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Zwischenruf zur Biogas-Anlage: Getreide kommt auch nicht alleine vom Acker | Henstedt-Ulzburger
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Zwischenruf zur Biogas-Anlage: Getreide kommt auch nicht alleine vom Acker

Die Argumente gegen diese Agrargas-Anlage kann man so nicht stehen lassen. Diese Form der Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen ist im Unterschied zu anderen Alternativen grundlastfähig und speicherbar.

Straßenschäden durch den Silage-Transport?  Jeder HVV-Bus wiegt mehr als ein Silage-Anhänger mit Trecker und ist außerdem lauter als der Betrieb einer Anlage.

Erhöhtes Verkehrsaufkommen? Wenn statt Mais jetzt Kartoffeln, Getreide oder Rüben angebaut würden, kommen diese auch nicht von selbst vom Acker. Und ob Frösche und Kröten lieber in Weizen oder Rapsfeldern herumspringen, als in Maisfeldern, wage ich zu bezweifeln.

Jeder landwirtschaftliche Betrieb muss rentabel arbeiten, wie jeder Gewerbebetrieb auch. Womit Geld verdient wird, entscheidet jeder Unternehmer selbst.

Dass durch den Maisanbau die Ackerflächen für Kartoffeln, Getreide und Co. fehlen ist auch so ein Märchen. Es gibt in Deutschland fast so viele Golfplätze wie Bio-Gasanlagen. Und bitte was wird dort angebaut?

Hans Bliedung

8.9.2013

 

2 Kommentare zu "Zwischenruf zur Biogas-Anlage: Getreide kommt auch nicht alleine vom Acker"

  1. Betrieb einer Biogasanlage ist unmoralisch

    Betrieb einer Biogasanlage = Perversion. Lebensmittelvernichtung, Vermaisung der Landschaft, Überdüngung der Anbauflächen und damit mögliche Schädigung des Grundwassers, in den Anlagen verschmelzen Bakterien miteinander, es entstehen Mutierungen die es zuvor nicht gab und diese werden dann als Düngemittel auf die Äcker gebracht.

    Angedacht wurde Bioabfälle sinnvoll zu verwerten und plötzlich baut man Abfälle auf gutem Ackerboden an.

    Selbst wenn wir die gesamte deutsche Lebensmittelproduktion in die Biogasanlagen werfen, wird dadurch das Energieproblem hier nicht gelöst. Die Anzahl der Biogasanlagen steigt aber weiter und damit steigt auch der Flächenbedarf für den Anbau von Energiepflanzen sowie für die Verbringung der Gärreste.

    Im Landkreis Soltau-Fallingbostel (Niedersachsen) zum Beispiel liegt der Flächenbedarf der Biogasanlagen bei ca. 28 %, Tendenz weiter steigend. Dadurch erhöht sich die Flächennachfrage, zwangsläufig verkleinert sich die Fläche für die Produktion von Lebensmitteln und das Angebot wird verringert.

    „Die Jägerschaft klagt in einigen Regionen Deutschlands über kaum noch zu bändigende Population an Wildschweinen, die durch den verstärkten Maisanbau immer bessere Futterquellen finden. Ebenso sind die Imker besorgt, da durch den Anbau von Energiepflanzen die Bienen immer weniger Nahrung finden und das Bienensterben neue erschreckende Ausmaße annimmt.“

    Jede dritte in Niedersachsen wachsende Maispflanze landet schon in einer Biogasanlage.

    Die benötigte Energiemenge wird durch diese Handhabung nicht beschafft und in der dritten Welt und hier steigen die Lebensmittelpreise. „Aus Lebensmitteln mit einem Wirkungsgrad von 20 Prozent Strom zu machen, ist verantwortungslos und unmoralisch.“

    http://www.juergenkeitel.homepage.t-online.de/xbiogasT3.htm

    • Jan Kirmse sagt:

      „Vermaisung der Landschaft“ klingt zwar im ersten Moment nach einem romantischen Problem, allerdings wird auf den entsprechenden Feldern ja überhaupt nichts anderes mehr angebaut, was dann zu der besagten Überdüngung der Anbaufläche führt.
      Natürlich muß ein Betrieb rentabel laufen und natürlich entscheidet der Unternehmer, wie er das umsetzt. Ein Unternehmer allerdings, der mit seinem Verhalten in unmoralischer Art und Weise die Umwelt schädigt, ist in keiner Branche gern gesehen und muß mit dem Gegenwind durch die Bevölkerung leben. Nicht alles was man machen KANN, SOLLTE man auch tun.

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