das Thema aufgegriffen wird.Ich denke das die CDU nicht die einzigen sind,
    die über diese von den Bürgern geschaffenen Rampe nachdenken.Schade das es den Bauherren nicht möglich war diesen Weg so zu bauen das eine Rampe nicht notwendig ist.

    1. Der Pflasterfirma war es ja insgesamt nicht möglich, eine gleichmäßige Kuppe über die Zufahrt zu modellieren. Dafür haben die hoffentlich nicht noch Geld bekommen. Wohl das Buch „Pflasterarbeiten für Anfänger“ gelesen und gleich hier losgelegt….

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