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Meine Meinung zur Hamburger Straße: Die Verwaltung hat kläglich versagt | Henstedt-Ulzburger
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Meine Meinung zur Hamburger Straße: Die Verwaltung hat kläglich versagt

Absperrgitter auf der Hamburger Straße

Absperrgitter auf der Hamburger Straße

Seit Wochen quälen sich Henstedt-Ulzburgs Bürger durch hoffnungslos verstopfte Straßen, wissen vor lauter Umleitungsschildern, kaum noch, welcher Nummerierung sie folgen sollen. Verständnisvoll haben sie Tag für Tag Kilometer lange Umwege in Kauf genommen ohne zu murren. Das Verständnis für die Notwendigkeit einer Sanierung der Hamburger Straße war groß. Das bestätigten ausdrücklich Mitarbeiter der beteiligten Baufirma.

Jetzt aber ist die Stimmung umgeschlagen, das Maß der Rücksichtnahme offensichtlich voll: Drei Tage lang war Henstedt-Ulzburgs Hauptverbindungsachse zwischen Birkenhof und Alte Hofstelle gesperrt, ohne dass dort gearbeitet wurde. Einige Autofahrer hatten die Nase so voll, dass sie die Absperrgitter einfach zur Seite räumten und durchfuhren. Das wiederum gefiel wohl einigen Anliegern nicht, die die Polizei riefen. Lange und hitzige Diskussionen, Knöllchen, Schuldzuweisungen und endloses Kompetenzgerangel waren die Folge: Die Polizei sei zuständig, die Beamten verwiesen an das Ordnungsamt der Gemeinde. Zuständig für die Sanierung der Hamburger Straße sei die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hieß es dort, wenn man dort überhaupt einen Ansprechpartner fand. So weit, so schlecht!

Ich finde diese Diskussion um die Verantwortung müßig. Nach meinem Verständnis hat die Gemeinde eine Fürsorgepflicht für ihre Bürger. Die Verwaltung muss die Einwohnerinnen und Einwohner über eine so weit reichende Baumaßnahme informieren. Ausführlich und aktuell, die Bürger auf dem laufenden halten. Eine einmalige Bürgerversammlung reicht eben nicht. Zumal dann nicht, wenn die dort genannten Schritte im Zuge der Baumaßnahme mehrfach über den Haufen geworfen werden, die einzelnen Bauphasen geändert werden. Und auch die dürftigen Informationen auf der Homepage der Gemeinde sind unzureichend, zumal wenn der Lageplan Tage lang auf dem Kopf steht. Außerdem haben vor allem ältere Menschen oft keinen Internetzugriff.

Und auch das Verteilen von Wurfzetteln an unmittelbar Betroffene hat nicht geklappt. Einer Anwohnerin aus dem Suhlenkamp, die sich im Rathaus nach bevorstehenden Absperrungen erkundigen wollte, wurde erklärt, sie könne unmöglich betroffen sein, sonst hätte sie ja eine Benachrichtigung erhalten. Auf diese Information wartet die Anliegerin nebst einigen Nachbarn noch heute, nachdem die Arbeiten dort längst beendet sind. Bürgernähe sieht anders aus.

Die Gemeinde hat in Sachen Information ihrer Bürger kläglich versagt. Der Bürgermeister, der sonst stets gebetsmühlenartig versichert, was für tollen Mitarbeitern er vorsteht, war in dieser Angelegenheit weder gestern noch heute zu sprechen. Vielleicht wacht im Rathaus ja doch noch jemand auf und nimmt sich der Sache mit den Straßensperrungen und Umleitungsstrecken an. Die Baumaßnahme Hamburger Straße läuft schließlich noch einige Zeit. Und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Jörg Schlömann
4. November 2014

Auch interessant: Verkehrschaos bleibt Henstedt-Ulzburg länger erhalten

21 Kommentare zu "Meine Meinung zur Hamburger Straße: Die Verwaltung hat kläglich versagt"

  1. Angelika Selley sagt:

    Immer nur meckern, jammern und sich beklagen – wie armselig diese Webseite ist. Jeder, der ein Haus hat (und davon gibt es in H-U viele), weiß, dass Baustellen nie nach Plan verlaufen, dass es immer Zwischenfälle gibt und dass es immer Leidtragende gibt (und Menschen, die immer nur motzen).
    Sanierungen und Instandsetzungen sind notwendig, das gilt für die Infrastruktur genauso wie für das eigene Haus. Bitte bleibt doch mal auf dem Boden der Tatsachen. Das ist eine kurze und ärgerliche Zeit, aber unumgänglich und besser machen kann man es immer.

    • Axel Faerber sagt:

      Haben Sie den Text richtig gelesen? Es geht hier um Informationen, nicht um Bauverzoeberungen. Letztere werden nur dann kritisiert wenn keine Aktivitäten auf der Baustelle denno h zu deren Sperrung fuehren. Wenn jemandem dieses Internetangebot nicht passt muss man es ja nicht aufrufen.

      • Angelika Selley sagt:

        Ja, das stimmt. Man muss sich nicht hier informieren. Es gibt noch das Abendblatt mit dem Norderstedt-Teil, das wesentlich sachlicher informiert. Ich bin nicht oft auf diesen Seiten, aber wenn, ist immer und immer nur davon die Rede, was alles falsch läuft, wie schrecklich das CCU ist und wie blöd die Verwaltung, wie faul die Beamten im Rathaus und wie dumm die Politiker sind.
        Und die meisten Kommentatoren fahren auf dieser Schiene mit. Das ist so respektlos gegenüber den Menschen aus der Verwaltung ist (die dort ihren Job machen wie alle anderen auch) oder gegenüber den Politikern, die eine Gemeinde nun mal braucht! Ich verstehe nicht, wie Menschen so tief sinken können, dass sie immer nur kritisieren müssen und alle machen mit.

        Dass die Baustelle behindert und Existenzen bedroht, ist schlimm für jeden einzelnen. Mich stört nur diese Berichterstattung und die Verrohung des Klimas für uns Henstedt-Ulzburger. Denn viele informieren sich ausschließlich auf dieser Seite und übernehmen die Meinung gedankenlos. Das hört man immer wieder in Gesprächen raus und das stört mich.

        • Peter Borchert sagt:

          Frau Selley, Ihrem Zitat, dass die Norderstedter Zeitung wesentlich sachlicher informiert, kann ich nur sehr eingeschränkt zustimmen. Ich war in der Sitzung des Umwelt-und Planungsausschusses am 03.11. von Anfang bis Ende. Es ging auch um den Verkehrsstrukturplan und die damit verknüpfte Lösungsmöglichkeit einer Westumfahrung HU. Heute lese ich in der Norderstedter Zeitung, ich traute meinen Augen nicht und musste die Brille intensiv erfolglos putzen, dass „alle (gemeint sind die Ausschussmitglieder) für eine Westumfahrung plädierten“. Da waren wohl ich oder eher der Redakteur in einer falschen/anderen Veranstaltung. Richtig ist, dass durchaus kontrovers diskutiert wurde. Der heutige Leitartikel in der Norderstedter Zeitung ist wohl eher die abgeschriebene Presseerklärung einer großen Fraktion in der Gemeindevertretung…. Das zur sachlichen Information. Als konstruktiv kritischer Bürger/Leser bilde ich mir meine Meinung zu einem Thema aus mehreren Medien.

          • Jan Schüller-Iwersen sagt:

            Hallo Herr Borchert,
            Sie sprechen mir aus der Seele. Auch ich dachte, ich sei im falschen Film, als ich heute morgen den Artikel von Herrn Knittermeier in der NZ las.
            Es ist schlichtweg die Unwahrheit, dass alle Fraktionen für eine Westumgehung plädierten! Dies ist vllt Wunschdenken des Redakteurs (und auch das einer großen Fraktion, wie sie korrekt ansprachen).
            Es ist traurig, dass die lokale Presse sich hier nicht überparteilich verhält. Oder war es doch „nur“ ein Missverständnis

        • Peter Borchert sagt:

          Hallo Frau Selley, ich möchte Ihnen noch ein Beispiel bringen hinsichtlich berechtigter Kritik an der Verwaltung. In der letzten Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses trägt ein Bürger den ablehnenden Bescheid des Ministers f. Verkehr… S.-H. als Oberste Straßenverkehrsbehörde hinsichtlich eines Anliegerantrages für verkehrsberuhigende Maßnahmen in der Norderstedter Straße vor und was er noch für rechtliche Möglichkeiten hat, seine Vorstellungen dennoch durchzusetzen. Antwort der Verwaltung: Widerspruch einlegen und bei Ablehnung des Widerspruches Klage erheben. Das ist richtig, aber unvollständig. Dem Bürger wird nicht gesagt, auch nicht vom Bürgermeister, dass er das urdemokratisch verbriefte Recht in unserem Land hat den Petitionsausschuss des Landtages (unser ehemaliger Bgm Herr Dornquast ist auch Mitglied) anzurufen, der sich mit der Angelegenheit im Rahmen einer Anhörung aller Beteiligten befassen wird. Da kommt dann natürlich „Druck“ in die Sache und das Ministerium muss stichhaltig fundiert seine Ablehnungsgründe darlegen können. Das Straßenverkehrsrecht (Bundesrecht) wird von Bundesland zu Bundesland in einer für den Rechtslaien nicht nachvollziehbaren Bandbreite angewandt. In HH wird z.B. auch Tempo 30 in Hauptverkehrsstraßen angeordnet. In HU wird Tempo 30 wegen angeblicher Straßenschäden in der Wilstedter Straße zwischen Immbarg und Norderstedter Straße (Schäden sind nur zwischen Immbarg und über die Para-Klinik hinaus) von der Gemeinde angeordnet, aber Straßenschäden sind dort nicht, auch keine Grundschule, Kirche und Kindergärten wie in der Norderstedter Straße. Ist dann nicht Kritik berechtigt? wenigstens könnte doch Tempo 30 im Bereich der Kirche und Kindergärten angeordnet werden. Das gibt es auch in anderen Kommunen in S.-H. in ähnlich strukturierten Straßen. Warum setzt das die Gemeinde nicht beim Land durch?

        • Anja Oldenburg-Kindschuh sagt:

          Hallo Frau Selley,
          ich würde vorschlagen, Sie kommen einmal zum Umwelt-und Planungsausschuss und orientieren sich zunächst.Dann lesen Sie am nächsten Tag die Ulzburger Nachrichten und die Einwände der Bürger auf diese Homepage.
          Sicherlich haben Sie Recht, das so manche Kommentare nicht passend verfasst wurden.Jedoch hat jeder ein Recht darauf seine Meinung kundzutun ,ohne persönliche Beleidigung.Nur manchmal bekommt man leider als Bürger den Eindruck, das man verschaukelt wird und darauf kann man schonmal gereizt reagieren.
          Jedoch alle Kommentare(Sorry,“die meisten“) auf dieser Homepage zu verteufeln und zu polarisieren ist zu einfach.Dann reihen Sie sich leider in die Kommentatoren ein, die Sie kritisieren.Nur konstruktive Kritik kann einen Zustand verbessern.Ganz nebenbei, lese ich auch das Hamburger Abendblatt,die Segeberger etc.

    • Peter Borchert sagt:

      Frau Selley, bei den Fräs- und Asphaltierungsarbeiten gibt es keine besonderen unvorhersehbaren Ereignisse, die das ständige Umdisponieren der Reihenfolge der Bauabschnitte rechtfertigen. Es kann auch keine stichhaltige Erklärung dafür geben, dass die Folgearbeiten wie Fahrbahnmarkierung und Schachtdeckeleinbau erst mehrere Tage nach der Asphaltierung erfolgten und damit gar nichts passierte und die Fahrbahnmarkierung nur stümperhaft und teilweise erfolgte. Bis dato fehlen die Markierungspfeile bei der Abbiegespur zum CCU, siehe auch massiv vorgetragene Kritik in der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses am 03.11. Das es wesentlich besser geht, war bei der Sanierung der Fahrbahn der Schleswig-Holstein-Straße festzustellen. Fahrbahnmarkierung und Schachtdeckel wurden sofort nach der Asphaltierung auch am Sonntag(!) eingebaut. Meine hohe Anerkennung für die dort tätigen Baufirmen und das Ingenieurbüro.
      Die Gemeinde hat allerdings nicht primär die Verantwortung, sondern der Landesbetrieb und das Ing.-Büro Böger und Jäckle aus Henstedt-Ulzburg sowie die Firmen für Fahrbahnmarkierung und Schachtdeckeleinbau. Die Fa. Eurovia (Asphalt) kann ich nicht kritisieren, die arbeitet sehr gut.
      Bei der Gemeinde vermisse ich ein sehr festes und nachdrückliches Auftreten gegenüber dem Landesbetrieb. Wenn die Maßnahme logistisch nicht gut läuft, muss der B ür g e r m e i s t e r (ein Mitarbeiter oder Amtsleiter reicht nicht) den Leiter des Landesbetriebs, Herrn Leitenden Baudirektor Torsten Conradt, das ist der, der im Fernsehen immer neben oder hinter Herrn Minister Meyer zu sehen ist , nach HU zum Gespräch bitten, damit das hier zügig läuft. Dem Land muss immer wieder klar gemacht werden, dass insbesondere das Hamburger Umland das Steuergeld in die S.-H-Landeskasse spült und daher besonders zu berücksichtigen ist. Verkehrsvollsperrungen von Hauptverkehrstraßen (Wirtschaftsachsen!), ohne das gearbeitet wird, kann und darf nich akzeptiert werden!

  2. M.Grütjen sagt:

    auch wir Geschäftsinhaber in Ulzburg Süd sind nicht nur seit Wochen vom Weltgeschehen abgeschnitten sondern haben mit sehr großen Umsatzeinbußen zu kämpfen.
    Das ist nicht mehr spaßig. Die Belastungsgrenzen sind erreicht.
    Ich zB bin Existenzgründerin des Atelier Marys-Art (gebe Malkurse und verkaufe meine Bilder) und habe, genau wie das Blumengeschäft nebenan, in der Vorweihnachtszeit das umsatzstärkste Geschäft des Jahres. Aber jetzt erfuhren wir, dass die Sperrung noch bis Mitte Dezember so weitergeht.
    Was ist das für eine Planung? Mir fehlen da die Worte und auch langsam das Verständnis.
    Und wenn das so weitergeht auch das Geld für meine Geschäfts-Miete.

    Das musste ich jetzt mal hier loswerden.
    Marianne Grütjen

    • Peter Borchert sagt:

      Sehr geehrte Frau Grütjen, als Geschäftsinhaberin hat es Sie durch die Baumaßnahmen an der Hamburger Straße umsatzmäßig „voll erwischt“. Aber Sie können sich damit trösten, dass das zeitlich befristet ist. Was nicht befristet sein wird, ist ein zu erwartender Umsatzrückgang aller Geschäfte an der Hamburger Straße einschließlich des CCU durch eine westliche Umgehungsstraße für HU, die das Verkehrsaufkommen in der Hamburger Straße je nach Streckenabschnitt um bis auf die Hälfte reduzieren würde. Damit ginge den Geschäften ein wesentlicher Teil der (Lauf-) Kundschaft verloren. Gewinnen würden die Geschäfte im Gewerbepark, der für Einwohner vom Rhen und Ulzburg-Süd besser und schneller erreichbar wäre. Ob sich eine Mehrheit in der Gemeindevertretung für eine Westumgehung finden , die Maßnahme finanzierbar und im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens durchsetzbar sein wird,“wissen die Götter“. Ich kann aber den Geschäftleuten an der Hamburger Straße nur raten sich rechtzeitig in den Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozess einzubringen. D.h., Teilnahme und Fragen in Bürgerinfo-Veranstaltungen und Sitzungen der Gemeindevertretung und des Planungs- und Umweltausschusses.

  3. Cathleen Czirr sagt:

    In Sachen Information hat sich hier nun wirklich niemand mit Rum bekleckert, das ist mal Fakt. Und wenn die Planung alle 2 Wochen komplett umgeworfen wird und die einzige Informationsquelle dazu die Seite des Verkehrsministeriums in Kiel ist, braucht sich auch niemand zu wundern, dass Anwohner und Geschäftsinhaber entnervt und dauerverwirrt sind. Als Anwohner finde ich es auch nicht witzig, wenn ständig Leute in meinem Vorgarten wenden, weil sie auf der Suche nach einer Umgehung jede noch so kleine Gasse ausprobieren – den meisten davon unterstelle ich nicht Ignoranz, viele sind sicher einfach nur schlecht informiert. Ob da unbedingt „unsere“ Verwaltung den schwarzen Peter verdient, kann ich nicht beurteilen. Ich denke, der Hund liegt eher weiter „oben“ begraben. Schlimm ist aber, dass man – wenn man z.B. versucht sich bei den Bauarbeitern zu erkundigen, andere Aussagen bekommt, als von der Gemeindehomepage und dort wieder andere, als von der Landesseite. Und da soll der „doofe“ Durchschnittsbürger durchsteigen? Ich hab noch andere Hobbies, als regelmäßige Recherchen, ob sich der Plan nun wieder geändert hat, oder nicht. Das Einzige wirklich sichere ist: Wenn diese (wirklich nötige) leidige Sanierung ENDLICH beendet ist, würde ich gerne ein Freudenfeuer aus den Absperrungsschildern machen 😉 Aber Jammern hilft halt nicht. Laßt die Arbeiter ihren Job machen und fahrt ihnen nicht dauernd über die Füße / in den Weg – auch das hilft, das Elend bald zu beenden.

  4. Cathleen Czirr sagt:

    +h (Ruhm war gemeint, nix Alkoholisches)

  5. R.Loos sagt:

    Wir sind erst vor kurzem aus Hamburg nach Henstedt-Ulzburg gezogen . In Hamburg haben wir eine solche chaotische Verkehrsplanung bzw. Erneuerung der Straßenbeläge noch nie erlebt . Wie kann man gleich mehrere Hauptverkehrsstrassen (Hamburger Straße, Schleswig-Hostein Straße) zugleich sperren und dort Baustellen errichten ? Und das nicht nur für eine kurze Zeit wie es den Anschein macht . Da unser Arbeitgeber sich in Hamburg befindet, benötige ich teilweise nachmittags bis zu 2 Stunden Fahrtzeiot mit dem PKW ! Und das für nur 20km Fahrtstrecke ! Ich teile die Meinung : DIE VERWALTUNG HAT KLÄGLICH VERSAGT !!!

    • Angelika Selley sagt:

      Das ist doch genau das, was ich meine. „Die Verwaltung hat kläglich versagt“ in Großbuchstaben und mit drei Ausrufezeichen. Hauptsache drauf hauen, weil ein Herr Loos ist ja der wichtigste Bürger der Gemeinde mit einem verbrieften Recht auf freie Fahrt. Das ist sowas von armselig.

      Wie wäre es denn, den armseligen Popo mal in die Bahn zu setzen??? Es gibt zwei Bahnhöfe hier, die zuverlässigen (aber zugegeben sehr langsamen) Nahverkehr bieten. Ok, es ist angesichts des Streiks nicht gerade angebracht, momentan die Bahn zu loben. Auch ich bin davon betroffen und werde morgen deutlich länger brauchen.

      DIE Verwaltung oder DIE Politiker sind nicht an allem schuld. Das beklage ich hier auf diesen Seiten und die Autoren dieser Seite schüren diese Hetze mit jedem Artikel. Wieso wehren wir Henstedt-Ulzburger uns nicht mal gegen dieses dauernde Schlechtgerede unserer Gemeinde?
      Ich wohne gern hier, meine Kinder gehen hier gern zur Schule, wir haben ein intaktes soziales Umfeld hier. Und ganz bald auch eine neue Hauptstraße.

      • Peter Borchert sagt:

        Sehr geehrte Frau Selley, ich denke Sie beurteilen die Artikel und Kommentare etwas zu sensibel. Wenn ich mir in den großen IT-Medien das Shitstorming (geht bis zu Morddrohungen) zu allen möglichen Themen mal informativ ansehe, dann „reicht“ es mir auch. Aber in diesem Forum geht es dazu im Verhältnis recht moderat zu. Die Presseszene in unserem Bereich ist sehr klein. Die Beilage Norderstedt zum Hamburger Abendblatt berichtet im Wesentlichen über Norderstedt. Die Segeberger Zeitung ist weit entfernt und wer liest die schon?
        Was bleibt ist die HUN, die laufend über Örtliches berichtet und eine Kommentarmöglichkeit bietet. Wenn Sie in den Nachbarkreis Pinneberg schauen, ist die Presseszene dort wesentlich umfangreicher und in Sachen kommunaler Angelegenheiten quirliger: Pinneberger Tageblatt, Elmshorner Nachrichten, Wedel-Schulauer Tageblatt, Uetersener Nachrichten und Quickborner Tageblatt. Diese Zeitungen berichten und kommentieren intensiv über Kommunalpolitik und -verwaltung z.T. mit recht „harten Bandagen“. Leser können sich mit ihrer Meinung dort entsprechend „verbreiten“ und lassen manchmal verbal die „Kavallerie ausreiten“. In den kommunalen Gremien verfolgen in der Regel mind. 3 Pressevertreter die Beratungen. Interessant sind die Vergleiche der Kommentare verschiedener Redakteure zu einem Thema. Diese Informations- und Meinungsvielfalt gibt es in unserer Region in dem Maße nicht im Ansatz.
        Wie langweilig wäre es, alles nur kritiklos gut zu reden. Wir würden in unseren Ansprüchen und Leistungen ziemlich absinken und in Lethargie verharren. Der Bürger ist nicht dafür da, Politiker und Verwaltungen harmonisch psychologisch zu motivieren. Es ist eher umgekehrt. Viel „tragischer“ ist die politische und soziale Lethargie, die sich leider in der Gesellschaft mehr ausbreitet, denn die Wahlbeteiligung in unserer Demokratie wird immer geringer. Landratsdirektwahlen wurden wegen geringster Wahlbeteiligung in S.-H. bereits wieder abgeschafft.
        Ich nutze dieses Forum auch, um mit konstruktiven Beiträgen Mitbürger zu informieren und planerische und technische Sachverhalte zu erläutern, was durch Politik und Verwaltung auf Grund Zeitmangels nicht zureichend erfolgen kann. Mehrere Danksagungen habe ich schon erhalten, das erfreut mich.
        Ihnen und vielen anderen Mitbürgern steht es frei, sich hier bei allen Themen lobend über Politik und Verwaltung und ganz HU zu äußern. Mit diesem positiven Ansatz können Sie evtl. bei den „Meckerern“ in der Mentalität etwas ändern. „Meckern“ über „Meckerern“ bringt nichts.

        • Jan Kirmse sagt:

          Herr Borchert, der Kommentar von Frau Selley, auf den Sie sich gerade beziehen, kritisiert doch aber nicht die Kommentatoren, sondern die Redakteure. Zumindest lese ich das so. Ich weiß nicht, was für Artikel in Pinneberg verfaßt werden, aber sollten die auf einem niedrigen Niveau sein, ist das ja noch lange kein Grund, es hier gleich zu tun (schon gar nicht mit der Begründung, daß es hier an Vielfalt mangelt). Man kann sich ja mit Themen kritisch auseinander setzen, aber von einem Journalisten darf man doch wohl ein gewisses Mindestmaß an Ausdruck, Feinfühligkeit und Respekt erwarten (auch wenn er eine (als solche gekennzeichnete) Meinung schreibt). Dieser Artikel ist doch nun wirklich keine Glanzleistung, sondern da hat Herr Schlömann (um seine eigenen Worte zu nutzen) „kläglich versagt“. Und genauso geht es auch anderen Menschen tagtäglich und die werden nicht besser, wenn man sie beleidigt. Eine kritische Berichterstattung muß nicht beleidigen. Insgesamt hätte man nur ein paar Adjektive streichen brauchen, schon wäre der Artikel immer noch kritisch, aber erheblich respektvoller. Von Kommentatoren braucht man das nicht erwarten, von einem Journalisten hingegen schon!

          • Peter Borchert sagt:

            Hallo Herr Kirmse, lesen Sie bitte obiges Zitat von Frau Selley: „die meisten Kommentatoren fahren auf dieser Schiene mit“. Das ist der Punkt auf den ich reflektiere, obwohl ich mich direkt nicht angesprochen fühle. Sicher sind einige Artikel und Kommentare hier weder angemessen respektvoll noch sachlichen Inhaltes. Auch ich mag mich manchmal verbal vergriffen haben, aber da ich nur ein durchschnittlich veranlagter , mit Fehlern behafteter Mensch bin, ist das für meine Mitmenschen, die auch nicht fehlerfrei sein dürften, letztendlich hoffentlich ertrag- und evtl. auch noch verzeihbar. Manche verbalen Ausfälle wird man daher nicht ändern können und ich kann damit leben, sonst würde ich mich hier verabschieden. Wer das hier dennoch intellektuell nicht erträgt, dem steht es doch frei „Auf Nimmerwiedersehen“ zu sagen. Mir geht es hier um das Grundsätzliche einen klitzekleinen Beitrag zur Veränderung leisten zu können , da auch Entscheider in unserer Gemeinde hier agieren (ich beschreite aber auch zusätzlich noch andere Wege). Lesen Sie heute die Norderstedter Zeitung: Wäre ohne „Meckern“ und Kritik hier, im Ausschuss und in der sonstigen Öffentlichkeit die fehlende Fahrbahnmarkierung auf der Hamburger Straße im Bereich des CCU schon realisiert sein, die Ankündigung der Fahrradständer beim CCU und die Beseitigung des Engpasses der Tiefgaragenzufahrt erfolgt? Wohl kaum. Was fehlt ist allerdings die Herstellung der Barrierefreiheit (Entfernung des Hochbordsteines vor der Bäckerei/CCU), Begehbarkeit/Entsperrung der Flucht- und Rettungswege des CCU am Kirchweg und Vermeidung des Zulieferverkehrs CCU über den Kirchweg sowie Ausschluss von LKW-Rangierverkehr auf der Bahnhofstraße um nur einen Teil der Missstände im CCU-Umfeld zu benennen. Wohl bemerkt ich bin kein Gegner des CCU, ich bin aber für Verbesserungen und Abstellen von Missständen.

  6. D.Adam sagt:

    Meine Meinung zu dem Ganzen : Ich möchte nicht wissen , wie viele von den jetzt meckernden sich vorher über den schlechten Zustand der Hamburger Straße beschwert haben .
    Diese Leute werden sich ( auch nach noch so viel Meckern und Schimpfen ) sicherlich über die dann schöne , neue Straße freuen

  7. Brigitte Tegeder sagt:

    ich freue mich über die tolle neue Straße und mein Auto auch…ab jetzt muss ich bestimmt nicht alle 2 Jahre Querlenker und co reparieren lassen. Aber ich habe gehört, dass nächstes Jahr das Siel unter der neuen Straße saniert werden soll…
    Westumgehungsstraße finde ich schlecht. Wir haben die meiste Zeit Westwind und somit hören wir schon die Autobahn, die doch ein ganzes Stück entfernt ist. Mit der Westumgehung, und an dieser Stelle muss ich mal sagen, hat die WHU damals eine Wahl gewonnen, weil sie dagegen war, und somit auch das Projekt Beckershof zu Fall gebracht wurde.

  8. R.Loos sagt:

    Hallo Frau Selley ,
    Sie müssen nicht gleich persönlich werden . Eine sachliche Diskussion und auch die eigene Meinung hier zu äußern darf doch wohl erlaubt sein, oder ? Wenn Sie meinen Beitrag richtig gelesen hätten, dann hätte Sie auch erkennen können, das ich nicht von freier Fahrt für mich geschrieben habe . Was ich an der ganzen Sache bemängele ist, das eine Vollsperrung der Straßen durchgeführt wurde . Warum hat man nicht wie sonst auch üblich, erst die eine Straßenseite erneuert und anschließend die andere Seite ?

    • Peter Borchert sagt:

      Hallo Herr Loos, die Vollsperrung für die Sanierung und damit Asphaltierung auf ganzer Fahrbahnbreite hat technische und Bauzeitgründe. Bei halbseitiger Sperrung kann auch nur halbseitig asphaltiert werden und es entsteht eine Mittelnaht im Asphalt, die trotz Vorwärmung des eingebauten, bereits erkalteten Asphaltes bei Einbau der 2. Asphaltbahn von kürzerer Haltbarkeit geprägt ist als der übrige Asphaltbelag. Dort bilden sich dann zuerst die Schäden wie Aufweitung von Rissen und Schlaglöcher. Außerdem wird die Bauzeit erheblich verkürzt und die Bauarbeiter genießen einen wesentlich erhöhten Arbeitsschutz. Arbeiten unter stark fließendem Verkehr (halbseitig mit Baustellenampel) ist ein extremer Stress für das Straßenbaupersonal. Das sollten wir aus sozialen Gründen nicht vergessen und anerkennen. Diese Arbeitsweise ist nicht zu kritisieren. Kritik ist angebracht, wenn 3 Tage bei Vollsperrung gar nicht gearbeitet und darüber die Öffentlichkeit nicht informiert wird.

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